Ich hatte den Bürgermeister zur letzten Einwohnerfragestunde unter anderem gefragt: „Warum sind die Sozialwohnungen auf der Alten Reitbahn noch nicht bezogen? Und was hat die Stadt bis heute dagegen unternommen und mit welchem Erfolg?“ Die Antwort vom 7. Juli 2026 kam von Eckart Boeges unkundigem Stellvertreter A. Klaus Korte und lautete wie folgt: „Derzeit befindet sich die Stadt Ahrensburg in laufenden Abstimmungen mit dem Investor. Aufgrund des Schutzes möglicher Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse können Einzelheiten zum aktuellen Stand der Gespräche derzeit nicht öffentlich kommuniziert werden.“
Das hat Reporter Moritz Werner vom Abendblatt offenbar vor drei Wochen gelesen. Und was schreibt er heute im Abendblatt auf der letzten noch verbliebenen Stormarn-Seite? Er schreibt all das, was schon seit Monaten bekannt ist, ohne darauf einzugehen, dass der Skandal bereits im vergangenen Jahr von Szene Ahrensburg aufgedeckt worden war, sondern der Reporter rühmt sich für seine Redaktion dieser Enthüllung auf der Alten Reitbahn.
Und von der Antwort, die ich in diesem Monat aus dem Rathaus bekommen habe, schreibt der Reporter natürlich keine Silbe, sondern der Moritz bringt stattdessen ein Zitat von Stadtsprecherin Petra Rogge, das den gleichen Inhalt hat wie schon die Aussage von A. Klaus Korte – siehe Insert in der Abbildung links!
Fazit: Die Überschrift „Bauprojekt Alte Reitbahn: Neuer Investor soll Schwung in die Sache bringen“ ist der Brüller des heutigen Tages und offenbart wieder einmal mehr die Naivität, die im Schilda des Nordens auch aus der Zeitung abzulesen ist, wo ein Reporter sogar zum Redakteur gemacht wird.
Postskriptum: Ich hörte, dass Bürgermeister Eckart Boege am Montag wieder zurück ist aus seinem Urlaub in Kanada, wozu ich mich und Sie, liebe Mitbürger, frage: Warum eigentlich?

„Schwung in die Sache“ soll angeblich ein neuer Investor bringen. Und was bringt der Bürgermeister seit einem Jahr in die Sache?
Was verschleiert die Stadt hier eigentlich gegenüber uns Bürgern? Warum wird nichts aus den Verhandlungen bekannt? Es handelt sich hier nicht um eine Privatsache, sondern es handelt sich um ein öffentliches Projekt bei dem die Stadt erkennbar über den Tisch gezogen wurde. Ich will als Einwohner eine Erklärung!
Wieso werden solche Klauseln „50.000.- pro nicht umgesetzter Sozialwohnung“ überhaupt in die Verträge übernommen? Angemessen wäre die Nachforderung aller öffentlichen Zuschüsse zum Projekt, ein marktgerechter Aufschlag für den Grundstückspreis und eine saftige Vertragsstrafe. Und hoffentlich wird dem neuen Investor nicht wieder aus Mitleid die Grunderwerbssteuer erlassen wie seinerzeit beim Lindenhof geschehen…. Am Ende hat der Verkauf an einen neuen Investor vermutlich sowieso eher einen steueroptimierenden und haftungsermeidenen Hintergrund. Wirklich ekelhaft!