Rechts oben auf der Titelseite der Stormarn-Beilage, wo häufig die Glossen stehen, finden wir heute einen Kommentar, und zwar von Martina Tabel, der Kulturchefin des Blattes. Ihr Beitag ist überschrieben: „Festival nicht kaputtsparen“. Was mich neugierig gemacht hat.
Und ich las in diesem Kommentar, dass es hier um den Auftakt der „Stormarner Festival-Konzerte“ handelt, von denen ich bislang nichts gehört hatte. Frau Tabel lobt die Künstler und fordert ganz am Ende: „Und wir dürfen das Festival nicht kaputtsparen, sollte als Erkenntnis beim Land ankommen.“
„Wir dürfen … nicht kaputtsparen“? Wer sind „wir“, die wir die Festival-Konzerte kaputtsparen wollen? Wir Zuhörer? Oder wir von der Redaktion der Stormarn-Beilage…? Im ganzen Kommentar kein Wort, wer denn wohl an welcher Stelle was „kaputtsparen“ will.
Im Inneren der Beilage gibt es einen großen Beitrag über „das erste Stormarner Festival-Konzert der neuen Saison“. Und wenn man ganz oben im Beitrag die Unterzeile liest, dann erfährt man auch, dass hier im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals ein Konzert in Ahrensburg stattgefunden hat, das Martina T. als „Stormarner Festival-Konzert“ in höchsten Tönen bejubelt. Und in Reinbek ärgert sich jemand, weil im dortigen Schloss weniger Konzerte stattfinden.
Aber: Nirgendwo steht, welche Menschen das Festival kauputtsparen wollen, und warum sie das tun möchten. Vielleicht bringt Martina Tabel die Lösung dieses Rätsels morgen in Fortsetzung…?




(Liebe Kinder, fragt jetzt bloß nicht: „Und warum haben auch jüngere Männer eine Glatze?“ Und: „Warum haben sehr alte Männer noch einen vollen Haarschopf?“ Oder: „Hat Mama mehr Testosteron als Papa?“)



