Fragen an den zur Zeit noch amtierenden Bürgermeister

Nach Jahren (gefühlt) der Verhandlung zwischen Bürgermeister und E.on hat die Stadt Ahrensburg das badlantic wieder in Alleinregie übernommen. Seitdem (Februar 2015) herrscht Funkstille zwischen Rathaus und Bürgern. Und? Wie geht es weiter mit dem badlantic? Haben die Bürger, die zahlenden, kein Recht darauf zu erfahren, wie der Stand heute ist? Oder ist das kein Thema vor der Bürgermeisterwahl, Herr Sarach…?

Wenn Blicke reden könnten: Vorgängerin Pepper (SPD) vereidigt Nachfolger Sarach (SPD)

Beredte Blicke: Vorgängerin Pepper (SPD) vereidigt Nachfolger Sarach (SPD)

Seit Jahrzehnten (gefühlt) sind rund 80 Garagenplätze unter dem Rathausplatz für Autos gesperrt, obwohl der Eigentümer von der Stadt die Zufahrt auf öffentlicher Straße (Rampengasse) geschenkt bekommen hat. Die Tiefgarage gehört einem Hamburger, der offenbar ein Sturkopf ist. Nach öffentlichen Protesten hat der Bürgermeister schon vor Monaten erklärt, dass er dafür sorgen will, dass die Parkplätze endlich wieder belegbar sind. Und…?

Vor Jahrhunderten (gefühlt) hat der Bürgermeister die Bürger aufgefordert, Gestaltungsvorschläge für den Rathausplatz zu machen und dafür auch viel Arbeit und Zeit der Verwaltung aufgebracht. Und der Rathausplatz sieht heute noch genauso aus wie vor der Aktion. Warum dann der ganze Aufwand? Ein Beschäftigungsprogramm des Bürgermeisters…?

Der Bürgermeister hat die Leiterin des Bauamtes zur Leiterin des Stadt-Marketings gemacht. Auf diesem Posten sitzt sie seit über einem halben Jahr. Für was haben wir Ihre hoch dotierte (!) Mitarbeiterin im Laufe der vergangenen sechs Monate bezahlt, Herr Bürgermeister…?

Die Kaufleute der Stadt fordern gemeinsam mit den Bürgern und Besuchern, dass das Parkplatzproblem in Ahrensburg gelöst ist. Ein diesbezüglicher Antrag des Bürgermeisters an die Stadtverordneten ist mir nicht bekannt. 

Die Stadtwerke haben der Stadt Tausende Euro entzogen, die der städtische Bedienstete Horst Kienel an die Hamburger Firma Wiener Kontor bezahlt hat, ohne dass dafür eine zugesagte Gegenleistung erfolgt ist. Warum stoppt der Bürgermeister diese Veruntreuung von städtischen Geldern nicht…?

IMG_4493In seinem Wahlkampf vor sechs Jahren hatte der zur Zeit noch amtierende Bürgermeister allen Ahrensburgern versprochen, er werde die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern verbessern. Von einer sogenannten „Rathaus-Postille“ sprach er damals. Und was ist seither passiert…?

Der Blogger Dzubilla hat den Bürgermeister auf Szene Ahrensburg wiederholt scharf angegriffen und Fragen gestellt. Geantwortet hat der Bürgermeister nicht. Warum nicht? Hält er Social Community für überflüssig? Oder – hat er vielleicht etwas zu verbergen…?

Liebe Leser von Szene Ahrensburg – wenn Sie sich meinen Fragen anschließen möchten, dann verbreiten Sie diesen Beitrag per E-Mail weiter in der ganzen Stadt Ahrensburg und bitten die Empfänger, das ebenfalls zu tun. Vielleicht wacht der Herr Bürgermeister dann endlich auf aus seinem Beamtenschlaf. Oder möchten Sie, dass unser Rathaus auch weiterhin zu seinem Altersruhesitz wird…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Juni 2015

12 Gedanken zu „Fragen an den zur Zeit noch amtierenden Bürgermeister

  1. HJLange

    Hallo Herr Dzubilla,
    ein Nichtahrensburger bestätigt:
    a)
    Ihre damalige Bürgermeisterin U. Pepper (SPD) hat in der „Rampengasse“ öffentliche Straßenfläche nachweislich ohne Gegenleistung einem privaten Investor überlassen (mind. Untreue gem. § 266 StGB).
    Ihr derzeitiger Bürgermeister M. Sarach (SPD) hat das diesbezüglich nachfragende Innenministerium nachweislich zweimal schriftlich belogen.
    b)
    Ihr derzeitiger Bürgermeister M. Sarach (SPD) hat damals auch von mir eine umfangreiche Mappe mit einem detaillierten Umgestaltungsvorschlag für Ihren Rathausplatz dankend entgegen genommen.
    HJL

    1. Sabine Heinrich

      Als Außenstehende habe ich seinerzeit mitbekommen, wie viele Bürger kreative und durchaus realisierbare Vorschläge für die Umgestaltung des Rathausplatzes gemacht haben. Nichts ist verwirklicht worden; es gehört schon eine Menge Arroganz dazu, erst den Bürgern die Zeit zu stehlen und sie dann für ihre Mühen mit Missachtung zu „belohnen“. Und da soll sich noch jemand für die Stadt engagieren?
      In Ahrensburg – so mein Eindruck – sind die Bürger nur als Steuerzahler und Konsumenten willkommen.
      Ob sich die Vorschläge für die Umgestaltung des Rathausplatzes noch ganz weit unten hinten in einer (Bürgermeister-) Schublade finden, oder ob sie wohl schon längst ihren Weg durch den Reißwolf angetreten haben?

  2. fritz lucke

    Hallo Herr Dzubilla, jetzt warte ich mit Spannung darauf, ob eine unserer „Ahrensburger Parteien“ den Wahlkampf des noch amtierenden Bürgermeisters unterstützt.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr Lucke – wie Sie an den Kommentaren der SPD auf Szene Ahrensburg erkennen, unterstützen nicht mal seine eigenen Genossen den Genossen, nachdem sie ihn über fünf Jahre genossen haben. Das Parteibuch der Ahrensburger SPD stammt von Ludwig Ganghofer, betitelt: „Das Schweigen im Walde“. Nicht mal der ehrenwerte Herr Proske äußert sich mehr.

  3. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    wie andere gute Politiker ist Herr Sarach ein Blender und kein regsamer Verwaltungs-Beamter.
    Da bleiben Antworten aus, die im Ergebnis eine Unwahrheit gewesen wären. In einem Einzelgespräch soll Herr Sarach unerzogen laut geworden sein, als er in die Enge gedrängt wurde.
    Sicherlich wissen Ahrensburger noch mehr zu berichten. Es ist wohl besser, keinen Karriere-Beamten sondern einen Ahrensburger als Bürgermeister zu haben.
    Mit wählerischen Grüßen
    Wolfgang König

    1. Observator

      Wieso ist Sarach denn ein „Karriere-Beamter“? Der hat doch als Beamter nirgendwo Karriere gemacht. Darum ist er ja auch in unsere Schlossstadt gekommen und hat das Märchen erzählt vom Bürgermeister, der selbstredend mit seiner Familie nach Ahrensburg ziehen wird. Hätte der Mann von Anfang an gestanden, dass er als Gastarbeiter aus Schwerin von Frau und Kindern getrennt leben wird, er hätte weniger Stimmen bekommen als Detektiv Schädel, darauf wette ich!

      1. Sabine Heinrich

        Moment – jetzt ganz ohne Ironie – ich denke, er wollte noch in diesem Jahr und noch vor der BM – Wahl nach Abg. umziehen? Mit Familie. Habe ich da etwas in den falschen Hals bekommen, oder spielt mir mein Gedächtnis einen Streich?

  4. Tobias

    Auch bei den Ahrensburgern scheint Flaute zu sein. Schade bei so einem brisanten Thema. Nur die üblichen Verdächtigen, davon die Hälfte nicht aus Ahrensburg, also gar nicht betroffen. Um die Resonanz zu erkennen, wäre doch eine Bestätigung der Weiterleitung an Freunde und Bekannte nicht schlecht.

    Ich bestätige!

  5. Sabine Heinrich

    Nun komme ich auf meine persönliche „Kaiserliche Werft“ zurück – die DLRG, bei der ich kein Mitglied bin, wo ich auch keine Verwandten oder Freunde habe, deren ehrenamtlichen, uneigennützigen Einsatz ich aber sehr, sehr schätze, da sie unter anderem unermüdlich und ohne großes Getöse u.A. Rettungsschwimmer ausbildet, selbst Rettungsschwimmer für Wachen an Stränden und in Bädern stellt, die gerade im letzten Jahr sehr stark gefordert waren; Schwimmunterricht gibt und unterstützt, Wettkämpfe organisiert, Sportabzeichenprüfungen abnimmt – wahrscheinlich habe ich noch einiges vergessen. Unterstützung durch Herrn Sarach auf der Suche nach einer neuen, badlantic – nahen Bleibe nach Auskunft eines Mitglieds = 0. Allerdings scheint nicht nur ihm die Ahrensburger DLRG egal zu sein…
    Als die DLRG vor Jahren ihre Bleibe räumen musste, war immer nur von zu hohen Kosten die Rede, die ein Container auf dem badlantic – Gelände verursachen würde. Und das, obwohl seit Jahren in Ahrensburg an anderen Stellen das Geld zum Fenster rausgeworfen wird!
    Ob wohl der Einsatz von Herrn Sarach (und anderen Politikern) so „hoch“ gewesen wäre, wenn aufgrund ihrer Klientel einflussreiche Vereine (Schützenverein, THC z.B.) in eine derartige Raumnot geraten wären? Leider hat die DLRG in Ahrensburg keine Lobby 🙁 .
    Auch hier sehe ich wieder Missachtung von bürgerlichem Engagement, das in Ahrensburg noch zu wenig Wertschätzung erfährt.
    Ich hoffe, dass sich auch in dieser Hinsicht unter dem neuen Bürgermeister so einiges ändert!

  6. Thomas H.

    Im heutigen MARKT zeigt der Bürgermeisterkandidat der CDU, Herr Conring, anhand zahlreicher Beispiele auf, wo in Ahrensburg überall Stillstand herrscht. Es ist gut, dass Herr Conring das Tempo anzieht und der Wahlkampf endlich in Gang kommt. Die in diesem Artikel aufgeführte Liste von Stillstand, Verzögerungen und unnötigen Ausgaben ist noch lange nicht komplett. Ärgerlich ist z.B. auch, dass der neue Flächnennutzungsplan von einer Fremdfirma hergestellt wurde, obwohl im Bauamt zahlreiche hoch dotierte Mitarbeiter sitzen, die zur Erledigung dieser Aufgabe befähigt sein müssten.
    Thomas H.

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