Gleichstellung von Mann und Frau in Ahrensburg

Der internationale Weltfrauentag soll an die Gleichberechtigung aller Frauen in der Welt aufmerksam machen. Dieser Tag steht am 8. März 2015 auf dem Kalender, und zwar weltweit. Nicht aber in Ahrensburg: Hier beginnt der Weltfrauentag schon einen Tag früher, und zwar im Peter-Rantzau-Haus.

(Bild: HDZ)

(Bauchtänzerin, Bild: HDZ)

Und wie machen Ahrensburger Frauen am Vorabend zum internationalen Weltfrauentag auf die Gleichberechtigung der Frauen aufmerksam? Antwort: mit Bauchtanz, jawohl! Hierzu berichtet uns die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt, dass die Tänzerin Yasmina, die „eine der aktivsten Bauchtänzerinnen in ganz Norddeutschland“ ist, die Hüften schwingen lassen wird. Und die Ahrensburger Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Fricke, die diese Show mitorganisiert hat, jubelt: „Ihr Stil ist temperamentvoll, ästhetisch, professionell und orientalisch“.

In diesem Zusammenhang: Am 19. November ist Internationaler Männertag, der u. a. dazu dienen soll, Benachteiligungen von Männern und Jungen aufzuzeigen und ihren Einsatz für die Gemeinde, Familie, Ehe und Kinderbetreuung zu würdigen.

Im vergangenen Jahr habe ich nicht gehört, dass die Gleichstellungsbeauftragte Fricke einen Abend für Männer am Weltmännertag organisiert hat. Und weil sie deswegen ein schlechtes Gewissen hat, erfolgt nun der Bauchtanz zum Frauentag, damit auch Männer sich daran erfreuen können, wenn Yasmina ihren Nabel tanzen lässt…?

Übrigens: Ob der Ahrensburger Gleichstellungsbeauftragten wohl bekannt ist, dass es auch männliche Bauchtänzer gibt?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Februar 2015

15 Gedanken zu „Gleichstellung von Mann und Frau in Ahrensburg

  1. Ketzer

    Da gab es wohl ein Abstimmungsproblem, die Räumlichkeit betreffend – denn seit Monaten steht fest, dass am 8.3. im PRH von 11-13 Uhr eine Skiffle-Band spielt.
    Frage: Hätte man deren Musik nicht prima in die Veranstaltung am Frauentag integrieren können?
    Das wäre doch genial gewesen! Oder geht das etwa nicht, weil Männer musizieren?
    Stattdessen wird eine Bauchtänzerin engagiert…Na, da werden sicher eine Reihe Männer nur deswegen kommen (Dürfen sie das überhaupt?) – die Blicke, mit denen sie die Bewegungen von Bauchtänzerinnen verfolgen, habe ich bei Veranstaltungen beobachten können – sie sind meist alles andere als lediglich freundlich…

  2. Hermann Jochen Lange

    Mann oder man kann das Problem „Frau Fricke“ anpacken wie die „Rampengasse“ oder die „Alte Klinik“: Freundlich, ironisch, aggressiv oder detailliert die Gesetzesverstöße nachweisend:
    Ohne „Bombe“ rührt sich da wohl gar nix.
    „Ahrensburger Rathaussystem“ bleibt „Ahrensburger Rathaussystem“.
    Unfreiwillig von den Bürgern und Bürgerinnen bezahlt.
    Ohnmächtig von den Bürgerinnen und Bürgern hingenommen.
    Aber wenigstens Bauchtanz.
    HJL

      1. Sabine Heinrich

        Aber dann bitte auch von Männern! Frau möchte auch was für’s Auge haben! Schließlich geht es um Gleichberechtigung!

  3. J. P. Kirchhoff

    Arbeitet Frau Fricke eigentlich ehrenamtlich? Oder bekommt sie womöglich von der Stadt ein Gehalt für ihre Tätigkeit?

    1. ketzer

      Die Frage war jetzt ironisch gemeint? Oder doch nicht?
      Ich frage nur deshalb, weil hier schon ein paarmal die Tatsache festgestellt wurde,dass Frau Fricke einen beamtenmäßigen, sicheren Arbeitsplatz hat – bis zu ihrer Pensionierung – selbst, wenn demnächst eine andere Regierung in unserer Stadt antritt.
      (In kleineren Gemeinden, die aber auch mehre Tausend Einwohner haben können, wird diese Aufgabe ehrenamtlich – gegen eine kleine Aufwandsentschädigung – wahrgenommen.)
      Nun, evtl. findet sich im Rathaus dann trotz mangelnder Qualifikation eine andere Aufgabe für sie – kann ja gern eine Gehaltsstufe höher sein. Wenn ich über dieses Thema zumindest noch böse grinsen könnte, würde ich es jetzt tun!
      Ich kann über diese Gleichstellungsbeauftragte, die uns Männer gänzlich ignoriert, nur den Kopf schütteln!!!
      Wenn sie wirklich nachhaltig etwas für die Frauen erreichen will, die auch bei uns noch in einigen Bereichen benachteiligt sind, müsste sie uns zumindest manchmal mit ins Boot holen – bei Diskussionen, Veranstaltungen aller Art usw.
      Ketzerisch frage ich: Frau Fricke – haben Sie Angst vor uns? Verachten Sie uns? Was treibt Sie an, uns so gänzlich aus Ihrem Weltbild zu streichen? Sie erwecken jedenfalls diesen Eindruck!
      Meine (emanzipierte) Frau findet dieses ausgrenzende Verhalten lächerlich, aber auch traurig und sehr bedauerlich!

        1. ketzer

          „Regierung“ hätte ich vielleicht in “ “ setzen sollen.
          Ich dachte, es sei klar, dass ich den geschätzten Herrn Sarach meine…

  4. Hermann Jochen Lange

    Bauchtanz, Brot und Spiele halten das Volk ruhig.
    Nur in der Nacht wachen verunsicherte Menschen auf,
    um über die Frage nachzudenken,
    ob diejenigen, die im Rathaus sitzen,
    gegen Gesetze verstoßen dürfen, weil sie ehrenamtlich tätig sind –
    oder mit Steuergeld honoriert werden –
    oder manche dafür sogar extrem weit über die auskömmliche Beamtenbesoldung hinaus
    dicke braune Umschläge oder mehr in Empfang nehmen –
    die „ehrenwerten DoppelverdienerInnen“.
    HJL

  5. Hermann Jochen Lange

    Zurück zum Thema unseres Blogvaters:
    Lese dazu das Hamburger Abendblatt / Stormarnbeilage am 06.März 2015 Seite 3 –
    unter dem Titel: „Oldesloer Frauenfreundschaftsfest …“
    und dort / Zitat: „… Für Kinder bis sechs Jahre ist der Besuch kostenlos. Schülerinnen zahlen 50 Cent. Jungen, die älter sind als sechs Jahre, haben keinen Zutritt.“

    Warum nur denke ich beim Lesen an längst vergessen geglaubte Zeiten ?
    Ist es da nicht schön, wenn der Steuerzahler Kindergärten bezahlt, in denen eine „Frau-mit-Kind“ während des Festes ihren 7-jährigen Sohn abgeben kann ?
    Geht auch nicht, weil nach dem „Einlass ab 18:30 Uhr“ Kitas geschlossen sind.
    Ausweg: Vater muss ran, denn der darf auch nicht zum „Frauenfreundschaftsfest“.
    So wird alles wieder gut.
    HJL

  6. hermann Jochen Lange

    Anrufer haben mich auf zwei Fehlstellen in meinem Kommentar v. 06.03.2015 aufmerksam gemacht:
    1.
    Väter sind deshalb nicht zugelassen, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit älter als „sechs Jahre“ sind.
    2.
    Das „Frauenfreundschaftsfest“ wurde u.a. von der Gleichstellungsbeauftragten Frau M. Gurlit organisiert.

    Mein Fazit:
    Ausgerechnet eine mit Steuergeld bezahlte „Gleichstellungsbeauftragte“ / weiblich / organisiert ein Fest, zu dem Jungen, bzw. Söhne, bzw. Männer ab sechs Jahre ausdrücklich „keinen Zutritt“ haben.
    Das passt zu den Landes- und Bundesministerien, deren offizieller Name bereits signalisiert, dass „Männer“ zwischen „Jugend“ und „Seniorenalter“ nicht vorgesehen sind, bzw. klaglos zu funktionieren haben – in dunklen Parkhäusern keine Angst haben – keiner Fürsorge bedürfen und in bestimmten Kinos und Baumärkten keine 5 Euro dazu-bekommen, wie „Kundinnen“.
    Diese Umstände sind 1 : 1 auf Ahrensburger Verhältnisse zu übertragen.
    HJL

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