Wort zum Sonntag: Ein Heuchler, der Geschäfte mit Flüchtlingen machen will

Das Anzeigenblatt MARKT hat Propst Buhl unbezahlten Raum zur Verfügung gestellt, wo der Mitarbeiter der Evangelisch-Lutherischen Kirche von uns „Zivilcourage“ im Drama um die Flüchtlinge fordert. Er selber versteht unter der eigenen Zivilcourage offenbar ein Immobiliengeschäft, um mit der Not der Flüchtlinge die Kirchenkasse zu füllen.

(aus: MARKT)

(aus: MARKT)

Herr Buhl spricht das Flüchtlingsproblem an, erzählt, dass er selber ein „Kind von Flüchtlingen“ ist und schreibt: „Und jetzt die Flüchtlinge unserer Tage – die Kinder, die verzweifelten Männer und Frauen in ihren Schlauchbooten, die ausgemergelten Gestalten, wenn sie an Land kommen – eigentlch können wir diese Bilder kaum ertragen, ohne Tränen in den Augen.“ 

Die Tränen in den Augen des Herrn Bühl sind  Krokodilstränen. Und er fabuliert  weiter: „Im Matthäus-Evangelium (25,31-46) heißt es: ‚Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben, ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegegeben, ich war fremd, und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.“ Und Hans-Jürgen Buhl erklärt: „Diese Aussage Jesu stellt eine deutliche Aufforderung dar, sich der ‚Geringsten der Geschwister‘ anzunehmen.“

Und wie nimmt sich Propst Buhl der Geringsten der Geschwister an? Stellt er das seit einer Ewigkeit stehende Gemeindehaus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ahrensburg nun endlich den Flüchtlingen zur Verfügung und versorgt sie dort mit dem Nötigsten? Nein, dieser Hohepriester, der  Worte des Heuchelns im Munde führt, predigt Wasser und trinkt selber Wein: Lieber verkauft er das lange Zeit leerstehende Haus, als dass er es Flüchtlingen als Herberge zur Verfügung stellt. So verdient die Kirche bares Geld mit den Flüchtlingen, die von der Stadt dort untergebracht werden, wenn es zu dem Immobiliengeschäft kommen sollte.

Kurzum: Solidarität bedeutet für Propst Buhl: Soll doch der Staat sich um die Notleidenden kümmern, was hat die Kirche denn mit solchen Menschen zu tun?!

Soweit die „Zivilcourage“, die Herr Buhl beschwört. Und dann folgt der nächste Schritt: Mit List und Tücke wollen Buhl & Co. die Gemeindemitglieder aus der Sankt Johannes Kirche rauswerfen, um auch das Gotteshaus verscherbeln zu können. Dabei vergessen Sie nur eines, Beelze-Buhl, und zwar das Wort, das mich seit meiner Kindheit an begleitet und also lautend: Der liebe Gott sieht alles.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. August 2015

3 Gedanken zu „Wort zum Sonntag: Ein Heuchler, der Geschäfte mit Flüchtlingen machen will

  1. Sabine Heinrich

    “ Der liebe Gott wird ihn schon strafen, wenn er ihn erst hat!“, hätte meine liebe Mutter in diesem Falle gesagt. Diese klare Aussage war für mich schon als Kind immer ein Trost, wenn es um auf Erden ungestraft agierende Gauner aller Art ging.

    1. K. Th.

      Nehmen wir mal an der liebe Gott sieht wirklich alles: Und ? Das ist auch eine wunderbare Formulierung, um in Demut zu fallen und nichts zu tun.
      Und seit wann haben Kirche und Gott etwas miteinander zu tun.?
      Gott sitzt VOR der Kirche auf der Bank – in der Sonne. Drinnen ist es ihm viel zu kalt.
      Ich habe nirgends so viele Schweinereien erlebt wie unter der Tarmkappe der Kirche.

      1. HJLange

        Sehr geehrter Herr Propst Buhl,
        meinen Sie wirklich ernsthaft / Ihr Zitat: „Noch viel mehr als bisher ist unsere Zivilcourage gefragt.“ ?
        Welche Zivilcourage meinen Sie ?
        Sie schreiben ja, dass Sie die Zivilcourage in den / ihr Zitat: „Briefen von Leserinnen und Lesern“ nicht meinen, die Ihnen Briefe und Dienstaufsichtsbeschwerden schicken.
        Fürchten Sie sich vor der Zivilcourage der Christen und Christinnen, die protestantisch unerschrocken gegen die auch von Ihnen persönlich geleiteten Kirchenadministration anrennen und lediglich Mitsprache in der seit nun schon neun Monaten undemokratisch = unchristlich geleiteten Ahrensburger Kirche fordern – von Ihnen eingefädelt und geduldet ?
        Diese einfordernden Menschen sind „hungrig“ auf Demokratie – aber Sie haben Ihnen das „Essen“ weggenommen.
        Sie waren „obdachlos“ – nachdem Sie Ihnen feierlich die Kirchentür St. Johannes zugeschlossen haben.
        Gibt es für Sie eine gute und eine schlechte „Zivilcourage“ ?
        Je nach dem wem sie nützt ?
        Meine Erfahrung sagt leider JA.
        HJL

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