Nächste Woche beginnt der Montag mit einer weiteren Versammlung unserer Stadtverordneten in der Reithalle vom Marstall. Und damit auch wieder mit einer Einwohnerfragestunde unter Punkt 4 der Tagesordnung. Bei dieser Einwohnerfragestunde handelt es sich um die Möglichkeit für uns Einwohner von Ahrensburg, dass wir Fragen stellen können an den Bürgermeister, der diese Fragen dann antwortet oder auch nicht.
Ich werde am Montag keine Fragen an den Boegemeister richten. Ich warte ja seit Wochen immer noch auf Antworten auf Fragen, die ich schon vor Wochen gestellt habe, wobei ich speziell an jene 100 Kunstwerke der Stadt Ahrensburg denke, die seit Monaten kostenpflichtig in irgendwelchen Containern lagern, die irgendwo iim Kreis Herzogtum Lauenburg stehen, weil es einen Lagerraum dafür scheinbar weder in Ahrensburg gibt noch im Kreis Stormarn.
Aber: In einer aktuellen Meldung aus dem Rathaus habe ich dazu eine Antwort vom Bürgermeister bekommen, und zwar indirekt auf der Homepage der Stadt Ahrensburg. Dort habe ich unter „Aktuelle Meldungen“ einen Beitrag entdeckt mit der Überschrift: „Kultur in Ahrensburg bekommt ein neues Gesicht. Neue Dachmarke soll die vielfältige Kulturlandschaft der Stadt sichtbarer machen und mehr Menschen für kulturelle Angebote begeistern“.
Das Kleingeschriebene dazu ist breit getreten und liest sich für mich recht wuselig, aber ich habe darinnen ein Zitat des Bürgermeisters gefunden, mit dem er mir Auskunft darüber gibt, warum rund 100 Kunstwerke von der Verwaltung versteckt werden. Und diese Auskunft lautet:
„Kultur muss heute nicht nur stattfinden, sondern auch dort sichtbar sein, wo Menschen nach Informationen und Inspiration suchen.“
Ja, und wo suchen kulturell interessierte Menschen heute nach Kunst und Inspiration? Richtig: In Containern im Nachbarkreis suchen sie das, bzw. im Keller des Ahrensburger Rathauses. Und die Informationen über diese Kunst im Verborgenen, die seit Jahrzehnten von der Stadt eingelagert wird, die finden wir nicht im Programmheft der Stadt, wohl aber auf Szene Ahrensburg, und zwar in der nachstehenden Aufstellung der Kunstwerke, die im Container lagern:


Dachmarke? Lachmarke! Wir leben im Online-Zeitalter. Wer an Kultur in der Stadt interessiert ist, der schaut online auf die Website von Ahrensburg. Wenn dort nicht alles zu finden ist, wofür nun extra ein Programmheft gedruckt wird, das Geld kostet für Druck und Verbreitung, hätte man lieber die Website besser füllen sollen mit dem Kulturprogramm der Stadt, zumal dort auch aktuelle Änderungen und kurzfristige Ergänzungen möglich wären. Das Ganze sieht eher wie ein Beschäftigungsprogramm für Rathausmitarbeiter aus, die nicht ausgelastet zu sein scheinen.
Und hier ist das kulturelle Bild von Ahrensburg, das nicht unter der „Dachmarke Kultur“ aufgeführt wird, weil es die Verwaltung der Stadt offenbar garnicht interessiert: