Peter Egan (WAB) und sein Gedicht für den Bürgermeister: wenig taktvoll

Wenn der Wasserhahn tropft, dann rufen wir einen Klempner. Wenn wir krank sind, dann suchen wir einen Arzt auf. Und wenn wir ein rechtliches Problem haben, dann gehen wir zu einem Rechtsanwalt. Stimmt’s?

"Oh, wie beglückt ist doch ein Mann, Wenn er Gedichte machen kann!" (Wilhelm Busch)

„Oh, wie beglückt ist doch ein Mann,
wenn er Gedichte machen kann!“
(Wilhelm Busch)

Wie aber ist es, wenn wir ein Gedicht haben möchten? Gehen wir dann zu einem Dichter? Nein, dann dichten wir selber. Denn Dichter ist kein Lehrberuf, für den man eine Ausbildung benötigt. Und dichten kann schließlich jeder, der eine besser, der andere schlechter. Und es gibt Menschen, deren Gedichte werden sogar veröffentlicht – meistens zur Weihnachtszeit – in einem Anzeigenblatt, und die Poeten sind stolz darauf, wenn ihr Name darunter gedruckt steht.

Nun hat auch ein Ahrensburger Stadtverordneter ein Gedicht geschrieben, und zwar Peter Egan von der WAB. Der Mann ist erst seit der letzten Wahl als Stadtverordneter dabei und ein echter Lichtblick für die WAB und die Stadt Ahrensburg! Gerade zum wichtigen Thema „Finanzen“ hat Peter Egan nicht nur Fachwissen, sondern er äußert sich auch dazu. Hätte die WAB doch mehr von diesen Egans in der Stadtverordneten-Versammlung, dann wäre es sehr viel besser um diese Vereinigung bestellt!

Nun ist Peter Egan unter die Dichter gegangen, will heute Abend im Marstall ein Gedicht für den Bürgermeister vortragen. Thema: Weihnachtssterne. Das poetische Werk kann man heute schon in der Stormarn-Beilage lesen. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Dichten kann er nicht, der Peter Egan. Denn zum Dichten bedarf es nicht nur eines Endreimes, lieber Herr Egan, sondern Poesie besteht auch aus einer Aufeinanderfolge von Hebungen und Senkungen, was im Deutschen mit betonten und unbetonten Silben gleichzusetzen ist. Dichten bedeutet Versfuß und Takt und so weiter. Und das alles ist nicht erkennbar in dem „Gedicht“ von Peter Egan. Und warum die Stormarn-Beilage es bereits vor dem Vortrag heute Abend im Marstall veröffentlicht, führt zu Fragen, die ich aber hier nicht stellen will.

Und zum Inhalt vom Gedicht: Herr Egan, warum fragen Sie nicht ganz prosaisch, warum die Weihnachtssterne sich schon nach zwei Jahren als Schrott erwiesen haben und warum der Ahrensburger Hersteller nicht vom Stadtforum rechtzeitig zur kostenlosen Nachbesserung aufgefordert worden ist?! Denn genau darum geht es doch im Wesentlichen, oder…?

Postskriptum: Wenn Bürgermeister Michael Sarach pfiffig wäre, dann würde er heute Abend auf das Gedicht von Peter Egan mit Versen antworten. Aber ob der Verwaltungschef besser dichten kann als der Stadtverordnete…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Februar 2014

8 Gedanken zu „Peter Egan (WAB) und sein Gedicht für den Bürgermeister: wenig taktvoll

  1. Behnemann

    Lieber Herr Egan, Sie haben gedichtet: „Nun strahlten Sterne und Krone im Chor“. Ein Chor ist meines Wissens nach eine Gesangsgruppe. Daher meine Frage: In welcher Gesangsgruppe strahlten Sterne und Krone???

  2. Wolfgang König

    Seltsam, im Ahrensburger Telefonbuch gibt es keinen „Behnemann“. Den gibt es wohl nicht einmal in der Datei des Meldeamtes. Der nächste Behnemann wohnt in Fuhlsbüttel. Warum nennen sich diese Heimlichtuer und Schleimheiligen nicht gleich Rumpelstilzchen – oder Müller, Meier, Schulze? Feigheit vor dem Feind, Feigheit vor der Öffentlichkeit?
    Was sich reimt ist doch gut und dazu zählt auch dichterische Freiheit. Jeder fängt einmal klein an und was nicht ist, kann doch noch werden. Man stelle sich vor: Nach dem heutigen Auftritt des Bürgermeisters ist ab sofort die Stadtverordnetenversammlung gezwungen, in Reimen vorzutragen.
    Aber nun im Ernst: Auf unsere tollen Weihnachtsterne wird doch wohl Garantie bestanden haben. Und was Garantie ist, wissen unsere Geschäftsleute sicherlich. Nun hat aber unsere Firma Sound & Light nach meiner Erinnerung im November 2013 in Heimarbeit und ehrenamtlich die Sterne und die Krone renoviert.
    und modernisiert. Die Mehrkosten über 20.000,– Euro (2012) stecken dann in der neuen, VDE-gemäßen Verkabelung und Befestigung der Sterne. Diese dürfte langjährig bleibend sein. Also haben wir noch Kosten unter 20.000 Euro für das Auf- und Abrüsten sowie für die Stromversorgung. Wenn bei mir der Schnitt einer mächtigen Hecke 70 Euro kostet, könnte ich davon ausgehen, dass die Verwahrung, das Auf- und Abbauen der Sterne und die Stromversorgung im Spendenpreis enthalten sind.Für alle Beteiligten wäre es angenehm, eine genaue Kostenaufteilung zu haben, damit sich die Kosten besser verteilen lassen. Gut wäre es auch, zu wissen, um wieviel %-Anteile die Sterne- Beleuchtung das Weihnachtsgeschäft belebt. Aber dies steht wohl in den Sternen. Sicher aber ist, dass die Stadt deutlich vom Weihnachtsgeschäft provotiert. Wer Geld für kritische Ausgaben wie Gutachten und Poller hat, hat auch Geld für eine Weihnachtsbeleuchtung. Nun wird wegen des Denkmalschutzes das Füllhorn über uns ausgeschüttet. Da muss auch für ein paar Jahre die Weihnachtsbeleuchtung drin sein. Ist das nicht ein Gedicht?
    Wolfgang König

    1. Behnemann

      Herr König, Sie sind also der Meinung, dass für jeden Einwohner die Pflicht besteht, sich im Telefonbuch eintragen zu lassen, egal, ob er das will. Und egal, ob er überhaupt einen Festnetzanschluss hat im Zeitalter von Handy und Internet. Und dass Sie als WABler jedesmal in die Bresche springen für einen WABler, das haben wir ja auch schon bemerkt. Und auf die Meckelein-Anfrage haben Sie immer noch nicht geantwortet, weil Sie Frau Meckelein nicht kennen. Sie sind ein kleiner Macho, habe ich Recht?

  3. Dustin Holzmann

    Spannend. Erst regen sich alle auf warum sich denn wohl keiner rechtzeitig um das Thema kümmert und jetzt wo wirklich früh schon damit begonnen wird ein Fiasko wie letztes Jahr zu verhinden (durch rechtzeitige nachfrage) wird trotzdem gemeckert.
    Klar, ich kann verstehen das die Frage in Gedichtform nicht jeden anspricht. Aber das ist halt geschmackssache. Es geht hier ja auch eher um den Inhalt als die Darstellung dessen.
    Dustin Holzmann

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Ja. lieber Herr Stadtverordneter Dustin Holzmann, mir geht es auch um den Inhalt, und zwar weniger lyrisch als vielmehr im Klartext. 😉 Und wenn es Poesie ist, dann begrüße ich auch diese, aber korrekt muss sie schon sein, im Versmaß genauso wie im Inhalt.

  4. Thomas J. aus A.

    Warum Herr König immer gleich nach Telefonbucheinträgen von Diskussionsteilnehmern sucht ist mir auch rätzelhaft.
    Ich vermute, wenn jemand auf unangeforderte persönliche Konversation per Telefon wert legen würde, hätte derjenige hier seine Telefonnummer dazugeschrieben. Auf mich trifft das auf jeden Fall nicht zu.

  5. Wolfgang König

    Hallo, Herr Behnemann,
    entschuldigen Sie bitte, wenn es Sie tatsächlich gibt.. Die Meldeämter von Ahrensburg und Umgebung geben aus Datenschutzgründen keine Auskunft. Wenn ich so über meinen Laptop Nr 1 schaue, sehe ich vier im Telefonbuch nicht eingetragene Mobiltelefone. Meine Eumex 704 lässt vier Rufnummern und vier Internet-Anschlüsse über nur eine Cu-Ader zu. Wir leben in einer datengeschützten, anonymen Welt, in der jeder heimlich tun kann, was er will. Wenn verfolgungspflichtige Straftaten vorliegen, muss mit großem Aufwand ermittelt werden, weil elektromagnetische Spuren schwerer verfolgbar sind als biologische. Ich denke nun darüber nach, ebenfalls erfassungsmäßig in die Anonymität abzutauchen.
    Ich habe nun keine Lust , Frau Mecke(r)lein in einem anderen, lange vergangenen Blog zu suchen. Woher wollen Sie wissen, dass es sich um eine Dame handelt?
    Ich bin nicht klein. Meine Freundinnen überrage ich um ein halbes Haupt. Und ein Macho bin ich schon gar nicnt. Für nette Damen bin ich Tag und Nacht da. Bei bedarf greife ich ihnen stets unter die Arme und scheue weder Zeit noch Geld.
    Ich stehe noch im Telefonbuch und bin erreichbar. Sie werden es kaum glauben, wieviele Bürger mich auch wegen Stadtgeschichte usw. anrufen. Aber die Anonymen, die weder über Mobiltelefon noch über Internet erreichbar sind, sollten sich nicht hinter Peter Y. ,Sandra Z. oder hinter Fantasienamen verbergen, sondern ihre Erreichbarkeit hinzufügen. Selbst meine örtliche Erreichbarkeit hatte ich schon angegeben.
    Was hat Ihr Einfall mit dem Ursprungsthema zu tun?
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang König

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