Ahrensburg: Guter Markt für Umzugsunternehmen

Die Stormarn-Beilage kommt uns heute mal wieder putzig: Riesen-Aufmacher mit der Schlagzeile „So verändert sich Ahrensburgs Gewerbegebiet.“ Was suggeriert uns das zusammen mit der grafischen Darstellung? Ich denke, der unbefangene Leser wird glauben: Es boomt mit der Neuansiedlung von Firmen in Ahrensburg, sodass die Stadtkasse bald überläuft durch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen. Aber denkste,

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Tatsache aber ist: Schreiber Christian Thiesen berichtet von Umzügen der Firmen aus Ahrensburg nach Ahrensburg! In dem gesamten Gewerbegebiet nennt er nur zwei Neuzugänge.

Und über das Areal, welches die Stadt Ahrensburg an die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft (WAS) verschleudert hat, weil die städtische Verwaltung zu dämlich unbegabt ist, das in eigener Regie zu vermarkten, schreibt die Stormarn-Beilage, dass Interessenten dort in langer Schlange stehen, aber man hat mit der „eigentlichen Vermarktung“ der Grundstücke noch gar nicht begonnen. Und das ist der aktuelle Stand rund zehn Monate nach Unterzeichnung des Kaufvertrages.

Und wenn ich das betriebswirtschaftlich richtig sehe: Investiert ein Unternehmen in neue Geschäftsräume, dann wirkt sich das zunächst mal steuermindernd für die Firma aus, die ja ihren Aufwand von den Erlösen abziehen kann. Ein Umzug ist also für die Stadt so gewinnbringend wie eine Beisetzung auf dem Friedhof am Rande der Stadt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Mai 2016

11 Gedanken zu „Ahrensburg: Guter Markt für Umzugsunternehmen

  1. Ahrensbürgerin

    Eine auswärtige Firma, die sich im Gewerbegebiet Beimoor für ein Grundstück interessiert, muss zuerst eine Nummer in Bad Oldesloe und nicht in Ahrensburg anrufen. Das kommt heraus, wenn man den Verkauf von ehemals stadteigenen Grundstücken an die WAS überträgt. Die großflächigen Plakatanzeigen am Ostring sind eine Blamage für den Ahrensburger Bürgermeister. Denn vom Bürgermeister eines Mittelzentrums wird erwartet, dass er so etwas selbst kann.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Den Bürgermeister von Ahrensburg müssen Sie bitte entschuldigen, der hat soooviel zu tun, und zwar mit seinen Schirmherrschaften für Frau Thuneke. Da kann er sich nicht auch noch um so banale städtische Angelegenheiten kümmern.

  2. Hans Wurst

    Der bestens informierte Schreiber, Christian Thiesen, vom HA hat in dem genannten Artikel aus der Stormarnbeilage gar nicht berichten können, was mit den Gewerbeflächen nach dem Stühlerücken passiert. Leerstand? Abriss von Gebäuden? Neubebauung? Vielleicht sogar Neuansiedelung? Und wer vermarktet diese Grundstücke?

  3. Rüdiger

    Die Werbestellflächen der WAS in Beimoor-Süd sind wirklich ein Lacher. Eine Firma, die in Ahrensburg ein Gewerbegrundstück kaufen möchte, muss in Bad Oldesloe anrufen. Vielleicht ist Ahrensburg ein Vorort von Bad Oldesloe? Könnte man doch glatt glauben, wenn man diese Werbung liest.

  4. Thomas H.

    Jetzt verstehe ich, warum Beimoor-Süd zum Freundschaftspreis an die WAS verkauft werden musste.: Die wissen, wie man Schilder aufstellt.
    Beste Grüße
    Thomas H.

  5. M.Schneider

    Super 20.000qm weitere Gewerbefläche neben Toom und Verhandlungen mit weiteren Mitern im Fachmarktzentrum…bin schon auf die Mieter gespannt.Dann braucht man ja gar nicht mehr in die Innenstadt, denn riesen Parkplätze wird es bestimmt geben. Nur etwas Schade, dass ich wärend des Wein oder Stadtfestes dann auf soviele leerstehende Ladenflächen blicken muss. Aber darann gewöhnt man sich,so wie der Leerstand vom Ex Fisch Schloh im CCA langsam zum Stadtbild gehört, wie der Muschelläufer

  6. Wolfgang Schrimpff

    Hallo Herr Dzubilla,
    dachten Sie bei Formulierung der Überschrift etwa an ein bestimmtes, derzeit in Ahrensburg domizilierendes Umzugsunternehen?

      1. Wolfgang Schrimpff

        Nein, dieses Unternehmen kommt wohl erst später ins Spiel. Ich denke an eine andere Firma, deren Anhänger gerne mal öffentlichen Parkraum für längere Zeit beanspruchen. Den Namen habe ich gerade nicht im Kopf.

        1. Harald Dzubilla Artikelautor

          Aber Herr Nachbar, so ein unsympathisches Unternehmen gibt es in ganz Ahrensburg nicht. Aber in Großhansdorf kenne ich eine Firma, auf die Ihre Beschreibung passen würde. Den Namen habe ich allerdings aus meinem Schädel total verdrängt…! 😉

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