Es war einmal eine Ammersbekerin. Die verkaufte Obst und Gemüse im Pavillon auf dem Rathausplatz in Ahrensburg, wo auch an zwei Tagen in der Woche der Wochenmarkt stattfindet, auf dem ebenfalls Obst und Gemüse verkauft werden. Und als die Obst-und-Gemüse-Verkäuferin in ihrem Pavillon auf dem Marktplatz eines Tages erkannt hatte, dass ihr Geschäft nicht mehr so vitaminreich für die Ladenkasse gelaufen ist, da beschloss sie: „Ich werde fortan Sandwiches verkaufen mit japanischem Brot und selbstgemachten Soßen.“ Und das, meine lieben Mitbürger, empfanden die Redaktionspraktikanten der Stormarn-Redaktion vom Abendblatt als eine lukullische Sensation für Ahrensburg, weshalb sie zweimal (!) ihre Aufmacherseite damit gefüllt hatten. Und sogar die Wirtschaftsförderung der Stadt betrieb Promotions für den Imbiss, als wäre ein Drei-Sterne-Koch in den Pavillon eingezogen.
Ich konnte mich damals vor Lachen kaum noch halten und habe mich lustig gemacht über die Sandwiches mit der selbstgemachten Soße. Zumal in dem Imbiss, der den Namen „BreakPoint“ trug, auch alkoholhaltige Cocktails serviert werden
sollten. Und weil das Angebot der Woche schon bald gelautet hat: „Kartoffelsalat (Hausgemacht) mit Frikadelle/Bratwurst“, war abzusehen, wie lange der Imbiss noch durchhalten würde – siehe Blog vom 5. Juli 2025!
In der abgelaufenen Woche nun ein neues Highlight aus der Stormarn-Redaktion vom Abendblatt mit dem Aufmacher: „Gastronomin ist pleite – wie geht es mit Pavillon auf dem Rathausplatz weiter?“ – siehe die Abbildung!
Nein, man muss nicht lesen, was Reporterin Elvira Maria Nickmann dort geschrieben hat – allein die Vokabel „Gastronomin“ im Zusammenhang mit dem Imbiss sagt eigentlich schon alles! Um Gastronomin zu sein, absolviert man allgemein eine Ausbildung in der Hotelerie oder Gastronomie. Zum Beispiel als Köchin oder Restaurantfachkraft. Und dazu erwirbt man kaufmännische Praxis. Möglich ist aber auch ein Quereinstieg mit einem gut durchdachten Businessplan.
Die Betreiberin vom „BreakPoint“ war wie gesagt eine Obst- und Gemüse-Verkäuferin ohne gut durchdachten Businessplan, die zuvor mit ihrem Biobaba-Wagen viele Bürger jahrelang in Weißglut versetzt hat, indem sie das Fahrzeug rücksichtslos auf einem öffentlichen Parkplatz dauerhaft und gratis abgestellt hatte mit Billigung der Stadt.
Der Pavillon auf dem Rathausplatz gehört der Stadt Ahrensburg. Angeblich soll dafür schon ein neuer Mieter gefunden sein, der im Gastronomiebereich tätig ist. Ob die Stadt das Ladenlokal öffentlich zur Vermietung ausgeschrieben hatte, weiß ich nicht; aber wie ich unsere Verwaltung kenne, hat man den neuen Mieter quasi „unter der Hand“ ausgeguckt.
