Schilda des Nordens: Kunstrasen für 1,2 Millionen Euro mitten in der City

Für Außenstehende mag es unglaublich klingen, für die Bürger von Ahrensburg ist es der normale Alltag. Damit meine ich die Sportplätze mitten in der Innenstadt. Statt dass man diese nicht schon längst zu einem Sportpark am Beimoor verlegt hat, werden sie nun tatsächlich für 1,2 Millionen Euro Steuergeld mit neuem Kunststoffrasen belegt, passend zum dortigen Dusch- und Umkleidehaus für 2,12 Millionen Teuro, über das seit dem Bau niemand mehr spricht.

Natürlich sind Kosten für Ahrensburg kein Problem, da im Schilda des Nordens große Investitionen mit Schulden bezahlt werden wie z. B. das Schulzentrum Am Heimgarten für 115 Millionen Euro, das wir uns nach Analyse, Prüfung und Stellungnahme der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC (PricewaterhouseCoopers).eindeutig nicht leisten können. Und diejenigen, die das Projekt trotzdem beschlossen haben, die werden sich rechtzeitig aus dem Staub machen, zumal sie keinerlei Verantwortung für ihr verantwortungsloses Tun übernehmen müssen.

Und bezüglich Stormarnplatz komme ich noch einmal zurück auf meine Vision aus dem Jahre 2017. Hätte man das umgesetzt, stünde Ahrenburg heute besser da. Die zwei Fußballfelder mitten im Wohngebiet, die ohnehin nur wenige Stunden in der Woche benutzt werden, sind ein Relikt aus dem vorigen Jahrhundert. Diese Plätze auch noch mit Steuergeldern zu belegen, das ist in meinen Augen ein Kapitel im Schwarzbuch der Steuerzahler.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. August 2026

16 Kommentare zu „Schilda des Nordens: Kunstrasen für 1,2 Millionen Euro mitten in der City“

  1. Kirchberger

    Die Stadt zeigt ausdrücklich an, dass es „frischer“ Kunstrasen ist, der dort verlegt wird. Was mit dieser Frische gemeint sein soll, erklärt sich mir nicht, denn frisch wäre für mich ein natürlicher Rasen.

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  2. Sabine Heinrich

    Was die verantwortungslose Verschleuderung von Steuergeldern betrifft, kann sich Ahrensburg durchaus mit Berlin messen!
    Wer beschließt denn so einen Wahnsinn?
    Und: Keiner kann doch ernsthaft glauben, dass es bei diesen 1.2 Millionen bleibt!
    Schade, dass der Öffentlichkeit vorenthalten bleibt, welche Politiker wie abstimmen – auch bei anderen Themen.

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  3. Rohde

    Dazu habe ich als Einwohner der Stadt Ahrensburg folgende Frage: Wozu wurde das PwC-Gutachten in Auftrag gegeben und von der Stadt bezahlt, wenn man auf das Resultat doch nicht gehört hat?

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    1. Harald Dzubilla

      Das hat mit Intelligenz zu tun. Möglicherweise gibt es im Schilda des Nordens auch Entscheider, die das Gegenteil sind von Genies. 😉

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  4. Peter Körner

    Moin Frau Heinrich,

    natürlich weiss man, wer wie abstimmt – zumindest im öffentlichen Teil der Sitzungen. Und das wird in diesem Fall auch der Fall sein.

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    1. Harald Dzubilla Beitragsautor

      Moin Herr Körner – es ist korrekt, dass man nachlesen kann, wie die Fraktionen abgestimmt haben. Wenn es aber keine namentliche Abstimmung gegeben hat, dann ist nicht erkennbar, welche Person wie abgestimmt hat.

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      1. Peter Körner

        … ich habe ja auch nicht die Protokolle gemeint, sondern den Besuch der entsprechenden Ausschusssitzungen – dort sieht man die Mitglieder auch nicht nur von hinten. Und wenn man öfters zur Stadtverordnetenversammlung geht, erkennt man die meisten Mitglieder auch am Rücken…

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  5. Sabine Heinrich

    Nabend, Herr Dzubilla,
    vor ein paar Tagen hatte ich Ihnen Ideen für einen alternativen Stadtrundgang unterbreitet.
    Nun kommt eine neue Sehenswürdigkeit hinzu.
    Also bitte!
    Das mit dem alternativen Stadtrundgang habe ich durchaus ernst gemeint!
    In anderen Städten gibt es so etwas auch.
    Und der in Ahrensburg wäre sicher sehr viel interessanter als ein „normaler“, den es meines Wissens noch nicht einmal gibt.
    Da gab es auch nie ausliegende Stadtpläne – am Bahnhof z.B. – in der Vor- Smartphonezeit ein echtes Manko.
    Und auch jetzt gibt es noch Menschen, die gern einen papierenen Plan zur Hand nehmen – da bin ich nicht die Einzige!
    Gab es da nicht einmal jemanden, der viel Geld für nie geliefertes „City-Management“ bekommen hat?
    Weitere Anlaufpunkte für dien alternativen Stadtrundgang: Die für viel Geld aus Bayern angeworbenen „Kunstsprayer“, welche die Stromkästen verziert haben.
    Gute Sprayer gibt und gab es kostengünstiger in Hamburg und im Hamburger Umland!
    Herr Dzubilla, das meine ich jetzt wirklich ernst:
    Erarbeiten Sie einen alternativen Stadtrundgang für Ahrensburg, bei dem natürlich auch der geistig abwesend (um es nett auszudrücken) wirkende Blaumann nicht fehlen dürfte.
    Konnte ich Sie jetzt motivieren?
    Und – nicht vergessen: Die verschwundenen Bilder…

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    1. Harald Dzubilla Beitragsautor

      Guten Abend Frau Heinrich! Ich mache Szene Ahrensburg. Das ist nicht nur eine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern das ist auch mehr als genug.Stadtrundgänge haben früher die politischen Parteien gemacht; die Beteiligungen waren sehr übersichtlich.

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    2. Jan

      Ich würde fast behaupten, ein Stadtplan mit diesen „alternativen“ Sehenswürdigkeiten ließe sich heutzutage doch relativ aufwandsarm mit KI erstellen. Auch bei Google und anderen Maps kann man online Karten teilen, die definierte Punkte enthalten. Letzteres fände ich glatt am charmantesten, die Karte könnte dann im Rahmen eines Blogbeitrags vorgestellt und Interessiert*innen zugänglich gemacht werden.

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    1. Jan

      Sorry, ich bin mittlerweile zu lange Manager und kann selbst operativ leider gar nichts mehr umsetzen. Dafür bin ich allerdings hoch bezahlt.

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  6. Wölfin

    Ich erinnere mich dunkel, dass in einer Sitzung des Bildung, Kultur und Sportausschusses, in dem über das Umkleidehaus am Stormarn Platz gesprochen wurde, auch über den Kunstrasen gesprochen wurde und dass der auch zeitnah erneuert werden muss.
    Ich erinnere auch, dass dabei die Aussage fiel, unter dem bestehenden Kunstrasen läge irgendetwas Giftiges ist, so dass ein Austausch des Kunstrasens gar nicht so einfach möglich ist… Ist diese Entsorgung des „Giftmüll“ in den 1,2 Millionen enthalten? Wenn nicht,… aber wir haben es ja, und um unseren geschätzten Bürgermeister zu zitieren: Gänsefüßchen „eine Stadt kann nicht insolvent werden“.

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  7. Sabine Heinrich

    @ Wölfin:
    Wer weiß, was da im Laufe der Jahrzehnte unter den Tep-/ äh – den Kunstrasen gekehrt wurde!
    Lassen Sie sich überraschen, liebe Ahrensburger, die Sie mein volles Mitgefühl haben!
    Aaaaber – haben nicht die meisten von Ihnen den derzeitigen Bürgermeister, seinen Vorgänger und auch dessen Vorgängerin gewählt?
    Oder unterliege ich da einem Irrtum?

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