Warum ist die insolvente Ahrensburger Vivanco GmbH plötzlich ein Hamburger Unternehmen?

Die BILD-Zeitung berichtet, dass ein „Elektro-Riese nach mehr als 100 Jahren vor dem Aus“ steht. Und das ist die Vivanco GmbH in Ahrensburg. Was Marvin Mertens vom Hamburger Abendblatt nicht so sieht, nämlich dass es ein Ahrensburger Unternehmen ist. Der Schreiber hat formuliert: „Hamburger Traditionsunternehmen insolvent – nach mehr als 100 Jahren“. Und wieso ist Vivanco ein Hamburger Unternehmen? Der Reporter erklärt: Es wurde in Hamburg gegründet. Und demzufolge wäre auch Hela ein Hamburger Unternehmen genauso wie Edding, denn beide wurden in Hamburg gegründet.

Nach dem Abgang der Großdruckerei Prinovis (Bertelsmann-Konzern) und der Offsetdruckerei Axel Springer im Jahr 2024 ist Vivanco der dritte große Gewerbesteuerzahler, der in Ahrensburg ausfällt. Und dann ist da noch Waygate Technologies, ein High-Tech-Unternehmen für Röntgensysteme, das in Ahrensburg schließen will und eine schrittweise Verlagerung des Standortes (u. a. nach Wunstorf) bis zum Jahr 2027 plant.

Dass diese vier Unternehmen vier Löcher im Ahrensburger Haushalt reißen, hat unser tüchtiger Bürgermeister natürlich im Auge gehabt im Rahmen seiner Planung für den 115-Millionen-Euro-Neubau der Schule Am Heimgarten.

Mit dem Abgang der genannten vier Firmen hat Ahrensburg rund 1.000 Arbeitsplätze verloren.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. August 2026

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