Mein Rat von vor Jahren entpuppt sich als Export-Schlager!

Vor einigen Tagen machte die BILD-Zeitung mit der Schlagzeile auf: „Deutsche Rentner sind Export-Schlager“ und der Feststellung: „Ihre Berufserfahren wird in der ganzen Welt gebraucht“ – siehe die Abbildung! Das ist wohl richtig, in Ahrensburg jedoch gilt es nicht.

Als der Bürgermeister dermaleinst sein Amt frisch in Ahrensburg angetreten hatte und ich noch voller Zuversicht gewesen bin, dass er die Aufgaben auch wuppen würde, da gab ich ihm den folgenden Rat:

In Ahrensburg gibt es viele Fachleute im Rentenalter, die ein unbezahlbares Wissen haben, das man für Ahrensburg einsetzen könnte. Um nur drei Namen von Bürgern als Beispiele zu nennen, die ihre Mitarbeit der Verwaltung immer wieder kostenlos angeboten haben: Knoll, König, Lange. Gründen Sie mit diesen und weiteren Rentnern einen Verein im Gedenken an den Großen Bellheim, und bringen Sie diese Fachleute in regelmäßigen Abständen an einen Tisch. Und dann diskutieren Sie hier die Probleme, die Sie als Bürgermeister genauso bewegen wie sie die Einwohner der Stadt bewegen!“

Dieser Rat war schon allein deshalb gut, weil der Verwaltungschef damit auf den Rat von erfahrenen Fachleuten zurückgreifen könnte, die er nicht dafür bezahlen müsste – im Gegensatz zu den vielen freien Beratern, die erst mal an sich und ihre Honorare denken statt an echte Problemlösungen für Ahrensburg.

Der Bürgermeister fand meine Idee damals sehr interessant. Und dabei ist es auch geblieben. Denn für den Verwaltungschef von Ahrensburg muss Guter Rat teuer sein.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Dezember 2017

Ein Gedanke zu „Mein Rat von vor Jahren entpuppt sich als Export-Schlager!

  1. H.J. Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    bekanntlich gab es bereits einen ganzen Saal voller Fachkompetenz und kreativer Kraft. Drei Damen hatte gerufen, der Verein „Bürger für Ahrensburg“ gründete sich: Ergebnis war Luft und Spott.
    (zwei der drei von Ihnen genannten Leute waren Mitglieder)
    2)
    2008 das Gleiche in der „Zukunftswerkstatt“ : 1000 Ideen sind wohin geflogen ?
    3)
    2008 hatte sogar eine Hochschule einen fingerdicken „Altenplan“ vorgelegt: Irgendwie entsorgt.
    4)
    Rathaus und Politik haben aber auch selbst Fachkompetenz etwa in den Bebauungsplan Rampengasse-Süd gesteckt: Makulatur.
    5)
    In der Großen Straße wurden nach heißer Debatte aus „Senkrechtparkplätzen“ Parallelplätze – mit teurer Granitpflasterung aus China: Herr Dzubilla, kennen Sie die aktuelle Rückbau-Planung ?
    6)
    Oder noch weniger als Nix bitteschön?
    Die Frau Dr. Schlossherrin hat mir schriftlich verboten – auf meinem eigenen Papier – die Idee eines Cafe-Pavillons auf der Schlossinsel zu zeichnen. Frau Dr. war dermaßen böse auf mich zu sprechen, dass sie auf dem von mir angedachten Bauplatz sofort einen Baum hat pflanzen lassen . . . . .
    HJL

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