Es war die letzte Versammlung der Stadtverordneten vor der Sommerpause, nämlich am 29. Juni 2026 im Marstall. Für die Einwohnerfragestunde hatte ich sechs Fragen an die Verwaltung eingereicht, und zwar bereits am 22. Juni 2026, also nicht bloß fünf Tage vorher wie gewünscht, sondern meine Fragen habe ich bereits eine Woche vor dem Meeting im Marstall per E-Mail abgeschickt, weil ich die Antworten am 29. Juni 2026 haben wollte, um dann auch live im Rededuell mit dem Bürgermeister darauf antworten zu können. Diese meine Fragen lauten wir folgt:
1. Wie konnte es passieren, dass der Bau des Kinos in der Bahnhofstraße noch nicht passiert ist; und was hat die Verwaltung bis heute dagegen unternommen, dass der Investor die Bürger der Stadt Ahrensburg belogen und betrogen hat?
2. Warum sind die Sozialwohnungen auf der Alten Reitbahn noch nicht bezogen? Und was hat die Stadt bis heute dagegen unternommen und mit welchem Erfolg?
3. Können Sie ausschließen, dass beim Verkauf des Areals Alte Reitbahn möglicherweise Korruption im Spiel gewesen ist, da ja bekanntlich ein deutlich höheres Preisgebot für das Grundstück von einem Ahrensburger Investor vorgelegen hat?
4. Wenn die Läden in der Hamburger Straße durch Verschulden der Stadt erwiesene Einnahmeverluste haben werden – bekommen die Inhaber dann Fördergeld von der Stadt?
5. Die Stadt Ahrensburg hat ihre Parkplätze Lindenhof und Alte Reitbahn verkauft. Seit der Übernahme durch die Käufer fallen dadurch auch die Einnahmen durch Parkplatzgebühren für die Stadt weg. Wie hoch sind diese Verluste für beide Parkplätze hochgerechnet auf die Einnahmen des jeweils letzten Jahres, in dem die Stadt noch Einnahmen verbucht hat, bis zum heutigen Tag?
6. Warum erlaubt die Stadt monatelanges Camping auf dem öffentlichen Parkplatz in der Friedrich-Hebbel-Straße aber keinen Abstellplatz für das Mammobil in Ahrensburg?
Heute ist der 6. Juli 2026, also 14 Tage nachdem ich meine Fragen abgeschickt habe. Und? Nein, liebe Mitbürger, ich habe bis heute keine Antwort von Eckart Boege bekommen, weder aus seinem Munde im Marstall noch per E-Mail oder per Post. Nicht einmal per Brieftaube hat er mir seine Antworten zukommen lassen, obwohl er doch einen Vogel hat, ich meine auf dem Dach des Rathauses. Oder ist das nur eine Ente? 🦆
Ja, liebe Lesergemeinde, wenn etwas den Bürgermeister vom Schilda des Nordens auszeichnet, dann ist es seine Sturheit gepaart mit Überheblichkeit. Der Mann ist so berauscht von seiner eigenen Wichtigkeit, dass er sich scheinbar für den Regierenden Bürgermeister von Ahrensburg hält und sich selber am liebsten neben seine Kollegen in Hamburg und Berlin platzieren möchte. Und dabei immer grinsend wie ein Lebkuchenmann.
Lesen Sie mal im MARKT von diesem Wochenende, was Christof Herbers, SPD-Fraktion Ahrensburg, schreibt unter der Überschrift: „Ahrensburg droht ein Notstand bei Sozialwohnungen – höchste Zeit für neue Konzepte!“ Diesen Beitrag richtet Herbers natürlich speziell an seinen ehemaligen Parteifkollegen, den Ex-Genossen Eckart Boege – siehe auch oben meine Frage Nr. 2 an den Bürgermeister, deren Antwort ihm offensichtlich schwerfällt, weil er dazu wohl ein öffentliches Geständnis machen müsste.
POSTSKRIPTUM: Ich kann mir gut vorstellen, dass der Boegemeister mit der Beantwortung meiner Frage Nr. 3 die größten Probleme hat. 😇


Lieber besorgter Bürger,
wenn Sie am 22.06.2026 Fragen für die Stadtverordnetenversammlung vom 29.06.2025 einreichen, haben Sie die Frist nicht gewahrt und müssen sich über ausbleibende Antworten nicht wundern.
Aber den Typo einmal ignorierend: Gem. § 16c GO SH (1) muss die Gemeindevertretung „bei öffentlichen Sitzungen Einwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit einräumen, Fragen zu Beratungsgegenständen oder anderen Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft zu stellen und Vorschläge oder Anregungen zu unterbreiten.“ Auch zu finden auf der Seite der Stadt unter Nr. 99030005058000.
Eine Antwortpflicht kann ich hieraus nicht ableiten. Ohne Beantwortung würde der Paragraph jedoch leer laufen, insofern kann man hier in 3-6 Monaten durchaus nachhorchen 🙂
Danke schön für den Hinweis auf meinen Tippfehler – schon korrigiert.
Ich stelle mir mal vor, was utopisch ist: Die Redaktion von Abendblatt oder Tageblatt interviewt den Bürgermeister der Stadt und stellt diesem genau die sechs Fragen, die Herr Dzubilla ihm gestellt hat. Würde der Herr Boege im Interview dann auch erklären, dass seine Antworten auf alle diese sechs Fragen später nachgereicht werden?
Ich kann es Herrn Dzubilla echt nachfühlen, dass er sauer auf den Verwaltungsleiter ist, der in der Tat respektlos gegenüber Bürgern reagiert und das nicht zum ersten Mal.
Und bezüglich Vogel: Über Dzubilla schimpft Boege in seinem Umkreis wie ein Rohrspatz.