Meine Anregung und ein Hinweis für den Umweltausschuss, der morgen tagt und sich Gedanken über die Geschäfte der Bürger macht

Lithographie: A. Paul Weber

In der Stadt Ahrensburg gibt es zur Zeit 20 (zwanzig) öffentliche Toiletten, die behindertengerecht sind. Bei einer davon hat die Stadt Ahrensburg für jeden Besuch rund 60 Euro dazugezahlt. Das hat der Blogger von Szene Ahrensburg aufgedeckt, und es brachte der Stadt anschließend landesweite Aufmerksamkeit mit einem Eintrag ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler und Darstellung im Öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ZDF).

Danach hat die Verwaltung mit dem Aufsteller des Toilettenhäuschens über die Kosten verhandelt. Mit dem Erfolg, dass fortan jeder Klogang nur noch mit der Hälfte, also mit 30 Euro aus der Stadtkasse bezuschusst wird. Woraus der Bürger erkennt: Die Toilette zwischen den Toiletten im Peter-Rantzau-Haus, im Rathaus sowie in der Stadtbücherei wird so gut wie gar nicht benutzt. Tote Hose also im vollautomatisierten Luxus-Klo von Ahrensburg.

Nun wollen die Verwaltung der Stadt deren Verordnete das umstrittene Luxus-Klosett wieder abbauen lassen, das uns Bürger inzwischen mehr gekostet hat als der Bau eines Zweifamilienhauses mit vier Toiletten inklusive Badewannen und Duschen. Danach hätte Ahrensburg dann immer noch 19 öffentliche Toiletten, die behindertengerecht sind.

Morgen tagt nun der Umweltausschuss. Und unter Tagesordnungspunkt 12 können wir lesen: „Vorstellung möglicher Standorte für ein öffentliches WC“. Und unter Tagesordnungspunkt 13 werden „Anfragen, Anregungen, Hinweise“ behandelt. Weshalb ich zur Anregung folgenden Hinweis als Anfrage gebe: Wäre es nicht sinnvoll, den Standort für ein neues WC auf dem Erlenhof zu planen, weil dort keines vorhanden ist?!

Dass bei Stadt-, Wein- und Oktoberfest wegen einer erhöhten Aufnahme von Flüssigkeiten auch eine öffentliche, behindertengerechte Toilette direkt vor Ort vorhanden ist, setze ich voraus. Falls dem nicht so ist – dann aber hurtig dafür sorgen!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. Oktober 2017

3 Gedanken zu „Meine Anregung und ein Hinweis für den Umweltausschuss, der morgen tagt und sich Gedanken über die Geschäfte der Bürger macht

  1. Kassandra

    Hat die Stadt für das Luxus-Klo eigentlich auch Bilder von Ahrensburger Künstlern gekauft und diese dort drinnen aufgehängt, ich meine, die Bilder? Die abgebildete Original-Litho von Weber kostet weniger als zehn Klobesucher uns kosten.

    Im übrigen wäre auch die Parkallee in guter Standort für eine neue Toilette. Ich sah dort neulich eine Mutter, die ihr Kind hinter einem Baum abgehalten hat. Das dürfte dem Umweltausschuss gar nicht gefallen.

    Die Gerüchte, dass auf dem Rathausplatz ein Donnerbalken errichtet werden soll, möchte ich nicht weiterverbreiten, denn das würde mir persönlich sehr stinken, zumal wenn dort der Wochenmarkt aufgebaut ist.

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  2. Britta S.

    Ganz Deutschland hat über Ahrensburg gelacht wegen des Luxusklos. Leider haben die Stadtverordneten mehrheitlich nicht verstanden, warum die ganze Republik über Ahrensburg gelacht hat. Da es sich hier um einen Personenkreis handelt, der anscheinend weder Argumente noch Humor versteht, sollte man die Hoffnung begraben, dass mit dem
    derzeitigen Ahrensburger Umweltausschuss vernünftige Lösungen zu erwarten sind.

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    1. Kasawubu

      Das muss ich Ihnen unbedingt erzählen, liebe Britta! Mein Schwager Anton wollte sich gerade ein neues Gehirn einsetzen lassen. In der Parkklinik erklärte man ihm, dass ein normales Gehirn rund 1.000 Euro kosten würde. Das Gehirn von einem verstorbenen Akademiker liegt bei 7000 Euro. Wolle mein Schwager aber das Gehirn eines Ahrensburger Stadtverordneten haben, dann müsste er dafür mindestens 15.000 Euro zahlen. Mein Schwager fragte verwundert, warum das Gehirn eines Ahrensburger Stadtverordneten denn so teuer wäre, woraufhin er zur Antwort erhielt: „Das ist doch kaum benutzt worden!“

      Zuerst hielt ich das für einen Witz. Aber als ich darüber nachgedacht hatte, war mir klar, warum in Ahrensburg die Kosten so hoch sind. Darum wurde hier auch wieder ein Defizit im Haushalt erwirtschaftet, was in heutiger Zeit, wo alles boomt, wirklich eine beispiellose Leistung ist, die vermutlich ohne Einsatz von Gehirnen erfolgt ist.

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