Warum Eckart Boege mich an Julian Nagelsmann denken lässt und an den Dichter Friedrich Rückert

Bürgermeister Eckart Boege ist so wahnsinnig stolz auf seine gewünschten semitransparenten Lärmschutzwände wie Julian Nagelsmann stolz gewesen ist nach seinem grandiosen Sieg über Curaçao. Ich hingegen warne vor den angekündigten Wänden genauso, wie ich vor dem Bau der S4 nach Ahrensburg warne. Schon als anfangs die sechs Meter hohen grünen Lärmschutzwände angekündigt worden waren, da habe ich dagegen protestiert. Und weil alles, was ich auf Szene Ahrensburg schreibe, unvergänglich ist, gebe ich an dieser Stelle einen Link auf meinen Blog vom 14. Juli 2017.

Wie Sie dort lesen und sehen können, habe ich bereits vor einem Jahrzehnt darauf hingewiesen, dass naturbegrünte Wände ökologisch besser sind für Mensch, Tier und Umwelt als Plastikwände. Und zehn Jahre später müsste auch der letzte Depp in der Stadt erkennen, dass große Hitze, wie wir diese gerade in Deutschland probeweise kennengelernt haben, für Kunststoffwände ein Non-Go ist und die Innenstadt womöglich zu einem Brutofen machen werden. (Und nicht zu vergessen: Graffiti!)

Aber wenn etwas den Bürgermeister vom Schilda des Nordens auszeichnet, dann ist es seine Sturheit. Dagegen kann ich als Bürger der Stadt immer wieder nur mein Lieblingszitat von Friedrich Rückert (1788–1866) bringen und also lautend: „Es sind die Weisen, die auf Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.“

Und dann fand ich im Hamburger Abendblatt einen interessanten Bericht mit der Überschrift: „Sprühnebel, begrünte Fassaden, gelenkter Wind: So schützen sich Städte weltweit vor der Hitze“. Und im Foto sehen wir Menschen unter einer Sprühnebeldusche in Paris und erfahren, dass es eine solche auf fast jedem öffentlichen Platz an der Seine gibt – siehe Abbildung rechts!

Und in Ahrensburg? Dort haben wir unansehnliche 60.000-Euro-Parklets in der City herumstehen statt einen wichtigen Trinkbrunnen auf dem Rondeel, um den Menschen ihren Aufenthalt in der Innenstadt angenehmer zu machen. Und die zum Glück das Rathaus verlassende Sachdienstleiterin Tanja Eicher wollte allen Ernstes rund 30.000 Euro ausgeben zur Findung eines Namens für den 115 Millionen teuren Schulneubau am Heimgarten. Allein der Gedanke ist schon völlig irre, oder!?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Juli 2026

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