Das City-Center Ahrensburg (CCA) ist selbst verantwortlich für die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern

Wenn irgendwo eine Open-Air-Veranstaltung stattfindet, dann sorgt der Veranstalter für einen Sicherheitsdienst, auch Security genannt. Das gleiche passiert bei Sportveranstaltungen und Volksfesten wie zum Beispiel beim Ahrensburger Stadtfest. Auch bei der Bahn gibt es eine solche Security. Und hier wie dort haben die Sicherheitsleute nichts mit Stadt oder Politik zu tun, was meint: Die Security wird weder von der Behörde bestellt noch mit Steuergeldern bezahlt.

aus: Hamburger Abendblatt

Und nun fragt das 3. Buch Abendblatt nach einem “Ordnungsdienst fürs CCA”. Und – wie wundersam! – Klingel-Domdey und Thiesen haben Politiker gefragt, die angeblich alle dafür sind.

He, was haben Politiker damit zu schaffen, wenn das CCA einen Ordnungsdienst für das Haus holt? Denn eines ist ja wohl klar: Die Kosten dafür tragen die Eigner vom CCA und nicht die Stadtkasse; und so habe ich Center-Manager Erich Lawrenz auch verstanden, der von den neuen Eignern einen Ordnungsdienst gefordert hat.

Klartext: Für das, was auf der Straße passiert und auch die Bürger belästigt, dafür sind Ordnungsamt und notfalls die Polizei zuständig. Was in dem Einkaufszentrum passiert, dafür ist das Ordnungsamt, also die Stadt Ahrensburg, nicht zuständig. Und wenn dort strafbare Handlungen passieren, dann ist hierfür ebenfalls die Polizei zuständig.

In Ahrensburg geht es nicht nur darum, dass nur im CCA etwas passiert, sondern auch auf den Straßen davor, in der Rampengasse und im Lehmannstieg, wo die Bürger belästigt werden. Dafür sind Ordnungsamt und notfalls die Polizei zuständig und nicht das CCA. Und das Ordnungsamt hat Überwachungskräfte, die man auch Politessen nennt. Warum das immer nur Frauen sein müssen, kann sicher die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Stormarn erklären. Sollten diese Kräfte im Schichtdienst nicht für Ordnung sorgen können, müssen sie eben die Polizei rufen. Und wenn sie nicht entsprechend geschult sind, dann muss dieses ganz schnell passieren. Und Pfefferspray kann im Ernstfall helfen, bevor die Polizei eintrifft.

Apropos: Das Ordnungsamt Frankfurt am Main heißt angeblich schon Stadtpolizei und ist mit einer Sig Sauer 226 bewaffnet, trägt einen Rettungs- und Mehrzweckstock sowie Handfessel und Pfefferspray. Und diese Stadtpolizei hat die gleichen Befugnisse wie die Landespolizei, laut dem Hessischen Sicherheits- und Ordnungsgesetz.

Fazit: Für die Sicherheit im CCA sind die Eigner zuständig, auf der Straße sollten die Überwachungskräfte der Stadt einschreiten. Und die Polizei kommt – hier wie dort – wenn sie gerufen wird.

Die Alternative: Die Rampengasse wird wieder zur Klaus-Groth-Straße, was meint, dass die Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage geschlossen und die Betonmauern entfernt werden, sodass die Straße wieder für den Verkehr freigegeben wird. Dann ist es auch finito mit der Open-Air-Bar von Penny. Denn solche Probleme entstehen hauptsächlich in Fußgängerzonen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. August 2017

5 Gedanken zu „Das City-Center Ahrensburg (CCA) ist selbst verantwortlich für die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern

  1. Karsten

    Wer weiß, vielleicht ist die Klaus-Groth-Straße, sprich Rampengasse, als Geschenk der Stadt zusammen mit Einfahrt und Ausfahrt an die Investoren vom CCA gegangen, sodass die auch verantwortlich sind für das Geschehen vor ihrer Haustür. Im übrigen haben viele Einkaufszentren eine Security herumlaufen, und auf dem Kiez von Sankt Pauli stehen die Herren zu zweit vor jedem besseren Laden. Warum nicht auch vor dem City-Center-Ahrensburg! Ich würde aus Sicherheitsgründen vor dem CCA eine Kamera installieren. Und dann sieht man, wer Alkohol an Kinder weitergibt, wer Flaschen und Unrat auf die Straße wirft und wer Randale macht. Wenn die Polizei dann beherzt durchgreift, werden die Stammgäste dort garantiert weniger werden. Vor dem Hauptbahnhof in Hamburg wird der Platz mit klassischer Musik beschallt. Das mögen die Typen gar nicht und verziehen sich. Und wenn es dunkel wird, dann könnte von oben Scheinwerferlicht auf die Bänke unten an der Rampe geworfen werden. 😉

    1. Ex-Sparkassenkunde

      Ja Karsten,

      tolle Idee. Danach fluten wir auch die angrenzenden Straßen (auf die ausgewichen wird) mit Kameras, Licht und Lärm, bis bald ganz Ahrensburg selbst aus dem Orbit 24/7 deutlich zu erkennen ist – besser überwacht als das NSA Hauptquartier aber überzogen von Ruhestörungsklagen unserer Nachbarn in Hamburg.

      Besserer Vorschlag: ist bald Wahl, dann zur Abwechslung mal nicht mehr die Parteien wählen die den kontinuierlichen Abbau von staatlichen Leistungen (dazu gehört die Polizei, die ja scheinbar nicht mehr in der Lage ist angemessen vor Ort Präsenz zu zeigen) der letzten Jahrzehnte betrieben haben. Vielleicht würde dann auch die Perspektive für die Jugend besser, dann würden die sich nicht mehr so häufig frustfrei saufen…

      1. Karsten

        Nie waren die Perspektiven für die Jugend besser als heute. Was in den Familien dieser Jugendlichen vorgeht, ist eine andere Sache.

        1. Ex-Sparkassenkunde

          Natürlilch, alles Sonnenschein, alle selber schuld.

          “In Deutschland ist der Arbeitsmarkt deutlich sicherer für Junge: Im Juni waren nach neuen Angaben des Statistischen Bundesamts rund 350.000 der 15- bis 24-Jährigen ohne Arbeit. Damit betrug die Jugenderwerbslosenquote 7,9 Prozent.”
          https://www.welt.de/wirtschaft/article108572011/In-Deutschland-hat-die-Jugend-noch-Perspektiven.html

          Fragen Sie die Menschen die sir kritisieren doch mal direkt nach deren Perspektive.

    2. H.J. Lange

      Hallo Karsten,

      in der Tat sind die öffentlichen Straßenflächen, auf denen die beiden Rampenanlagen errichtet worden sind, von der damaligen SPD-Bürgermeisterin U. Pepper den Investoren gratis überlassen worden, quasi verschenkt worden. Das ist mehrfach rechtswidrig. Außerdem hat dort Frau Pepper rechtswidrig Baugenehmigungen erteilt, bzw. den bis heute geltenden Bebauungsplan ignoriert. Nach dieser städtischen Satzung wäre die „Rampengasse“ bis heute eine funktionstüchtige Klaus-Groth-Straße – ohne Rampen. Das südliche Geschäftshaus (mit „Penny“) hätte nach Bebauungsplan mehrere Meter weiter südlich stehen sollen usw..
      Ergebnis: Bis heute zeigen sich schon damals vorhersehbare, städtebauliche Probleme:
      1. Das Sekurity-Problem und 2. das Verkehrsproblem, das in der Großen Straße entsteht, weil aus der östlichen Rampe unablässig Pkw in die Große Straße abfließen.
      Lese dazu den zutreffenden Kommentar von HA-Klingel-Domdey vom 21.08.2017 und meine Kommentare nach Dzubillas Artikel vom 21.08.2017.
      Auch der derzeitige SPD-Bürgermeister Sarach hat es also mit Rathaus-gemachten Problemen zu tun, die von seiner Vorgängerin persönlich zu verantworten sind – und von den damals abnickenden Stadtverordneten.

      Wer will meinen Vorschlag für grundsätzliche Korrekturen lesen ?
      HJL

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