Was sieht Monja Löwer (Grüne) positiv am Bürgermeister?

Heute veröffentlicht die Stormarn-Beilage eine Umfrage unter den Fraktionsvorsitzenden der Ahrensburger Stadtverordneten mit der Überschrift: „Das erwartet Ahrensburgs Politik vom Bürgermeister“. Und bei allen fünf Fraktionen kommt deutlich zum Ausdruck: Keine ist rundum zufrieden mit dem, was Bürgermeister Michael Sarach (SPD) bis heute geleistet hat für unser sein Geld.

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Aber es gibt auch etwas Spezielles zum Nachdenken. Es kommt von Monja Löwer, der Fraktionschefin der Grünen vom Bündnis90. Unter dem Hinweis, was der Bürgermeister „positiv“ geleistet hat, schreibt Monja Löwer: Positiv: Der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, zu Vereinen, Verbänden und Initiativen.“ Und die Grüne ergänzt allen Ernstes: „Und Michael Sarachs persönliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.“

Was bringt die grüne Monja damit zum Ausdruck? Sie sagt damit zum einen, was selbstverständlich sein sollte, und zum anderen, dass sie es als positiv empfindet, dass Sarach sich persönlich (!!!) auffällig häufig ins Bild der Presse gerückt hat und sich via die Stadtwerke sowohl beim Wiener Kontor („Rathaus Journal“ und „Ahrensburg Magazin“) als auch bei ahrensburg24 als Partner eingekauft hat. (Zwischenfrage: Was ist eigentlich mit dem Kontakt des Verwaltungschefs zu seinen Mitarbeitern im Rathaus?) Und genau das, was Monja Lower als einzige positive Leistungen des Bürgermeisters anführt, ist auch der Grund dafür, dass die Stadt Ahrensburg auf wirtschaftlichem Gebiet nicht vorankommt.

Die Aufgabe des Bürgermeisters ist es nicht vorrangig, im regelmäßigen Kontakt zu sein mit Bürgerinnen und Bürgern, zu Vereinen, Verbänden und Initiativen, die vielmehr den Kontakt von sich aus zum Bürgermeister suchen müssen, wenn sie den benötigen sollten, sondern der Leiter der städtischen Verwaltung hat genauso die Pflicht, im Kontakt zu sein, mit dem örtlichen Einzelhandel, den Handwerksbetrieben und den Wirtschaftsunternehmen in der Stadt. Und nicht zuletzt mit Firmen, die ein potentielles Interesse haben, sich in Ahrensburg anzusiedeln. Auch ein Kontakt mit Politikern wäre nicht von Nachteil, wie Monja Löwer unter „negativ“ anmerkt.

Fazit: Monja Löwer sieht es als einzig positive Leistungen des Bürgermeisters an, dass er als Frühstücksdirektor plaudert und als Fotomodell in den Medien in Erscheinung tritt. Oder habe ich die Grüne missverstanden…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. April 2016

5 Gedanken zu „Was sieht Monja Löwer (Grüne) positiv am Bürgermeister?

  1. H.J. Lange

    Aus Sicht der Wähler zu spät

    Frage: Warum werden erst heute und auf einer ganzen Zeitungsseite Kritik und Hoffnungen der Politik an den SPD-Bürgermeister vorgestellt ?

    Die lieben und sehr verehrten Wählerinnen und Wähler hätten sich diese Zeitungsseite vor der Bürgermeisterwahl in jedem Briefkasten gewünscht, nicht Monate danach.

    Die Leser der Zeitung können sich doch heute nur noch ärgern und ohnmächtig abwinkend wegdrehen.
    Allen anderen Bürgern bleibt die Meinung der Politik eh verborgen.

    Das „gut gemacht“ der den SPD-Bürgermeisterkandidaten stützenden SPD auf den letzten Wahlplakaten zeugt nicht von Wahrnehmungsschwierigkeiten, sondern von bewusst täuschender Wahltaktik.
    Der heutige Textbeitrag von Herrn SPD-Möller kann blutleerer nicht sein.
    Den muss die SPD-Generalsekretärin Barley gelesen haben, wenn sie im aktuellen „vorwärts“ schreiben lässt, sie setze „auf eine Gesamterzählung über die SPD, die das Handeln der Partei erklärt“.
    Offenbar will sie baden gehn.

  2. Thomas H.

    Die Ahrensburger Stadtverordneten haben ein massives Glaubwürdigkeitsproblem, und das erstreckt sich auf alle Gruppierungen. Die Damen und Herren denken, dass es reicht, gelegentlich der Stormarnbeilage gegenübr ein paar Sätze zu bestimmten Themen abzusondern, um ihrer politischen Verantwortung gerecht zu werden. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass diese Gruppierungen in einer Parallelwelt leben, fernab von den alltäglichen Nöten und Bedürfnissen der Büger. Was Frau Löwer sagt, ist von erschreckender Naivität.
    Beste Grüße
    Thomas H.

  3. Baumeister

    @ Thomas H.: Wozu ich ergänzen muss: Monika Löwer ist tatsächlich erschreckend naiv. (Weiß jemand, was die Dame überhaupt von Beruf ist?) Dass sie Stadtverordnete geworden ist (nicht direkt gewählt, sondern Platz 1 auf der Liste!), das sollte schon nachdenklich machen. Dass sie darüber hinaus auch noch Vorsitzende ihrer Fraktion ist, beweist, dass die Grünen besser nur Doppelkopf spielen und Grünkohl essen sollten. Aus der Ahrensburger Kommunalpolitik sollten sie sich zurückziehen, davon verstehen sie nichts, wie man auch aus ihrer letzten Zustimmung zum Lindenhof-Deal wieder mal gesehen hat. Und das mit den Radwegen in Ahrensburg kriegen wir auch anderswie hin.

  4. Britta S.

    Als ich gestern Morgen zum Markt ging, sah ich das Werbeplakat der Grünen mit der Einladung, die Ahrensburger Schlaglöcher mit Pferdemist aufzufüllen, direkt am Eingang zum Markt stehen. Als ich eine Stunde später vom Markt wegging, war das Plakat immer noch da.
    Offensichtlich besucht kein Ahrensburger Grüner den Ahrensburger Wochenmarkt, zumindest nicht gegen 9 Uhr in der Früh. Womöglich steht das Plakat immer noch da?!
    Britta

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