Wirtschaftsförderung Ahrensburg: Unterstützung von Firmen aus dem Umland. Und was macht Bürgermeister Tutnix…?

Thema: Tourismus Ahrensburg

Thema: Tourismus Ahrensburg

Können Sie sich vorstellen, liebe Mitbürger, dass Ahrensburger Geschäfte in ihren Schaufenstern mit Plakaten auf das Alstertal-Einkaufszentrum hinweisen? Oder auf das Einkaufszentrum in Rahlstedt? Oder können Sie sich vorstellen, dass die Wirtschaftsförderin einer Stadt für ihre Arbeit nicht eine Agentur aus ihrer eigenen Stadt beauftragt, sondern zu einer Agentur in einer Nachbarstadt geht, um diese zu fördern…? Oder können Sie sich vorstellen, dass Sie auf die Homepage einer Stadt gehen, dort auf „Tourismus“ klicken und … auf eine Baustelle hingewiesen werden…?

Bildschirmfoto 2015-06-22 um 14.41.08Wenn Sie sich den Streifen am rechten Rand anschauen, dann finden Sie dort Firmen, die ihre Dienste anbieten. Nein, es sind keine Ahrensburger Firmen. Weil es aber in Ahrensburg keine Agenturen für Werbung und Marketing und Onlinekommunikation gibt, genauso wie auch keine Autovermietungen, da weist die Stadt auf ihrer Online-Seite ausdrücklich auf Firmen in anderen Städten hin, um diese zu fördern.

Ob das alles unter „Wirtschaftsförderung“ läuft oder unter „Stadtmarketing“ passiert, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass es unter „Dummheit“ zu betrachten ist.

Was in meinen Augen aber besonders schlimm ist: Obwohl ich auf diesen Unfug schon mehrfach hingewiesen habe, ändert der zur Zeit noch amtierende Bürgermeister nichts daran. Entweder weiß er gar nichts darüber, oder er hat null Bock darauf, den Blödsinn abzustellen. Ja, liebe Mitbürger, wäre Ahrensburg ein kleines gallisches Dorf, unser Bürgermeister würde den Namen Tutnix tragen.

Bildschirmfoto 2015-06-22 um 14.09.29

Heute Abend wird in der Stadtverordneten-Versammlung wieder über das städtische Marketing gesprochen und abgestimmt. Wenn Sie meine unmaßgebliche Meinung hören wollen, verehrte Stadtverordnete: Verschieben Sie das Thema bis nach der kommenden Bürgermeister-Wahl und setzen Sie es erst wieder auf die Tagesordnung, wenn ein neuer Bürgermeister ins Rathaus kommt.

Frage: Kann man mit der Bürgermeister-Wahl die Bürger nicht gleich mit abstimmen lassen, ob wir die drei Damen für Marketing, Wirtschaftsförderung und Gleichstellung wirklich im Rathaus benötigen? Warum auch „Gleichstellung“? Nun, Gleichstellung bedeutet für mich, dass nicht beide Wirtschaftsressorts im Rathaus in den Händen von Frauen liegen sollten. Wo bleibt da der Quotenmann?! 😉 Dass diese Frauen auch nicht das nötige Fachwissen – von Arbeitsergebnissen mal ganz abgesehen – mitbringen, ist zwar ein anderes Thema, sei aber in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich erwähnt.

Gibt es sonst noch Fragen hierzu…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juni 2015

6 Gedanken zu „Wirtschaftsförderung Ahrensburg: Unterstützung von Firmen aus dem Umland. Und was macht Bürgermeister Tutnix…?

  1. Sabine Heinrich

    Sie haben mehrfach auf diesen Unfug hingewiesen. Stimmt. Dass „Szene Ahrensburg“ im Rathaus emsig gelesen wird, ist Fakt. Und sicher gehört auch Herr Sarach zu den Lesern – falls nicht, kann er ja hier dementieren! 😉
    Wäre sonst diese von Fehlern strotzende Tagesordnung von vor ca. 6 Wochen auf der Homepage der Stadt je korrigiert worden, wenn Sie nicht darauf aufmerksam gemacht hätten?
    Schon diese gewaltige 😉 Aufgabe war seinerzeit nur schwer zu bewältigen.
    Vielleicht bieten sich für die von Ihnen erwähnten Personen bald andere Aufgabenbereiche außerhalb Ahrensburgs an.
    Es ist auch heute noch hin und wieder Usus, dass manche Arbeitnehmer – vor allem, wenn sie über die jeweils „korrekte“ Parteizugehörigkeit verfügen, bei offensichtlichem Unvermögen „nach oben“ versetzt bzw. berufen werden.
    Aktuelles Beispiel: Kristin Alheit, SPD-Ministerin für Wissenschaft, Soziales und noch mehr, die als Bürgermeisterin in Pinneberg ein Chaos hinterlassen haben soll ( Da kann man googlen, soviel man will – es ist nichts anderes zu finden) und dann nach vier Jahren ins Kieler Ministerium berufen wurde, wo sie auch keine gute Figur macht – und im Zusammenhang mit diesen Dithmarscher Erziehungsheimen sogar eine ganz schlechte.
    Schade – und katastrophal für die Stadt, dass offensichtlich seit der Amtsübernahme durch Frau Pepper nur die Parteizugehörigkeit hoch besoldeter Mitarbeiter eine Rolle zu spielen scheint, nicht aber deren Fähigkeiten! Die Stadt und ihre Menschen scheinen nicht so sehr zu interessieren – es sei denn, sie sind sehr wohlhabend und haben gute Beziehungen, die aber nicht unbedingt den Bürgern nützen.
    Da durch Ihre, Herr Dzubilla, ständigen Informationen darüber, wie in Ahrenburg seit Jahren Geld aus dem Fenster hinausgeworfen und auch in seltsame Bahnen gelenkt wird (Es dürfte sich inzwischen um einen 2stelligen Millionenbetrag handeln, oder ist es „nur“ ein hoher einstelliger?), dürfte es nicht geschehen, dass die Kostenerhöhung für den Neubau der Reesenbüttelschule in Höhe von 300.000€ zu einem Problem hochstilisiert wird.
    Andererseits – wenn ich da an das Gezerre um die paar Tausend € für das Schulschiff „Jonathan“ denke…
    Wenn ich im Lande bin, werde ich mir die entsprechende Sitzung, in der das Thema zur Sprache kommt, im Rathaus (oder PRH?) anhören – und hoffentlich auch viele Eltern!
    (Ich kann jetzt nicht Termin und Ort googlen – dann ist mein Kommentar hier futsch 🙁 .

  2. Peter Holzer

    Sie sind nicht der erste Dichter, Herr Dzubilla, der über Ahrensburg dichtet. Schon Heinrich Heine hat es so (oder ähnlich) beschrieben:

    Denk‘ ich an Ahrensburg in der Nacht,
    Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen.
    Und meine heißen Tränen fließen.

  3. Thomas H.

    Wer wissen will, wie Wirtschaftsförderung in Hamburg funktioniert, konnte dies im Abendblatt vom vergangenen Wochenende nachlesen.
    Überschrift: “ 2700 neue Firmen nach Hamburg geholt. Die Wirtschaftsförderer der Stadt ziehen im Abendblatt eine Bilanz ihrer 30-jährigen Arbeit. Mehr als 21 000 Arbeitsplätze konnten geschaffen werden“.
    Interessierte Firmen werden bei der Neuansiedlung unterstützt, darüber hinaus werden auch bestehende Firmen beraten : „Allein 2014 kamen 379 internationale Firmen nach Hamburg, von denen 50 chinesische und russische Unternehmen die Hilfe der Wirtschaftsförderer benötigten.“
    Kennen Sie eine Firma, die von der Wirtschaftsförderin oder vom amtierenden Bürgermeister in den vergangenen Jahren nach Ahrensburg geholt wurde? Ich jedenfalls nicht! Mir sind nur Firmen bekannt, die Ahrensburg verlassen haben.
    Gruß
    Thomas H.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Wenn ich den Bürgermeister richtig verstanden habe, dann können er und seine Wirtschaftsförderin gar keine Firmen nach Ahrensburg holen, weil die Stadt diesen Firmen gar keine freien Grundstücke anbieten kann. Oder sollte ich mich da verhört haben…?

  4. Thomas H.

    Die Stadt hat ihre Gewerbeflächen zu einem Spottpreis an die WAS verkauft, weil anscheinend niemand im Rathaus in der Lage ist, Firmen zu finden, die sich darauf ansiedeln. Wenn man die eigenen Gewerbeflächen erst einmal an Zwischenverkäufer verscherbelt hat , kann man sie auch nicht mehr selbst anbieten!
    Thomas H.

  5. Britta S.

    Wenn der Bürgermeister interessierten Firmen erklärt, er habe keine Gewerbeflächen anzubieten, dann kommt dies einer Bankrotterklärung gleich. Schließlich gehört es zu seinen Aufgaben, geeignete Flächen zu beschaffen und herzustellen. Und dazu hätte er fünf Jahre lang Zeit gehabt.
    Britta S.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.