Zur Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung am 29. Juni 2026 hatte ich u. a. die Frage gestellt: „Die Stadt Ahrensburg hat ihre Parkplätze Lindenhof und Alte Reitbahn verkauft. Seit der Übernahme durch die Käufer fallen dadurch auch die Einnahmen durch Parkplatzgebühren für die Stadt weg. Wie hoch sind diese Verluste für beide Parkplätze hochgerechnet auf die Einnahmen des jeweils letzten Jahres, in dem die Stadt noch Einnahmen verbucht hat, bis zum heutigen Tag?“
Die Antwort kam am 7. Juli 2026 auf dem Briefbogen von Eckart Boege und war unterzeichnet „Mit freundlichen Grüßen In Vertretung A. Klaus Korte Stellv. Bürgermeister“. Und der Stellvertreter im Denkmal am Rathausplatz hat mir geantwortet: „Leider ist eine Beantwortung der Frage derzeit nicht möglich.“
Also habe ich zwei Monate lang geduldig gewartet und meine Frage dann zur Einwohnerfragestunde vom 31. August 2026 noch einmal wiederholt. Und diesmal kam die Antwort von Bürgermeister Eckart Boege persönlich und also lautend: „Eine Prüfung, für eine derart umfangreiche Auswertung, kann derzeit aufgrund der aktuell nicht vorhandenen, personellen Kapazitäten in der Bauverwaltung nicht erfolgen.“
Ich gebe zu, dass ich in Sachen von angewandter Mathematik nicht gerade die hellste Leuchte bin. Und in meiner naiven Laienhaftigkeit dachte ich: Der
Bürgermeister gibt meine Frage weiter an einen Mitarbeiter in der Bauverwaltung. Und der schaut in seinem PC in die letzten Jahre, als die beiden Parkplätze noch der Stadt gehörten und guckt dort nach, wie hoch die Erlöse von Lindenhof und Alter Reitbahn gewesen sind. Und dann nimmt er die Summen mal mit der jeweiligen Anzahl der nachfolgenden Jahre bis zum laufenden. Und schon hat er die beiden Beträge, die ich wissen möchte, weil ich denke, dass sie auch interessant und aufschlussreich sind für viele Bürger unserer Stadt.
Ich rechne mir aus, dass ein Mitarbeiter für diese Dienstleistung keine halbe Stunde benötigt. Aber nach der Antwort des Bürgermeisters hat sich die Befürchtung in meinem Kopfe eingestellt: Im Rathaus vom Schilda des Nordens ist die Zeit irgendwie stehengeblieben, ich meine technisch. Ich vermute, dass die Mitarbeiter in der Bauverwaltung noch nicht einmal einen Taschenrechner zur Verfügung haben, geschweige denn einen Personal-Computer, weshalb sie PC für die Abkürzung halten von Peek & Cloppenburg.
Es ist bekannt, dass der Boegemeister ein diplomierter Mathematiker ist. Und wie sagte doch schon der griechische Mathematiker und Physiker Archimedes von Syrakus (287–212 v. Chr.)? Er sagte:
„Es gibt Dinge, die den Menschen unglaublich erscheinen, die nicht Mathematik studiert haben.“


Was schätzen Sie denn, wie hoch die Erlöse aus den zwei Parkplätzen damals gewesen sind?
Ich kann nur mutmaßen, aber ich befürchte, dass die Verluste höher sind als die Erlöse beim Verkauf der beiden Parkplätze. Das wäre vergleichbar mit der Milchkuh, die man schlachtet und hinterher stöhnt, dass sie keine Milch mehr gibt.
Wenn die Stadt also ein Parkhaus baut, dann ist das eine Investition in die Zukunft, die sich eines Jahres bezahlt mach. Ein Return on Investment. Dazu der Hinweis: Im Jahre 2025 kassierte die Stadt Ahrensburg rund 840.000 Euro an Parkgebühren, hat also Geld eingenommen allein durch das Leeren der Ticketautomaten. Und dann gibt es Ignoranten bei Grünen und WAB, die weitere Stellplätze abbauen möchten und jammern, dass ein Parkhaus auf dem Stormarnplatz doch Geld kostet. Besser wäre es, wenn sie ihre Sitzplätze als Stadtverordnete abbauen würden!
Warum kann man immer noch am Alten Lokschuppen umsonst parken?
Der Unterhalt dieser Immobilie kostet doch sicher auch Geld.
Oder will mir irgendjemand ernsthaft erzählen, dass da nur Kunden
parken die in der Innenstadt einkaufen?
Zum Thema Lindenhof und Alte Reitbahn möchte ich lieber nichts sagen,
sonst würde ich mich nur strafbar machen.
Aber es ist schon erschütternd, wie unsere „Amateur Politiker“ und unsere Verwaltung
Ahrensburg gegen die Wand fahren. Noch schlimmer finde ich, dass sich unter uns
Bürgern so gut wie kein Widerstand regt.
Demokratie ist gut.
Der Nachteil ist, dass zwei Dumme einen Gescheiten überstimmen können.
Zum Parkhaus Alter Lokschuppen: Hier dürfen nur Bahnreisende parken. Und viele fahren umsonst dort hin, weil im P+R-Parkhaus viele Autofahrer missbräuchlich kostenlos parken.
Glauben Sie ernsthaft, dass da nur Bahnreisende parken ?
Dieses Parkhaus wird als kostenloser Parkplatz benutzt.
Mit Sicherheit auch von Anwohnern.
Also, warum kann es dort nicht auch Parkgebühren geben, die
müssen ja nicht so hoch sein wie in Hamburg.
Eine einfache Rechnung:
Ich schätze, dass dort ca. 500 Autos parken können, wenn man nur
ein Tagesticket für € 3,– einführen würde, bedeutet das Einnahmen
pro Jahr von ca. 800.000,– bis 900.000,– bei einer Auslastung von 80 %.
Damit könnte man einiges bewegen.
Es ist ein P+R-Parkhaus. Es wird fehlbelegt, wie Sie mehrfach auf Sszene Ahrensburg lesen können. Bahnfahrer, die ab 8 Uhr kommen, haben wenig Chancen, einen freien Platz zu finden. Wichtig wäre, wenn kostenloses Camping auf öffentlichen Parkplätzen in Ahrensburg verboten wäre.
Selbst ein Tagesticket von 3 Euro würde für einen Vollzeitpendler eine Mehrbelastung von rund 60 Euro im Monat bedeuten. Das halte ich für den falschen Weg. Sinnvoll wäre, als ersten Schritt eine Höchstparkdauer von 24 Stunden einzuführen, um die Anwohner zu vertreiben, die das Parkhaus als Dauerstellplatz missbrauchen.
Eine defensive Rechnung mittels KI ergibt für die inzwischen über 9,5 Jahre seit Schließung einen Verlust von ca. 417.000 € an Parkgebühren. Gerechnet wurde mit einer mittleren Auslastung von 55% der damals 81 verfügbaren Parkplätze und einem Kostenpunkt von 0,5 € pro Stunde in der bewirtschafteten Zeit. Davon wurden 22% an Kosten für laufende Bewirtschaftungskosten angesetzt.
Ihre Rechnung kann ich nicht nachvollziehen.
Haben Sie vielleicht mit einer chinesischen KI gerechnet?
„Laufende Bewirtschaftungskosten“ in einer Höhe von 22%? Ich lach mich schlapp, denn die Bewirtschaftung bestand darin, die Automaten zu leeren.
Und wie kommen Sie auf die Zahl 81?
Geld – was ist das schon?
Auch wenn man keines hat – ausgeben kann man es immer.
Ahrensburg macht es dem großen Bruder Berlin nach.
Ich wage mal eine steile These…
Als man sich entschieden hat die beiden Grundstücke zu verkaufen wurde ermittelt wie hoch die Einnahmen per anno für die jeweilige Fläche sind.
Aus der ermittelten Summe wurde ein Verkaufspreis gebildet. In Ahrensburg liegt dieser für Wohnungen bei dem ca. 25 fachen der Jahresmiete. Ich vermute mal, dass der Preis für exponierte Lagen wie diese, deutlich höher liegt.
Da nach Verkauf der Flächen keine Einnahmen mehr durch Parkgebühren erzielt wurden, braucht man nicht einmal einen Taschenrechner, um Zahlen zu addieren, sie sollten!! vorliegen.
Dass Ihnen diesen Zahlen nicht genannt werden, kann nur einen Hintergrund haben, sie wurden schlichtweg nicht ermittelt. Sollte ich damit richtig liegen, dann wurde hier auf allen Ebenen geschlammt, geschludert und total versagt.
Hier einmal die Herleitung über ChatGPT in Kopie, damit sich alle ein Bild machen können. Ist ja nicht schwer. Die offizielle Zahl der Plätze ist ebenso wie das Versagen der Verwaltung sogar der KI aufgefallen 😉
Wieviele Parkplätze gab es auf dem ehemaligen LIndenhof Parkplatz in Ahrensburg
Auf dem ehemaligen Lindenhof-Parkplatz in Ahrensburg gab es zuletzt 81 öffentliche Stellplätze.
Das lässt sich aus mehreren Quellen nachvollziehen:
Eine zeitgenössische Meldung zum Verkauf des Lindenhof-Grundstücks im Januar 2017 nennt ausdrücklich „81 zeitlich begrenzte Stellplätze mit Parkschein“.
In den Unterlagen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 94 wird der Wegfall der öffentlichen Parkfläche behandelt; dort ist an anderer Stelle auch von 60 öffentlichen Parkplätzen die Rede. Das dürfte auf eine frühere Zählung bzw. einen bestimmten Planungsstand zurückgehen.
Die Stadt Ahrensburg bestätigt, dass die Fläche bis zur Bebauung als öffentlicher Parkplatz genutzt wurde.
Entscheidend: 81 oder 60?
Wenn du wissen möchtest, wie viele Parkplätze tatsächlich unmittelbar vor dem Verkauf 2016/17 vorhanden waren, würde ich 81 Stellplätze als die belastbarste Zahl ansetzen. Die Zahl stammt aus der Beschreibung unmittelbar zum Beginn des Bauprojekts.
Interessant ist allerdings, dass in den Bebauungsplanunterlagen mit 60 öffentlichen Parkplätzen gerechnet wurde. Das könnte bedeuten, dass zwischen verschiedenen Planungs-/Zählständen unterschieden wurde.
Wenn du möchtest, kann ich
die historischen Unterlagen von Stadt Ahrensburg, Bebauungsplan und Ratsvorlagen gezielt durchgehen und rekonstruieren, warum 60 und 81 genannt werden – insbesondere auch,
wie viele Stellplätze auf dem Lindenhof-Parkplatz tatsächlich weggefallen sind und wie viele davon die Stadt ersetzen musste. Das wäre für die damalige Parkplatzdiskussion ziemlich interessant.
In welchen Zeiten durfte dort geparkt werden und wie teuer war eine Stunde parken?
Ja. Ich habe dazu speziell die historischen Unterlagen zum ehemaligen Lindenhof-Parkplatz in Ahrensburg geprüft.
Parkzeiten und Gebühren
Der Lindenhof-Parkplatz war öffentlicher, bewirtschafteter Parkraum. In den Unterlagen zum Bebauungsplan wird für den Lindenhof ausdrücklich eine maximale Parkdauer von 3 Stunden genannt.
Für die Gebührenpflicht galten nach der damaligen Ahrensburger Parkgebührenregelung:
Montag–Freitag: 09:00–18:00 Uhr
Samstag: 09:00–13:00 Uhr
außerhalb dieser Zeiten: kostenlos
Höchstparkdauer: 3 Stunden
Was kostete eine Stunde?
Hier ist eine zeitliche Besonderheit wichtig: Die heute auf der Stadtseite stehenden 1,00 € für die erste Stunde gelten nicht für die Zeit des Lindenhof-Parkplatzes.
In den damaligen Unterlagen wird für die Parkgebühren eine Gebühreneinheit von 0,50 € erwähnt; 2021 wurde eine Anhebung auf 0,60 € je Einheit zum 1.1.2022 diskutiert.
Ich würde deshalb für den letzten Nutzungszeitraum 2016/Anfang 2017 nicht einfach 1 € pro Stunde ansetzen. Ich kann noch gezielt die damalige Parkgebührenverordnung 2012 bzw. deren Fassungen 2014–2016 heraussuchen. Damit lässt sich exakt feststellen, ob am Lindenhof z. B. 0,50 € für 60 Minuten, 0,50 € je Zeiteinheit oder ein anderer Tarif galt.
Das wäre insbesondere interessant, wenn du die damaligen Einnahmen des Lindenhof-Parkplatzes bzw. den wirtschaftlichen Wert der 81 Stellplätze berechnen möchtest.
Mit welcher durchschnittlichen Belegung der 81 Parkplätze bei Berechnung 0,50 € pro Stunde und somit welchem Ertrag pro Jahr ist zu rechnen?
Ja. Wenn wir für die Rechnung 81 Stellplätze, 0,50 € je Stunde und die damals geltenden gebührenpflichtigen Zeiten zugrunde legen, lässt sich der mögliche Jahresertrag recht gut abschätzen.
Die Stadtunterlagen bestätigen für den Lindenhof-Parkplatz rund 60 öffentlich bewirtschaftete Plätze; die spätere Stellplatzbilanz nennt 70 entfallende Plätze. Die von dir genannte Zahl von 81 Stellplätzen würde ich deshalb für eine Ertragsrechnung als Maximalbestand verwenden.
1. Maximale theoretische Einnahme
Gebührenpflichtig war:
Montag–Freitag: 9:00–18:00 Uhr = 9 Stunden
Samstag: 9:00–13:00 Uhr = 4 Stunden
Sonntag: gebührenfrei
Das sind etwa 2.500 gebührenpflichtige Stunden pro Stellplatz und Jahr.
Bei 81 Plätzen:
81 × 2.500 h × 0,50 € = 101.250 € pro Jahr
Das wäre allerdings eine 100-%-Belegung während sämtlicher gebührenpflichtiger Stunden – praktisch völlig unrealistisch.
2. Realistische Belegung
Für einen innenstadtnahen Parkplatz mit einer Höchstparkdauer von drei Stunden würde ich für eine überschlägige historische Wirtschaftlichkeitsrechnung folgende Szenarien ansetzen:
Durchschnittliche Belegung Einnahmen/Jahr
30 % ca. 30.400 €
40 % ca. 40.500 €
50 % ca. 50.600 €
60 % ca. 60.800 €
70 % ca. 70.900 €
80 % ca. 81.000 €
Meine Einschätzung
Für den Lindenhof würde ich 50–60 % durchschnittliche Auslastung über die gesamte Gebührenzeit als plausiblen Ansatz verwenden.
Damit hätte der Parkplatz ungefähr
50.000–61.000 € Parkgebühreneinnahmen pro Jahr
generiert.
Bei einem mittleren Ansatz von 55 % wären es rund 55.700 € pro Jahr.
Wichtig ist dabei: Das ist der Brutto-Parkgebührenertrag, nicht der Gewinn. Automatenbetrieb, Leerungen, Wartung, Bewirtschaftung und Verwaltung wären noch abzuziehen.
Interessanter Punkt
Wenn du diese Rechnung im Zusammenhang mit dem Verkauf des Lindenhof-Grundstücks bzw. der politischen Diskussion um den Wegfall der Parkplätze betrachtest, würde ich noch einen Schritt weitergehen: Man kann anhand der 81 Plätze, 0,50 €, 3 Stunden Höchstparkdauer und einer realistischen Auslastung berechnen, welchen Kapitalwert der entfallenden Parkgebühren über z. B. 20 oder 30 Jahre hatte.
Das könnte eine überraschend hohe Summe ergeben und wäre für die Bewertung des damaligen Grundstücksverkaufs durchaus interessant.
wie hoch ist aus deiner SIcht der entfallene Ertrag seit Verkauf des Grundstückes und Schließung der Parkfläche? Und welchen Betrag würdest du als Bewirtschaftungskosten für diesen Zeitraum abziehen?
Ja. Wenn wir die Frage wirtschaftlich aus Sicht der Stadt Ahrensburg betrachten, würde ich nicht mit einer 100-%-Auslastung rechnen, sondern mit einer realistischen durchschnittlichen Belegung von etwa 55 %.
Wichtig ist dabei: Der Parkplatz wurde am 24. Januar 2017 offiziell übergeben und fiel damit als Parkplatz weg. Die zeitgenössische Meldung nennt ausdrücklich 81 zeitlich begrenzte Stellplätze mit Parkschein.
1. Meine Ausgangsannahmen
Ich würde für eine konservative Berechnung ansetzen:
81 Stellplätze
55 % durchschnittliche Belegung
0,50 € je Stunde
Gebührenzeit: Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–13 Uhr
ca. 2.500 gebührenpflichtige Stunden pro Jahr
Zeitraum: 24.01.2017 bis 03.09.2026 = ca. 9,61 Jahre
Die Gebührenzeiten sind in der Ahrensburger Parkgebührenverordnung entsprechend festgelegt.
Jährlicher Bruttoertrag
81 × 55 % × 2.500 Stunden × 0,50 €
= 55.688 € pro Jahr
Über 9,61 Jahre:
≈ 535.000 € entgangene Parkgebühren
2. Was davon hätte die Stadt tatsächlich als Ertrag gehabt?
Hier würde ich nicht pauschal 50 % Kosten abziehen. Ein bewirtschafteter Innenstadtparkplatz verursacht zwar Kosten, aber ein vorhandener Parkplatz verursacht keine annähernd so hohen laufenden Kosten wie beispielsweise ein Parkhaus.
Ich würde folgende Kostenpositionen berücksichtigen:
Kostenposition meine Schätzung
Parkscheinautomaten / Wartung 4–6 %
Leerung / Geldhandling / Zahlungsverkehr 2–3 %
Reinigung / Winterdienst / Grünpflege 5–7 %
Beschilderung / Markierungen / kleinere Reparaturen 2–3 %
Überwachung / Verwaltung anteilig 4–6 %
Summe ca. 18–25 %
Ich würde für eine seriöse Rechnung 22 % Bewirtschaftungskosten verwenden.
Damit:
535.000 € × 22 % = ca. 118.000 € Kosten
und damit ein entgangener Nettoertrag von:
ca. 417.000 €
für den Zeitraum Januar 2017 bis September 2026.
3. Meine realistische Bandbreite
Die Auslastung ist natürlich der entscheidende Unsicherheitsfaktor:
Ø-Auslastung entgangene Gebühren abzügl. 22 % Kosten entgangener Nettoertrag
40 % ca. 389.000 € 86.000 € 303.000 €
50 % ca. 486.000 € 107.000 € 379.000 €
55 % ca. 535.000 € 118.000 € 417.000 €
60 % ca. 584.000 € 128.000 € 455.000 €
70 % ca. 681.000 € 150.000 € 531.000 €
Meine Einschätzung
Ich würde gegenüber Politik oder Verwaltung nicht mit 417.000 € als exakter Zahl argumentieren, sondern mit:
Rund 0,4–0,45 Mio. € entgangener Netto-Parkgebührenertrag seit Aufgabe des Lindenhof-Parkplatzes.
Das halte ich für eine plausible und eher vorsichtige Größenordnung.
4. Allerdings gibt es einen wichtigen Punkt
Die Rechnung mit konstant 0,50 € ist sogar etwas konservativ.
Die Stadt hat 2021 beschlossen, den Tarif von 0,50 € auf 0,60 € je Einheit anzuheben; die Änderung trat zum 1. Januar 2022 in Kraft. Die Verwaltung begründete dies unter anderem mit der Umsatzsteuerpflicht.
Wenn wir deshalb ab 2022 mit 0,60 € statt 0,50 € rechnen, steigt der entgangene Betrag entsprechend.
Unter denselben 55-%-Auslastungsannahmen komme ich dann überschlägig auf:
ca. 570.000 € Brutto-Parkgebühren
bzw. nach 22 % Bewirtschaftungskosten:
ca. 445.000 € entgangener Nettoertrag
5. Und noch etwas macht die Sache politisch interessant
Die Stadt erhielt beim Verkauf des Lindenhof-Grundstücks offenbar einen Mehrerlös von 500.000 € für die Schaffung von Ersatzparkplätzen. Das wird auch in zeitgenössischen Berichten über den Verkauf thematisiert.
Damit ergibt sich eine interessante Gegenüberstellung:
Einmaliger Mehrerlös / Ausgleich:
≈ 500.000 €
gegen
entgangener Netto-Parkgebührenertrag seit 2017:
≈ 400.000–450.000 €
Das heißt: Der einmalige Betrag entspricht ungefähr dem Parkgebührenertrag, den die Stadt in den ersten rund 9–10 Jahren verloren hat.
Und dabei ist der wirtschaftliche Wert der Stellplätze selbst noch gar nicht berücksichtigt.
Außerdem gibt es einen wichtigen Widerspruch, den ich bei einer belastbaren Untersuchung klären würde: Die zeitgenössische Meldung spricht von 81 Stellplätzen, während eine städtische Stellplatzbilanz im Zusammenhang mit der Planung später von 70 entfallenden Lindenhof-Stellplätzen ausgeht.
Wenn du möchtest,
kann ich als Nächstes genau diesen Fall wirtschaftlich komplett aufrechnen: Grundstücksverkaufspreis + 500.000 € Ersatzparkplatz-Zahlung + entgangene Parkgebühren + Bewirtschaftungskosten + Wert der weggefallenen Stellplätze und daraus ermitteln, was die Stadt Ahrensburg der Verzicht auf den Lindenhof-Parkplatz bis heute tatsächlich gekostet hat.
Vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar!
Sie schreiben: „Kostenposition meine Schätzung
Parkscheinautomaten / Wartung 4–6 %
Leerung / Geldhandling / Zahlungsverkehr 2–3 %
Reinigung / Winterdienst / Grünpflege 5–7 %
Beschilderung / Markierungen / kleinere Reparaturen 2–3 %
Überwachung / Verwaltung anteilig 4–6 %
Summe ca. 18–25 %“
Diese Schätzung ist eine Milchmädchenrechnung. Wenn Sie den Parkplatz Lindenhof – https://www.szene-ahrensburg.de/2015/12/abmahnung-an-die-staedtische-verwaltung-von-ahrensburg/ – gekannt haben, dann wissen Sie auch, dass der nach jedem Starkregen mit Pfützen übersät gewesen ist. Wenn die Stadt auf diesem Parkplatz wirklich mal etwas getan hat, dann wurde das nicht von externen Firmen kostenpflichtig ausgeübt, sondern es wurde von städtischem Personal in normaler Arbeitszeit erledigt. Auch die Parkplatzkontrolle durch die städtischen Überwachungskräfte erfolgte ohne Mehrkosten für die Stadt, wobei Sie allerdings eingenommene Bußgelder wegen abgelaufener Parkzeit nicht unter Erlöse in Ihrer Schätzung berücksichtigt haben.
Lieber Herr Dzubilla,
wir kennen uns schon sehr lange und ich kenne auch den alten Lindenhof Parkplatz sehr gut und weiß, was Sie meinen.
Kennen Sie den Begriff „Eh-da-Kosten“? Es ist betriebswirtschaftlich nicht angeraten, so zu kalkulieren, wie Sie es erwägen. Zudem habe ich eingangs geschrieben, es ist eine defensive Kostenschätzung, die Sie gerne nutzen dürfen von von „mindestens 0,45 Mio € Einnahmeausfall nach Abzug von Kosten mit dickem Daumen geschätzt“ zu sprechen. Warum verwenden Sie das nicht so, warum verlieren Sie sich im Klein-Klein?
Im Umkehrschluss sind natürlich die „Eh-da-Kosten“ für noch bestehende Parkraumbewirtschaftung prozentual deutlich gestieben 😉
Also, wie man es auch dreht, die Verwaltung hat damit kein glückliches Händchen gehabt (erneut). Eine Firma ließe sich so nicht erfolgreich führen.