Warum ist die insolvente Ahrensburger Vivanco GmbH plötzlich ein Hamburger Unternehmen?

Die BILD-Zeitung berichtet, dass ein „Elektro-Riese nach mehr als 100 Jahren vor dem Aus“ steht. Und das ist die Vivanco GmbH in Ahrensburg. Was Marvin Mertens vom Hamburger Abendblatt nicht so sieht, nämlich dass es ein Ahrensburger Unternehmen ist. Der Schreiber hat formuliert: „Hamburger Traditionsunternehmen insolvent – nach mehr als 100 Jahren“. Und wieso ist Vivanco ein Hamburger Unternehmen? Der Reporter erklärt: Es wurde in Hamburg gegründet. Und demzufolge wäre auch Hela ein Hamburger Unternehmen genauso wie Edding, denn beide wurden in Hamburg gegründet.

Nach dem Abgang der Großdruckerei Prinovis (Bertelsmann-Konzern) und der Offsetdruckerei Axel Springer im Jahr 2024 ist Vivanco der dritte große Gewerbesteuerzahler, der in Ahrensburg ausfällt. Und dann ist da noch Waygate Technologies, ein High-Tech-Unternehmen für Röntgensysteme, das in Ahrensburg schließen will und eine schrittweise Verlagerung des Standortes (u. a. nach Wunstorf) bis zum Jahr 2027 plant.

Dass diese vier Unternehmen vier Löcher im Ahrensburger Haushalt reißen, hat unser tüchtiger Bürgermeister natürlich im Auge gehabt im Rahmen seiner Planung für den 115-Millionen-Euro-Neubau der Schule Am Heimgarten.

Mit dem Abgang der genannten vier Firmen hat Ahrensburg rund 1.000 Arbeitsplätze verloren.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. August 2026

8 Kommentare zu „Warum ist die insolvente Ahrensburger Vivanco GmbH plötzlich ein Hamburger Unternehmen?“

  1. Fragender

    Na und?
    Hauptsache, wir werden „klimaneutral“ – und die letzten die Umwelt ermordenden Benzinkutschen werden durch elegante Lastenfahrräder (mit Batterieantrieb) ersetzt!
    Verlust von 1000 Arbeitsplätzen?
    Na und?
    Man muss eben Opfer bringen für dies und das…
    Der Reporter kennt nicht den Unterschied zwischen Ahrensburg und Hamburg?
    Also ehrlich, Herr Dzubilla!
    Was erwarten Sie von einem Ergebnis der Bildungsreform, die seit ca. 40 Jahren in rasendem Tempo so viele Einserabiturienten hervorbringt wie nie zuvor – die z.T. einfachste Rechtschreibregeln nicht beherrschen – und deren Lehrer auch nicht?
    1000 Arbeitsplätze weniger – wen von den Pattexsesselklebern im fernen Berlin und im nahen Ahrensburg interessiert das schon?
    Wo sind eigentlich die Demonstrationen der Betroffenen?
    Die müssten doch sogar gegen ihre eigenen Gewerkschaften aufstehen, von denen sie jämmerlich im Stich gelassen wurden und werden!

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  2. Peter

    Ich möchte gerne mal wissen ob sich unser Boegemeister um solche Firmen kümmert und sich dort meldet wenn Umzugspläne bekannt werden, um die Unternehmen zu halten. Gefühlt wird in Ahrensburg immer mehr Leerstand durch den Abgang von Unternehmen produziert, das Gewerbegebiet Beimoor wächst hingegen, wenn auch langsam. Ich erkenne hier kein nachhaltiges Konzept.

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  3. Sabine Heinrich

    @Peter:
    Nennen Sie mir bitte einen einzigen Grund – nur EINEN – warum sich der Bürgermeister um diese Firmen kümmern sollte!
    Er hat sein sicheres Beamtengehalt, wohnt sicherlich schön und braucht sich auch im späteren Ruhestand keine Sorgen um seine Zukunft zu machen.
    Was interessieren ihn und seine Genossen die unzähligen Arbeitslosen, die demnächst nicht wissen, wie sie ihr Häuschen abbezahlen und ihren Lebensstandard halbwegs halten sollen?
    Eben: Nichts!
    Aber die meisten Ahrensburger wollten ja so eine sozial eingestellte, fähige Führungskraft.
    Wieviele Ahrensburger Vivanco- Mitarbeiter haben seinerzeit Herrn Böge gewählt – statt des bodenständigen fähigen Konkurrenten?

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    1. Rohde

      Vivanco-Mitarbeiter konnten seinerzeit keinen Herrn „Böge“ wählen, weil dieser Name gar nicht auf der Kandidatenliste gestanden hat. 😉

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  4. Frank Fuchs

    Wir haben doch weise und vorausschauende Stadtverordnete und einen
    überaus kompetenten Bürgermeister. Da müssen wir uns doch um
    die Ahrensburger Finanzen keine Sorgen machen.
    Dass unsere Innenstadt immer mehr verödet und das Gewerbe immer weiter
    abwandert oder die Tore schließt, muss uns bei der geballten Kompetenz nicht
    weiter beunruhigen.
    Ich würde es einmal so zusammenfassen:
    Wenn Blödheit leuchten würde, hätten wir ein Energieproblem gelöst.

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  5. Sylvia

    Fragender
    Man ist tatsächlich völlig fassungslos was sich in Ahrensburg abspielt. Ich frage mich auch des öfteren wo denn der Aufschrei der Bürger oder die Demonstrationen bleiben!
    Ich habe einmal die Aussage eines Stadtverordneten gehört, der gefühlt auch schon tausend Jahre auf seinem Sessel sitzt, wonach die Stadt massenhaft Anfragen von Firmen hat, die sich in Ahrensburg ansiedeln wollen, das würde ja viel Gewerbesteuer in die leeren Kassen spülen!!! Dann müssen wir uns ja keine Sorgen machen! Man kann diese ewige „Kakophonie“ langsam nicht mehr hören und ertragen!!!

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