Das Stadtmarketing von Ahrensburg in der Selbstdarstellung zur Lächerlichkeit

Wer bei Google „Ahrensburg“ eingibt, dem öffnet sich rechts das Fenster von Ahrensburg. Das Besondere daran: Der Blick in dieses Fenster ergibt, dass in der Stadt 30.907 Menschen leben. Genauer: früher gelebt haben, denn die Zahl, die dort angegeben ist, stammt aus Dezember 2008, war also vor über einem Jahrzehnt aktuell.

Quelle: Google am 18.08.2019 vom 31.12.2008

Auf der Homepage der Stadt Ahrensburg ist vermerkt: 34.554 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 17.1.2019). Die Differenz zu Dezember 2008 ist schon beträchtlich. Und das wäre ein Grund dass die Verwaltung der Stadt eine Aktualisierung vornehmen lässt. (Das Wetter in Ahrensburg jedenfalls wird an dieser Stelle täglich aktualisiert.)

Wer im Rathaus wäre dafür zuständig? Ich denke, das wäre eine Aufgabe vom Stadtmarketing. Geht man auf die Homepage von Ahrensburg, dann findet man dort auch das Ressort „Stadtmarketing“. Und wenn jemand, der sich für das Stadtmarketing von Ahrensburg interessiert, dort hinklickt und liest, was da steht, dann fragt er sich: Warum macht sich die Verwaltung mit dieser Seite vor den Augen aller, die sich für Wirtschaft & Tourismus in Ahrensburg interessieren, total lächerlich?! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. August 2019

Wort zum Sonntag: Gemeinde darf hören aber nicht wählen

„Kirchengemeinden suchen Nachfolger für Propst Buhl“, schrieb das 3. Buch Abendblatt vor ein paar Tagen. Diese Meldung ist nicht korrekt, denn die Kirchengemeinden suchen gar keinen Nachfolger für Propst Buhl, weil sie schon einen gefunden haben. Genauer sind es sogar zwei. Und so hätte die Überschrift lauten müssen: „Zwei Pastoren kandidieren zum Nachfolger für Propst Buhl“.

Zeichnung: Wilhelm Busch

Das Blatt berichtet: „Die Propstei Rahlstedt-Ahrensburg bekommt ein neues Oberhaupt.“ Darum stellen sich zwei Bewerber um das Propst-Amt der Gemeinde vor. Nein, nicht in Rahlstedt. Und auch nicht in Ahrensburg. Sondern in Farmsen – wo denn sonst. 😉 Dort präsentieren die beiden Geistlichen sich jeweils mit einer Predigt und einem Vortrag. Wer von den zwei Pastoren seine Vorstellung nach Meinung der Gemeindemitglieder am glaubwürdigsten macht, spielt keine Rolle für die Ernennung. Denn nicht die Gemeindemitglieder haben die Wahl, welcher der beiden Bewerber zum Propst ernannt wird, sondern das wird die Synode des Kirchenkreises entscheiden. Und die ist diesmal echt gefordert, denn bei der letzten Wahl war nur ein Kandidat zugelassen, eben besagter Hans-Jürgen Buhl. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. August 2019

Kinder- und Jugend-Beirat: Sunt pueri pueri, pueri puerilia tractant

Stellen Sie sich einmal vor, die Stadtverordneten-Versammlung hat beschlossen, dass Ahrensburger Straßen endlich saniert werden. Und daraufhin stellt der Senioren-Beirat den Antrag, dass die Stadtverordneten ihren Beschluss zurücknehmen sollen. Eine entsprechende Begründung dafür? Fehlanzeige. Das ist vergleichbar, wie würde ein Rechtsanwalt nach Verkündung eines richterlichen Urteils ohne weiteren Kommentar den Antrag stellen: Nehmen Sie den Beschluss zurück!

Die Ahrensburger Stadtverordnete haben  beschlossen, dass der Stormarnplatz vorübergehend als Parkplatz benutzt werden soll, weil die Alte Reitbahn bebaut wird. Und wenn die Stadtverordneten sich am 26. August 2019 wieder im Marstall versammeln, dann liegt dort ein Antrag vom Kinder- und Jugend-Beirat vor. Unter Tagesordnungspunkt 17 ist zu lesen: „Aufhebung des Beschlusses der Vorlage 2018/115/1 vom 26.04.2019“. Diese Angabe stimmt allerdings nicht überein mit dem Antrag des Kinder- und Jugend-Beirates, denn dieser bezieht sich auf einen Beschluss vom 24.06.2019 – siehe die Abbildungen am Fuße dieses Blog-Eintrages! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. August 2019

Parken auf dem Gehweg und kein Fahrradständer vor dem Ärztehaus in der Hamburger Straße

„Neue Bußgelder, neue Strafen, neue Regeln“, verkündet die Größte auf dem Boulevard, nämlich BILD. Und das Blatt berichtet über „Scheuers neue Verkehrsregeln“, nach denen ein Auto-Halt auf Rad- oder Gehweg mit 100 Euro Bußgeld bestraft wird.

Als ich heute durch die Sklavenhändlerstraße geradelt bin, sah ich ein Auto, das an einer Straßeneinmündung auf dem Gehweg geparkt war. So etwas tut kein normaler Mensch, weshalb ich hier auf eine geistige Behinderung geschlossen habe – siehe die Abbildung links!

Ansonsten gehen mir die neuen Verkehrsregeln des Ministers nicht weit genug. Solange Autofahrer auf der Fahrbahn parken dürfen, ist das Gesetz ein Witz. Denn die Fahrbahn heißt Fahrbahn, weil die Autos darauf fahren sollen. Sonst würde sie ja Parkbahn heißen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. August 2019

Wirtschaftsförderung: Stadtverwaltung Ahrensburg lässt in Hamburg für Jersbek werben

Die Wirtschaftsförderung von Ahrensburg hat die Aufgabe, die Wirtschaft zu fördern. Natürlich die Wirtschaft von Ahrensburg. Und nicht etwa die von Jersbek, denn das ist kein Stadtteil von Ahrensburg, sondern Jersbek ist eine Gemeinde, die zum Amt Bargteheide-Land gehört.

Newsletter: Wirtschaftsförderung Jersbek & Hamburg

Und was macht die Wirtschaftsförderung von Ahrensburg? Antwort: Sie fördert die Wirtschaft in Jersbek. Wenn Sie das nicht glauben, dann schauen Sie doch mal in den Newsletter „Ahrensburg360°“! Hier finden Sie eine ganze Seite mit Fotos über ein Unternehmen in Jersbek, nämlich „Das Comedy-LabyRIND im IRRGARTEN“ – siehe die Abbildung! Was das mit Ahrensburg oder der Wirtschaftsförderung für unsere Stadt zu tun hat, weiß der Geier. Und der Bericht ist vergleichbar, würde in dem Newsletter auch ein Beitrag stehen über den erfolgreichen Wirtschaftsstandort Glinde. Oder über die Stadtwerke Bad Oldesloe. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. August 2019

Ein Tauschhandel zwischen Stadt und Kirche, der leicht zum Kuhhandel werden könnte

Das 3. Buch Abendblatt berichtet: „Kirche will für Kita-Neubau Fläche mit der Stadt tauschen“. Und das wirft Fragen auf – jedenfalls bei mir. Denn wie es so üblich ist beim 3. Buch Abendblatt, bleiben in dem Bericht mehr Fragen offen als Antworten gegeben werden. Und Reporter Klix berichtet, ohne dabei wichtige Hintergründe zu erläutern. Aber dafür gibt es ja Szene Ahrensburg. 😉

Kita Kleine Nordlichter

Wir lesen: „Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Hamburg-Ost plant den Abriss und Neubau seiner Ahrensburger Kita Kleine Nordlichter am Wulfsdorfer Weg.“ Hierzu muss man wissen, dass die Kita Kleine Nordlichter früher von der Kirche betrieben wurde und heute in den Händen der Stadt Ahrensburg liegt. Und die Stadt Ahrensburg soll im Rahmen eines Grundstücktausches mit der Kirche zusätzlich 105.000 Euro bezahlen, da beim Tausch zwischen Stadt und Kirche der Wanderweg zum Familienzentrum Blockhaus, der auch ein wichtiger Schulweg zur Grundschule Am Reesenbüttel ist, verlegt werden muss, weil die Kirche einen Teil davon für ihren geplanten Parkplatz Neubau benötigt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. August 2019

REWE: Waren online bestellen und dann selber hinfahren und sie abholen – was soll der Unsinn?!

In meinem Briefkasten fand ich einen Flyer. Der kam von REWE aus dem Vogteiweg vom Erlenhof. Überschrieben: „Dein Einkauf fertig verpackt“. Und im Bilde hat ein Mann von REWE eine Einkaufstüte vor sich stehen, die er gerade einer Kundin zuschiebt mit der Empfehlung: „Spare Zeit mit dem REWE Abholservice“.

„Abholservice“…? Das ist toll, dachte ich spontan: REWE holt die Kunden zum Einkaufen von daheim ab und verpackt den ganzen Einkauf auch noch in eine große Tüte, bei der ich mich frage: Kann die Dame die Papiertüte überhaupt unbeschädigt tragen oder trägt der REWE-Mann sie vielleicht zum REWE-Auto, mit dem die Kundin wieder nach Hause gefahren wird?

Dem Kleingedruckten ist zu entnehmen: „Online bestellen & am Markt abholen“. Und der Kunde fragt sich: Was ist denn das für ein Quatsch? Warum werden mir die online bestellten Waren nicht ins Haus geliefert wie das bei Online-Bestellungen so üblich ist? Und man fragt sich, was denn wohl die echten Vorteile beim REWE Abholservice sind. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. August 2019

見ざる、聞かざる、言わざる

Wenn Sie die japanischen Schriftzeichen nicht lesen können, liebe Mitbürger, dann vielleicht die Worte in lateinische Schrift gesetzt und also lautend: mizaru, kikazaru, iwazaru. Und wenn auch das Ihnen nichts sagt, dann liefere ich Ihnen hierfür die deutsche Übersetzung: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Womit wir bei den berühmten drei Affen gelandet sind.

In Japan haben diese drei Affen die Bedeutung, der Mensch möge über alles Schlechte weise hinwegsehen. Bei uns im Lande hat sich für die possierlichen Tiere eine andere Bedeutung eingebürgert, nämlich dass der Mensch alles Schlechte einfach nicht wahrnehmen soll. Insofern gelten die drei Affen hierzulande als Symbol für mangelnde Zivilcourage bzw. bedingungslose Loyalität.

Und in Ahrensburg…?

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. August 2019

Leben Sie in Brügge oder in Kaltenkirchen?

„Hier leb ich, hier kauf ich“, so lautet der Slogan vom Anzeigenblatt MARKT, den der Verlag seinen Lesern in den Mund legen möchte. Damit die Inserenten vom MARKT denken sollen, dass die Leser vom MARKT AHRENSBURG auch alle in Ahrensburg einkaufen. Und nicht etwa in Kaltenkirchen. Oder gar in Brügge.

Dodenhof Brügge (Karte: Google Maps)

Heute habe ich den Slogan „Hier leb ich, hier kauf ich“ nicht im MARKT gefunden. Stattdessen eine ganzseitige Anzeige, wo eine „Red Shopping Week“ offeriert wird, und zwar zwar bei XXXLutz dodenhof Brügge – siehe die Annonce!

Wer in Ahrensburg lebt, für den ist der Weg nach Brügge natürlich ein Katzensprung. In 7 Stunden und 15 Minuten ist man mit dem Auto dort und kann dann eine Shopping Week lang in Belgien bleiben und shoppen. Und ein Rumpsteak für 4.90 Euro verspeisen. Und dann steht dort noch etwas von 40%. Ob diese Prozente vom Preis des Rumpsteaks abgezogen oder draufgeschlagen werden, wird in der Anzeige nicht verraten. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. August 2019

Welchen Vorteil es hat, wenn ein Fahrrad gelb ist

Wer von uns kann nicht davon berichten, dass ihm schon mal ein Fahrrad geklaut worden ist. Oder jemandem in der Familie, im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft. Als so ein Diebstahl vor 30 Jahren passiert ist, da ging der Bestohlene noch zur Polizei. Heute dagegen lohnt sich das so gut wie gar nicht mehr, denn kein Beamter ermittelt wegen eines gestohlenen Fahrrades. Oder doch…?

Frei nach Abendblatt

Das 3. Buch Abendblatt schrieb vor zwei Jahren: „Ahrensburg ist die Hochburg der Raddiebe in Stormarn“. Und im gesamt Kreis wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 bereits 625 Anzeigen wegen Fahrradiebstahls erstattet.

Nun ist im August 2019 ein Fahrrad in Bad Oldesloe gestohlen worden und die Polizei sucht Zeugen in den Medien! Das ist ungewöhnlich und lässt den Verdacht aufkommen, dass dieses Fahrrad womöglich einen goldenen Lenker hat. Oder es gehört dem Bürgermeister. Das Besondere an dem Diebstahl: Das Rad wurde während der NDR-Sommertour geklaut, weshalb das heute sogar brandaktuell von der Stormarn-Redaktion Hamburger Abendblatt  online verkündet wird. Denn das ist ja wohl die Höhe: Ausgerechnet während der Sommertour vom NDR wird in Bad Oldesloe ein Fahrrad geklaut! Einen Tag später, und niemand hätte davon groß Kenntnis bekommen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. August 2019