ahrensburg24: Hier weiß man nicht, wo Redaktion aufhört und Werbung schon lange begonnen hat

Ich hatte mich schon immer gefragt, warum auf ahrensburg24 (Sponsor: Stadt Ahrensburg) so viele Berichte über das Bebauen des Erlenhofes veröffentlicht werden und dazu ungezählte Fotos erscheinen. Und nun ist es raus: Es ist bezahlte Werbung! Was meint: Redaktion & Reklame in einem Aufguss. Und in diesem Advertorial taucht sogar der Bürgermeister von Ahrensburg auf, hält also seinen Kopf für Reklame hin.

Werbung für den Erlenhof (aus: ahrensburg24)

Werbung für den Erlenhof (aus: ahrensburg24)

Dass der Leser von ahrensburg24 nie so recht weiß, wo Redaktion aufhört und bezahlte Werbung schon längst angefangen hat, habe ich in Vergangenheit breits mehrfach aufgezeigt. Das ist ziemlich übel, was Frau Veeh dort veranstaltet, um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. 

Aber zur Werbung für den Erlenhof: Wer bezahlt diese Veröffentlichungen eigentlich? Und warum…? Und hat Bürgermeister Michael Sarach seine Genehmigung erteilt, in einer redaktionell gestalteten Werbung als Zugpferd in Wort und Bild vorgeführt zu werden…?

Als städtischer Verwaltungsleiter ist Sarach überdies verantwortlich für die finanzielle Unterstützung des Reklame-Portals ahrensburg24 über die Stadtwerke Ahrensburg durch Werbung, die dort seit Beginn des Portals unaufhörlich und doppelt bis dreifach geschaltet wird. Was an das dubiose Geschäft des Geschäftsführers der Stadtwerke, Horst Kienel, erinnert, der in Vergangenheit städtische Gelder in ein Hamburger Magazin gesteckt hat, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu bekommen. Obwohl ich das auf Szene Ahrensburg ausführlich erläutert hatte, war das für die Stadtverordneten nie ein Thema gewesen. Inzwischen ist der Verlag in Konkurs gegangen, die städtischen Gelder können nicht mehr zurückgefordert werden. Macht ja nix, Ahrensburg hat schließlich Geld genug, denn dafür wurde ja unsere Grundsteuer erhöht. 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. September 2016

14 Gedanken zu „ahrensburg24: Hier weiß man nicht, wo Redaktion aufhört und Werbung schon lange begonnen hat

  1. Frieda B.

    Seit der Gründung von ahrensburg24 wird die Erlenhofbeauung dort über den grünen Klee gelobt. Vermutlich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der Gründung des Portals und der Vermarktung des Erlenhofgeländes. Dort wird sowohl im redaktionellen Teil als auch im Werbeteil Reklame für die Firmen gemacht, die dort einen Riesenkomplex nach dem anderen hochziehen. Die ursprünglich anvisierte Zahl von 1000 Neubürgern ist dort längst überschritten. Wenn Sie aber auf Szene-Ahrensburg kritisieren, dass dort der ursprüngliche Bebauungsplan nicht eingehalten wird, dann wird das von den Politikern und den Parteien mit Schweigen quittiert. Und im Markt oder in der Stormarnbeilage können Sie dann kurz hinterher lesen , dass am Erlenhof zukünftig 1000 Neubürger wohnen würden. Das ist glatt gelogen, weil dort, wie bereits erwähnt, viel mehr und weitaus dichter gebaut wird , als es von den Stadtverordneten im B-Plan beschlossen wurde.

  2. Observator

    Alle Stadtverordneten, die bei den Ahrensburger Stadtwerken im Aufsichtsrat sitzen, haben wissend die Köpfe in den Sand gesteckt. Ginge alles mit rechten Dingen zu, dürfte Kienel gar nicht mehr im Amt sein, denn er hat nachweisbar städtisches Geld veruntreut.

  3. Niaelz

    Bei den Planern für das “Erlenhof-Center” (das übrigens in den letzten 4 Jahren so gut wie nie offiziell und wenn dann nur nebenbei als “Supermarkt” erwähnt wurde) Wird offenbar aktuell von zukünftig 4500 Einwohnern im Erlenhof ausgegangen. (Siehe im PDF unter dem Link)

    http://www.ps-partnership.de/files/ps-Partnership/DOWNLOADS/Expose%20Apotheke%20im%20Erlenhof-Center%202015.pdf

    Woher in einer solchen “Kalkulation” wohl die Zahlen kommen… ?

  4. Fritz aus Ahrensburg

    Das wären also viermal so viele Einwohner für den Erlenhof im Vergleich zu dem , was die Stadtverordneten im B-Plan beschlossen hatten.

  5. Fritz aus Ahrensburg

    Hallo Observator,
    Sie haben dabei einen Punkt vergessen: Die Stadtverordneten haben noch vor wenigen Jahren beschlossen, dass auf dem Erlenhof keine Sozialwohnungen gebaut werden. Flüchtlinge werden in der Regel nicht die Mittel haben, um sich eine Eigentumswohnung für 4000 Euro pro Quadratmeter zu kaufen.

  6. Fritz aus Ahrensburg

    Mein Beitrag sollte dazu beitragen , dass auch die Personen, die Ihre Ironie nicht auf Anhieb verstehen, ihnen folgen können.

  7. Ehrlichmann

    Eigentlich müssten doch die ehrlichen und aufrichtigen Stadtverordneten kommen und kommentieren, dass man sie über den Tisch gezogen hat. Und sie müssten Aufklärung versprechen und stoppen, was noch zu stoppen ist. Eigentlich.

    Und was machen sie, die Damen und Herren, die sich sonst doch immer so wichtig nehmen? Sie tun so, als wüssten sie gar nicht, was dort auf dem Erlenhof passiert. Was geht sie das auch an, es ist schließlich Schnee von gestern. Und die Bürger wollten es doch so, denn sonst hätten sie damals nicht eine Hergelaufenen aus Schwerin zum BM gewählt, sondern einen sachkundigen Eingeborenen, der seinen Amtseid noch ernstgenommen hätte. Und Tobias Koch ist seitdem noch um ein paar Zentimeter gewachsen, der Klugscheißer.

  8. Rüdiger

    Warum erfahren wir Bürger nicht, wieviele Menschen bereits jetzt am Erlenhof wohnen? Wissen das womöglich nicht einmal die Stadtverordneten? Als die Kita am Erlenhof bereits im Vorjahr aus allen Nähten platzte, fielen die Stadtverordneten aus allen Wolken. Dabei ist das nur ein Hinweis darauf, dass die ursprünglich angedachte Zahl von ca. 1000 Neubürgern bereits damals überschritten war.
    Deshalb meine Aufforderung an die vielen Stadtverordneten, die diesen Blog regemäßig lesen: Klären Sie die Bürger bitte schnellstmöglich über diese Zahlen auf!

    1. Paulaner

      Hallo Rüdiger … geht zur Zeit nicht. Stadtverordnete, Bürgermeister und Bürgervorsteher haben Wichtigeres zu tun … auf dem Ahrensburger Oktoberfest.

  9. Britta S.

    Lesen Sie mal, was die Stormarnbeilage am Samstag zum Ahrensburger Oktoberfest fast ganzseitig berichtet. Dann sehen Sie, dass auch die Stormarnbeilage zunehmend redaktionell aufgemachte Werbung verkauft. Wenn Sie das lesen , erkennen Sie , dass auch bei der Stormarnbeilage immer mehr die Unterschiede zwischen Werbung und Berichterstattung verwischt werden. Dabei ist es völlig egal, ob für das Oktoberfest, die Erlenhofbebauung oder die Pläne für das neue Kino Werbung betrieben wird. Dabei werden die Ahrensburger Bürger gezielt desinformiert, indem die neuen Bauvorhaben in den schönsten Farben beschrieben und die Nachteile geschickt verschwiegen werden. Eine freie, unabhängige Presse, das haben wir in Ahrensburg leider nicht.

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