Verkehr(t) am Kattensteert: Wege aus Rasengittersteinen, die ins Nichts führen!

Wir kennen die Rampengasse vor dem CCA und die Regenwasserstreifen* in der Rathausstraße. Wir kennen den Deppenkreisel im Wulfsdorfer Weg genauso wie den Poller in der Manhagener Allee und die Haltebügel für Lastenfahrräder in der Stormarnstraße vor den dortigen Abfallcontainern. Und nun gibt es schon wieder etwas absonderlich Gebautes im Schilda des Nordens, und zwar an der Kreuzung Kattensteert/Am Neuen Teich!

Meine Vermutung: Es ging hier darum, den Übergang vom Kattensteert über Am Neuen Teich übersichtlich und damit sicherer zu machen für Kinder, die auf dem Wanderweg zum Blockhaus und dem dortigen Spielplatz gehen. Hier hätte man zwar auch einen Zebrastreifen über die Straße legen können, aber das wäre für unser Bauamt viel zu billig, weshalb man sich für die Konstruktion mit der Halbinsel und den geliebten rot-weiß-gestreiften Warnbarken entschieden hat, die Sie nebenstehend sehen. Aber so weit so gut.

Der Stein meines Anstoßes liegt genau auf der gegenüberliegenden Seite der Straße.

Schauen Sie bitte auf das Foto rechts und erklären sie mir, was diese beidseitigen Pflasterstreifen aus Rasengittersteinen dort bezwecken sollen, was nicht etwa Geh- oder Radwege am Rande vom Kattensteert sind oder gar Haltebuchten für Autos, sondern diese beiden Streifen mit nicht abgesenkten Randsteinen führen schmaler werdend ins Nichts. Und das Straßenpflaster dazwischen ist auch noch reparaturbedürftig wie das meiste Straßenpflaster in unserer Stadt.

Klar, so etwas kann man machen genauso wie den Bau vom Deppenkreisel. Aber warum sollte man es tun, es sei denn, der Kattensteert liegt im Schilda des Nordens, wo die Rathauskasse so voll ist, dass sie förmlich überläuft. Und wo das Bauamt dermaßen überbesetzt ist, dass man Arbeitsauslastungen für die Mitarbeiter schaffen muss.

Doch ich bin mir sicher, dass aus dem Bauamt der Stadt eine vernünftige Erklärung für diese belegten Randstreifen kommen wird. Zum Beispiel: „Wir sind mit dem Bau noch garnicht fertig, denn die Rasengittersteine sollen noch weiter verlegt werden bis zum Blockhaus, und zwar hin zum Gehege, wo die Wappentiere vom Bauamt der Stadt stehen.“ 🫏

* Postskriptum: Die Regenrinnenstreifen in der Rathausstraße sind zwar immer noch da, aber sie sind im Laufe der Jahre vermutlich bei vielen Bürgern schon in Vergessenheit geraten. Ich habe darum das Thema  bei Google eingegeben und die KI berichtet von dieser 80.000-Euro-Posse aus dem Jahre 2015 wie folgt:

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. September 2026

3 Kommentare zu „Verkehr(t) am Kattensteert: Wege aus Rasengittersteinen, die ins Nichts führen!

  1. Lionel Hutz

    Die Stadt Ahrensburg wollte dort vor vielen Jahren, nach einem Unfall, einen Zebrastreifen einrichten. Das scheiterte an einem Erlass des Landesverkehrsministeriums, der eine Abweichung von der Mindestverkehrsstärke für einen Zabrastreifen (mind. 50 Fußgänger/200 Autos pro Stunde zur Spitzenzeit) untersagt hat. Als ob ein Zebrastreifen an der Stelle irgendwem wehtun würde.
    Diese Fahrbahneinengung ist nur eine bauliche Maßnahme, die nicht der oberlehrerhaften Aufsicht des Verkehrsministeriums unterliegt.
    Na ja. Vermutlich ist das Geld dafür besser investiert als für Velorouten, die keiner braucht und Fahrradparkhäuser an der falschen Seite vom Bahnhof.

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