Wessen Interessen vertreten CDU und Grüne eigentlich?

Jetzt bin ich aber verwirrt. Es geht mal wieder um den geplanten Neubau auf dem Lindenhof-Parkplatz. Hierzu habe ich in Erinnerung, dass der Käufer des Bauplatzes von der Stadt Ahrensburg einen Nachlass auf den Kaufpreis bekommen hat. Und für dieses Geld sollte der Investor Ersatzparkplätze an anderer Stelle schaffen, weil in der Tiefgarage nur Parkplätze entstehen für die Bewohner bzw. Kunden der Geschäfte, die dort entstehen.

aus; Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Dann kam die Meldung, dass zu den geplanten Parkplätzen in der Tiefgarage, die nicht ausreichend sind, 17 weitere entstehen sollen, die allerdings immer noch bei weitem nicht ausreichend sind. Und von den Ersatzparkplätzen für die Autofahrer, die heute auf dem Parkplatz ihr Fahrzeug abstellen, ist nirgendwo die Rede.

Die Stormarn-Beilage berichtet heute, dass für CDU und Grüne alles so okay ist, und der Grüne Hansen erklärt in der Stormarn-Beilage: „Wir sind grundsätzlich mit der Vorlage einverstanden, weil der Investor auf unsere Forderungen eingegangen ist.“

Soll das ein Witz sein, Herr Hansen? Wo sind denn die geforderten Ersatzparkplätze für den Lindenhof-Parkplatz? Klar, Sie als Radfahrer, der Sie schon mal in einer Ausschusssitzung erklärt haben, dass Sie ohnehin lieber im Internet einkaufen, benötigen keinen Parkplatz. Aber als Politiker, der Sie sind, frage ich Sie: Wessen Interessen vertreten die Grünen in Ahrensburg eigentlich – die von Bürgern oder die der auswärtigen Investoren…? Diese Frage richte ich auch an die CDU. Eine Antwort erwarte ich allerdings nicht, weil beide Fraktionen lieber schweigen werden als die Wahrheit zu sagen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Mai 2016

12 Gedanken zu „Wessen Interessen vertreten CDU und Grüne eigentlich?

  1. Klogschieter

    Wenn ich das alles so verfolge, frage ich mich und Sie: Warum kandidiert das Stadtforum eigentlich nicht für die Ahrensburger Stadtverordneten-Versammlung?

  2. Britta S.

    Der „Kompromissvorschlag“ mit der Verlegung der Fahrradstellflächen auf öffentlichen Grund und Boden – also zu Lasten der Allgemeinheit – wurde gemacht, damit die Grünen anbeißen. Und sie haben angebissen. Tatsächlich müsste der Investor auch die von ihm benötigten Fahrradstellplätze auf seinem eigenen Grund und Boden herstellen. Also, den Preis für die zusätzlichen Autoparkplätze zahlen wieder die Bürger von Ahrensburg. Aber so genau nehmen es die Grünen und die CDU ja nicht !
    Britta

  3. Ahrensbürgerin

    Hallo Herr Dzubilla,
    Es geht hier um zwei Probleme: Einmal die zu geringen Parkplätze für die späteren Bewohner und Nutzer des Lindenhofgebäudes. Nur für diesen Personenkreis gelten die 17 zusätzlichen Autostellplätze in der Tiefgarage des Gebäudes.
    Das zweite Probelm: Die bisherigen Parkplätze auf dem Lindenhofgelände fallen nach dem bisherigen Stand der Dinge ersatzlos weg. Die Stadtverordneten werden das Geld für die Ausgleichszahlung einfach für andere Dinge verwenden und die Bürger und die Geschäftsleute im Regen stehen lassen.

  4. Narrenhof

    Nein, sofern sie vor der nächsten Wahl plakatieren: „Wir haben es gut-gemacht“.
    Alles andere weiß der Wähler nicht, mangels Information durch die bis dahin Gewählten.

  5. Thomas H.

    „Wessen Interessen vertreten CDU und Grüne eigentlich“? Das war Ihre Ausgangsfrage. Die Antwort der Bürger, die zum Einkaufen in der Innenstadt auf ein Auto angewiesen sind, kann nur lauten: „Grüne und CDU vertreten die Interessen der Investoren, die damit Geld verdienen, dass den Bürgern auch noch die letzten in diesem Bereich bestehenden Parkplätze weggenommen werden.“ Schließlich wird für die Investoren umso mehr vermietbare Fläche geschaffen, je mehr Grundfläche – also bisher gebührenpflichtiger Parkplatz – mit dem neuen Gebäude zubetoniert wird.
    Beste Grüße
    Thomas H.

    P.S. Mit dem Bau des neuen Gebäudes fallen also auch die bisher gebührenpflichtige Parkplätze, und damit eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt Ahrensburg weg. Dieser Verlust an Einnahmen ging in keine der bisherigen Berechnungen ein. Dies zeigt nochmals, wie unhaltbar die Annahmen von CDU und Grüne sind , mit denen CDU und Grüne dieses Projekt jetzt endgültig durchpeitschen wollen.

  6. Observator

    Die Kommunalwahlen finden voraussichtlich im Frühjahr 2018 statt. Bis dahin werden die Bürger von Ahrensburg spitzgekriegt haben, was heute beschlossen und verkündet wird. Meine Prognose: Die Stadtverordnetenversammlung wird ab 2018 sehr viel anders aussehen als heute. Denn wenn man sich so umhört, haben viele Einwohner eine Wut im Bauch, die sie aber nicht rauslassen, weil sie meinen: Das bringt ja doch nichts!

    1. Anarcho

      . . . . . mit Wut im Bauch wählen die Wähler die AfD oder gar nicht, und die sowieso von den Altparteien ausgewählten Kandidaten sitzen trotzdem wieder auf ihrem Stuhl, weil es nur um die prozentuale Verteilung der weniger werdenden Stimmen geht.
      Im Zweifel werden in die Ausschüsse sog. bürgerliche Mitglieder geschickt, die nicht von den Bürgern ausgewählt worden sind.
      Oder die Altparteien plakatieren: „Wir haben es gut gemacht ! „.
      Der Observator hat Recht: Aus Sicht der Bürger bringt es tatsächlich nichts.

  7. Hans Wurst

    Wir leben in einer Kleinstadt, oder auch Mittelzentrum. Wer hier einkauft, erledigt dies gerne mit dem Auto sofern es etwas weiter als zum Bäcker um die nächste Ecke ist. Auch ich fahre gerne mit dem Fahrrad zum Einkaufen, aber voll bepackt bei Regen ziehe ich das Auto vor. Doch sofern ein Umstieg auf das Fahrrad in einer sich wandelnden und älter werdenden Gesellschaft voran getrieben werden soll, muss an den Bürger aktiv in allen Phasen aktiv einbinden. Am Freitag- und Samstagvormittag habe ich in der Stadt geschaut, welches Publikum in den Geschäften einkauft. Ahrensburg muss sich zunehmend auf ein älteres und weniger mobiles Käuferklientel einstellen. Dies hat in vielerlei Hinsicht städtebauliche Herausforderungen, neben dem Kaufverhalten. Fahrräder sind für jüngere und mobile Bürger willkommen, doch das ältere Publikum schätzt den Komfort. Und wie ich aus einigen Gesprächen weiß, möchte man grundsätzlich mobil bleiben, das Auto möglichst behalten, und bei Bedarf mit dem Bus die Kleinigkeiten in der Stadt erledigen. Doch aktuell fehlen die Parkplätze für die Einkäufer des Supermarkts und die Einnahmen für die Parkgebühren für die Stadt. Leider werden die Bauausschussmitglieder bzw. Stadtverordneten zu viel Papier zu lesen haben und damit eher auf die Vorsitzenden vertrauen: Lindenhof durchsinken

  8. Britta S.

    Da findet sich aber ein witziger Schreibfehler im Text von Hanswurst: „Lindenhof durchsinken“, statt – wie es eigentlich heißen sollte – „Lindenhof durchwinken“. Ja, da sinken sie vor den Investoren auf die Knie, die Damen und Herren Stadtverordneten von den Grünen und der CDU.
    Britta

    1. H.J. Lange

      Das alles zeigt, dass seit vielen vielen Jahren im Ahrensburger Rathaus kein Bauamtsleiter arbeitet, der fähig und kreativ ist, der Kritik und Bürgerideen aufnimmt, der pflichtgemäß, bzw. standhaft das quasi Richtige plant und vorschlägt und dass es zugleich auch keinen pflichtbewussten Juristen gibt, der letztlich die Beschlussvorlagen nachprüfbar für -rechtmäßig- bescheinigt.
      Die beiden letzten Verantwortung tragenden BürgermeisterInnen haben zu häufig die Stadtverordneten an entscheidender Stelle uninformiert gelassen.
      HJL

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