Ahrensburg: So werden öffentliche Gelder veruntreut

Am 18. 11. 2014 schrieb die Stormarn-Beilage: „Ex-Bauamtsleiterin übernimmt Stadtmarketing Ahrensburg“. Das ist jetzt fast zwei Jahre her. Und was ist bisher entstanden in Sachen Stadtmarketing Ahrensburg? Ich kann es Ihnen verraten: Kosten sind entstanden.

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Gibt man auf der Homepage der Stadt Ahrensburg den Namen „Andres, Angelika“ ein, bekommt man die Information: Es wurden leider keine Einträge für den Suchbegriff ‚Andres, Angelika‘ gefunden!“ Wenn man dann intensiver sucht, findet man die Rathaus-Mitarbeiterin unter „Tourismus“. Was bedeutet: Angelika Andres wird immer noch von der Stadt bezahlt. Wofür? Für Tourismus, klar.

Oder weiß jemand Genaueres? Falls ja: Warum gibt es darüber keine öffentliche Information, denn es ist doch eine öffentliche Angelegenheit, die mit öffentlichen Geldern bezahlt wird? Und warum schweigt die Presse darüber…?

Und die Stadtverordneten? Denen scheint das Thema so was von egal zu sein, dass keine Partei auf die Idee kommt, das Thema bei der Verwaltung zu hinterfragen. Auch auf der Stadtverordneten-Versammlung am kommenden Montag steht das „Stadtmarketing“ nicht zur Debatte auf der Tagesordnung. Oder berichtet der Bürgermeister vielleicht darüber unter TOP 6: „Berichte/Mitteilungen des Bürgermeisters“…?

Die Stadtverordneten wissen, wie hoch die Kosten für Angelika Andres insgesamt sind, also Gehalt, soziale Leistungen, Büro etc. Aber keine Sau steht auf und will im Interesse der Bürger wissen: Warum werden hier Steuergelder veruntreut?! Und dann beschweren Stadtverordnete sich darüber, dass wir Bürger keinen großen Anteil an deren Arbeit Tätigkeit nehmen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. September 2016

14 Gedanken zu „Ahrensburg: So werden öffentliche Gelder veruntreut

  1. Martens

    Erstaunlich ist auch, dass das Thema beim Stadtforum kein Thema ist. Oder hat Herr Westphal in einer Stadtverordnetenversammlung der letzten 12 Monate schon mal gefragt, wo das Stadtmarketing eigentlich bleibt? Oder reicht den Stadtforumsmitgliedern das Stadt-, Wein- und Oktoberfest als Marketing für guten Geschäftsumsatz in Ahrensburg…? Das alles erinnert mich an Kino und den Filmtitel: „Das Schweigen der Lämmer“. 😉

  2. Anarcho

    Lieber Dzubilla,
    Sie müssen doch inzwischen gelernt haben, dass sich hinter „Stadtmarketing“ etwas ganz anderes verbirgt. Was, wissen wir nicht. Aber auch das ist wurscht, denn die entscheidende Frage lautet: Für was wurde die von Frau Andres heute noch besetzte Bürofläche verplant, wenn sie erklärtermaßen das Rathaus verlassen hat ?
    Drei Möglichkeiten:
    1. Bauleitung für die Rathaussanierung ?
    2. Nebenstelle Kommunalaufsicht ?
    3. Organisationsbüro für: „Jeder Tag ein Tag offener Rathaustüren“ ?

  3. Harald Dzubilla Artikelautor

    Den Brüller des Tages liefert mal wieder unsere liebe Lilliveeh vom Reklameforum ahensburg24, gesponsert von der Stadt Ahrensburg über die Stadtwerke. Dort wurde nach meinem Blog-Eintrag der nachstehende Hinweis veröffentlicht. Das ist wirklich ulkig, denn genau das erklärt der Bürgermeister schon seit 2014:

    1. Der Spatz vom Rathausdach

      Da muss ich die Monika aber in Schutz nehmen, denn die hat doch nur veröffentlicht, was der Michael diktiert hat. Stadtmarketing? Nein, sondern statt Marketing.

    2. J. P. Kirchhoff

      Das ist nicht ulkig, Herr Dzubilla, das ist einfach nur unverschämt. Damit zeigt der Verwaltungschef mehr als deutlich: Mir kann keiner, ich kriege meine schöne Pension, auch wenn ich nicht einmal mehr Dienst nach Vorschrift mache.

  4. Frieda B.

    Die Stadtverordneten haben diese Stelle bewilligt. Sie hätten jederzeit die Möglichkeit, dem Bürgermeister auf die Füße zu treten und Ergebnisse abzufordern. Das Gleiche gilt für die Stelle für die Wirtschaftsförderung, die offensichtlich nur Pillepalle hervorbringt. Das Gleiche gilt für die Verschwendung der Gewinne der Stadtwerke für sinnlose Werbung .
    Sie tun es einfach nicht. Deshalb haben wir auch einen Terrakotta-Klotz, eine Rampengasse und demnächst einen weiteren Klotz am Lindenhof, der dann auch keine Lindenhof mehr sein wird, weil die Linden für den Klotz gefällt werden.

  5. Britta S.

    Hallo Herr Dzubilla,
    das ging diesesmal aber schnell, wahrscheinlich über den direkten Draht. Sonst dauert es meist ein paar Tage oder Wochen, bis in der Stormarnbeilage oder im Markt ein Artikel erscheint, in dem das, was auf szene-ahrensburg kritisiert wurde, als besonders positiv dargestellt wird. Dazu ein Beispiel: Der Verkauf von Beimoor-Süd an die WAS wurde auf szene-ahrensburg von vielen Kommentatoren heftig kritisiert. Einige Wochen später gab es in der Stormarnbeilage und im Markt Artikel, in denen die Behauptung aufgestellt wurde, dass der Verkauf an die WAS ein großer Erfolg für Ahrensburg wäre. So versuchen Verwaltung und die hiesige Presse immer wieder, die Leser zu manipulieren zugunsten der Verwaltung. Offenbar mit Erfolg, denn ohne die Unterstützung der Stormarnbeilage hätte der Bürgermeister wohl kaum die zweite Amtszeit erreicht.
    Viele Grüße
    Britta

  6. Observator

    Ahrensburg24 wird regelmäßig durch die Stadt finanziert. Und wie heißt es doch so schön: Wessen Brot ich ess‘, dessen Lied ich sing‘. 🙂

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Die Wahrheit ist: Sie MUSS freie Berater konsultieren, denn wer sonst soll das Konzept erstellen?! Und hätte sie das schon vor zwei Jahren gemacht, hätte dieses Konzept schon lange in die Tat umgesetzt werden können. Dass Frau Andres selber nicht in der Lage ist, ein tragbares Marketing-Konzept zu entwickeln, hat sie nach fast zwei Jahren immerhin bewiesen. Die Kosten dafür waren sehr viel höher als Fremdkosten für externe Firmen gewesen wären.

  7. Petra R.

    Hallo Herr Dzubilla!
    Ich weiß gar nicht, was Sie haben. Es gibt doch bereits Stadtmerketing auf der Homepage der Stadt: kostenlose Reklame für Frau Thuneke.

  8. Narrenhof

    Ich verstehe Sie nicht Herr Dzubilla,
    gehn Sie doch einfach ins Rathaus, als Pressemann oder einfacher Bürger, klopfen Sie dort brav an die Bürotür von Frau Andres, gehn Sie hinein, wünschen Sie brav einen guten Tag und bitten Frau Andres, Ihnen über ihre Arbeit Auskunft zu erteilen.
    Allerdings weiß ich nicht, ob Frau Andres während der üblichen Arbeitszeiten von Ihrem Chef eingesperrt wird, damit sie keine Dienstgeheimnisse ausplaudert. Denn Stadtmarketing hat ja nun wirklich überhaupt gar nix mit Öffentlichkeit zu tun.

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