Schlagwort-Archiv: Ursula Pepper

Die Exe von Ahrensburg setzt auf Ablenkungsmanöver im Marstall

Als ich gerade die Stormarn-Beilage aus dem Essener Hamburger Abendblatt gezogen hatte, da fiel mein Auge sofort auf den Fuß der Titelseite. Dort ist die Echse Exe von Ahrensburg abgebildet, nämlich Ex-Bürgermeisterin Ursula „Uschi“ Pepper, und zwar unter der Überschrift: „Ahrensburger Marstall setzt auf Politik“.

Unbenannt-1Schon glaubte ich: Oh, endlich wird das Wirken aus der Pepper-Ära in die öffentliche Diskussion gebracht (Stichwörter: CCA, Rampengasse, Terrakottaklotz, Blaumann u. a.), da wurde ich auch schon eines Schlechteren belehrt: Der Marstall setzt gar nicht auf Ahrensburger Politik, sondern es geht dort um eine „Diskussionsreihe Mittel- und Osteuropa“, bei der Ursula Pepper als anerkannte Sachverständige die Moderation übernehmen soll. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Januar 2015

Gähnende Leere beim Neujahrsempfang der Stadt

WindigKönnte es eventuell, möglicherweise oder vielleicht sein, dass Sie von mir einen Blog-Eintrag erwarten über den Neujahrsempfang der Stadt am Freitag im Marstall? Dann muss ich Ihnen leider sagen, dass sie so einen Bericht nicht erwarten können, weil ich selber dort gar nicht hingegangen bin. Warum auch?

MistwetterIch habe vernommen, dass knapp 150 Gäste im Marstall gewesen sind – von rund 32.000 Einwohnern, die Ahrensburg hat. Und zieht man von den 150 Besuchern noch diejenigen ab, die dort nicht freiwillig, sondern aus Gründen der Pflicht hingegangen sind (z. B. Politiker, Angestellte der Verwaltung, Abgeordnete von Vereinen, Feuerwehr u. a.) und diejenigen, die auch nicht unbedingt aus Liebe zur Stadt erschienen waren (zum Beispiel Auftragsempfänger der städtischen Verwaltung, Lobbyisten und Delegierte aus anderen Gemeinden), dann waren Bürgermeister Sarach mit seiner Vorgängerin Pepper am Freitag im Marstall so ziemlich unter sich. (Die Gattin des Bürgermeisters wurde entschuldigt, sie war krank.)

48Im Jahre 2014 hatten sich noch rund 400 Bürger im Marstall zum selben Anlass eingefunden. An diesem Tage war das Wetter zwar besser, aber darin sehe ich keinen Grund, warum es gähnend leer gewesen ist gestern Abend im Stall der Stadt. Es wird schon andere Gründe haben, denken Sie nicht auch…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. Januar 2015

Eine Verkaufspromotion in der Stormarn-Beilage, die nicht als Werbung gekennzeichnet ist

Es ist schon dreist, was die Redaktion der Stormarn-Beilage ihren zahlenden Lesern zumutet: Über eine Verkaufspromotion des Rowohlt-Verlages berichtet das Blatt auf fast einer ganzen Seite. Dort geht es um drei Bücher, die der Rowohlt-Verlag bevorzugt in den Abverkauf bringen möchte. Und die Schreiberin des Beitrages, eine Inga Martens, behauptet in ihrer Überschrift allen Ernstes: „Stormarn sucht das Lieblingsbuch“.

IMG_0886Eine wahre Chuzpe, die hier über die Werbebühne geht. Da passt Ursula „Uschi“ Pepper (SPD), unsere Ex im Rathaus, als „Lesepatin“ dazu wie das Hinterteil auf die Brille. Denn die Patin hat schon zu „Regierungszeiten“ in Ahrensburg einseitige private Interessen gegenüber dem Gemeinwohl vertreten – siehe: Muschelläufer, Rampengasse und …!

Bemerkenswert: Die Stormarn-Beilage hat nicht das Wörtchen „Anzeige“ über die Werbung des Rowohlt-Verlages gedruckt. Und der Ahrensburger Leser, dem immer noch suggeriert wird, dass die Stormarn-Beilage die Fortsetzung der „Ahrensburger Zeitung“ ist, der fragt sich: Gab es bei dieser Veranstaltung im Schloss Reinbek auch leckere Häppchen und feine Getränke, damit sich der Weg für Inga Martens dorthin wenigstens gelohnt hat…?

Postskriptum: Der Kreis Stormarn hat rund 235.000 Einwohner. Laut Stormarn-Beilage haben „in den ersten zehn Tagen 250 Menschen im Internet für ihren Buchfavoriten gestimmt“.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. November 2014

Martina T. möchte ihre noch verbliebenen Leser provozieren: „Was wollt ihr eigentlich?“

Bildschirmfoto 2014-08-02 um 10.20.47Es ist Sommer. Die Politik macht Pause, die Kultur arbeitet auf Sparflamme und die Bürger sind in den wohlverdienten Urlaub gefahren. Nur zwei standhafte Ahrensburger sind daheim im Sommerloch zurückgeblieben: Martina Tabel, Kulturchefin der Stormarn-Beilage, und der Blaumann, Langzeit-Ärgernis auf dem Rondeel. Und so hat sich denn Martina an Martin erinnert, den Plastiker Wolke, der die Jahrmarkfigur auf das Rondeel gesetzt hat und schon bei der Enthüllung laute Pfiffe von Missfall bei den Bürgern geerntet hat und Buh-Rufe. Letztere sind bis zum heutigen Tage zu hören.

Vor der Enthüllung: Blaumann in Weiß

Pfiffe nach Enthüllung: Blaumann

Heute versucht Martina Tabel mit einem großen Beitrag in den Kopf des „Muschelläufers“ einzudringen und gibt dessen Gedanken freien Lauf, um die Daseinsberechtigung der Plastik zu begründen. Und die Gedankenleserin weist darauf hin: „70 Jahre besteht das Urheberrecht. Ich bin erst neun.“

Richtig, Frau Tabel, ist: Das Urheberrecht besteht bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Und der ist erst 43.

Das Eigentliche erzählt Martina Tabel allerdings nicht. Nämlich dass das „Geschenk“ ein Geschenk der Rotarierin Ursula Pepper ist, die damals im Vorstand der Rotarier gesessen hat. Und dass Ursula Pepper das Geschenk als Bürgermeisterin angenommen hat mit der selbst erstellten Nötigung, dass die besagte Skulptur nur auf dem

Links: Mädchen auf Schnecke von Salvatore Dali. Rechts: billiges Plagiat von Martin Wolke

Links: Mädchen auf Schnecke von Salvatore Dali. Rechts: billiges Plagiat von Martin Wolke

Rondeel stehen darf. Und den Vertrag mit dem Künstler hat nicht etwa der Jurist der Stadt geprüft und unterzeichnet, sondern Ursula Pepper vom Vorstand der Rotarier hat den Vertrag als Bürgermeisterin geprüft und unterzeichnet.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an meine CD „Der Blaumann von Ahrensburg“, wo die ganze Geschichte dokumentiert wird. Wer das Trauerspiel noch nicht kennt und Interesse an dem Hörbuch hat, der schicke mir bitte eine E-Mail, und ich verschicke die CD. Natürlich gratis. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. August 2014

Die Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Fricke (1952) stellt sich neben Adelaide Schimmelmann (1823–1890) und belobigt sich selber

Im Februar und März fand im Ahrensburger Rathaus eine Ausstellung statt. Titel: „Was Frauen bewegt – was Frauen bewegten“. Gemeint sind Frauen in Ahrensburg von 1848–2011. Ich habe die Ausstellung im vergangenen Monat nicht besucht, da ich gehört hatte, es werde auch noch eine Broschüre  geben, die im Rathaus ausliegen würde. Und nun erhielt ich sie, die Broschüre: „Was Frauen bewegt – was Frauen bewegen“ – siehe die Abbildung! Und ich bin vom Hocker gefallen.

Unbenannt-1Im Impressum heißt es: „Unter der Vielzahl von Frauen, die sich in Ahrensburg um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, mussten wir eine Auswahl treffen. Im Hinblick auf das Thema entschieden wir uns für Frauen, die als erste ein öffentliches Amt bekleideten, die eine zuvor Männern vorbehaltene Funktion in der Öffentlichkeit übernahmen (also die ‚Frauen der ersten Stunde’), aber auch für Frauen/Frauengruppen, die sich aktiv für Frauenrechte einsetzten oder Projekte, Initiativen, Vereine initiierten, welche Frauen unterstützen.“

In der Broschüre werden Frauen gezeigt, die sich sozial, politisch oder sonstwie in Ahrensburg engagiert haben. Das beginnt mit Adelaide Schimmelmann (1823–1890) und endet bei Margot Sinning (1944). Dazwischen viele ehrenwerte Frauen, die sich im Ahrensburg verdient gemacht haben, nicht zuletzt durch ihre Arbeit für Frauen auf sozialen Gebieten. Ich will hier nicht auf die vorgestellten Damen im einzelnen eingehen, nur auf zwei, drei möchte ich Ihr besonderes Augenmerk lenken: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. April 2014

Der MARKT annonciert Große Koalition

Aus meiner verlagskaufmännischen Ausbildung im Axel Springer Verlag ist mir noch lebhaft in Erinnerung geblieben, dass es bei der Platzierung von Anzeigen einen sogenannten „Konkurrenzausschluss“ gibt, was meint: Zwei direkte Wettbewerber um die Gunst des Kunden dürfen mit ihren Inseraten  nicht direkt nebeneinander gestellt werden.

Bildschirmfoto 2013-09-19 um 15.02.07Für die Anzeigenabteilung vom MARKT sind CDU und SPD offensichtlich keine direkten Wettbewerber, obwohl beide auch um das direkte Mandat werben. Vielmehr betrachten die Anzeigenverkäufer diese Parteien als Große Koalition und platzieren sie demgemäß direkt untereinander, und zwar ohne optische Trennung – wenn Sie sich die beiden Inserate der Parteien auf der nebenstehenden Seite (unten links) mal anschauen wollen! Das ist umso bemerkenswerter, als sich die Ziele dieser beiden Parteien so sehr auch nicht voneinder unterscheiden.

Der MARKT-Leser liest daraus ab: „Erststimme Norbert Brachmann. Zweitstimme CDU. Ein starkes Team in Berlin Ihre Erststimme für Nina Scheer.“

Danach folgt dann der Text einer „Wählerinitiative für Nina Scheer“, wo auch Ursula Pepper als „Bürgermeisterin a. D. Ahensburg“ aufgeführt ist. Eine Frau, der wir den Blödmann auf dem Rondeel genauso verdanken wie die Rampengasse und allerlei sonstigen Blödsinn, den sie gemeinsam mit Reich und Thiele in der Stadt verzapft hat. Nina Scheer sollte sich für solche „Unterstützung“ bedanken!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. September 2013