Ich habe rund 3.000 Euro an die Stadtbetriebe Ahrensburg gespendet

Wussten Sie, dass ich ein Sponsor der Stadtbetriebe Ahrensburg bin und das schon seit Jahrzehnten? Nein, Sie können es nicht wissen, weil ich es selber erst heute bemerkt habe. Und dabei habe ich noch etwas bemerkt: Ich war einfach dämlich und habe für etwas Gebühren bezahlt, wofür ich hätte garnichts zahlen müssen. Aber der Reihe nach:

Ich war bis heute der Meinung, dass das Regenwasser vom Dach meines Gebäudes in die Kanalisation fließt. Tut es aber nicht. Denn ich habe zwei Zisternen auf dem Grundstück, worinnen das Regenwasser vom Dach fließt und dann im Erdreich versickert. Das habe ich Siebenschläfer allerdings erst heute bemerkt, weil meine Regenwasserrohre vom Dach bis in den Boden hinein verstopft waren von Baumabfällen aus vielen Jahren. Dagegen kam ich mit dem Hochdruckreiniger nicht zum Erfolg; und weil mir eine Ahrensburger Firma leider auch nicht helfen konnte, hat sie mir die Hamburger Firma Super-Rooter empfohlen – siehe die Abbildung links!

Heute war ein freundlicher Herr von Super-Rooter bei uns und hat mit Hochdruck die Regenfallrohre gereinigt. Und dabei habe ich festgestellt: Die Rohrleitungen führen in zwei Zisternen auf dem Grundstück, wo das Regenwasser dann im Erdreich verschwindet. Und weil die Deckel dieser Zisternen schon seit Jahren vom Erdboden bedeckt sind, habe ich sie schlichtweg vergessen – ich Vollpfosten! 🤨

Heute habe ich meine Abrechnungen bei den Stadtbetrieben reklamiert. Und ich weiß, dass ich mein unsinnig bezahltes Geld allenfalls für die letzten zwei Jahre zurückbekommen werde, weil die anderen Jahre verjährt sind. Das Problem hatte ich schon einmal, als ich auch für das Dach meines Carports bezahlt hatte, obwohl das Regenwasser in einem Schacht versickert.

Ja, meine lieben Mitbürger, ich nehme gern Spendengelder entgegen, damit sich meine eigene Dummheit bezahlt macht. 😇

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Juni 2026

2 Kommentare zu „Ich habe rund 3.000 Euro an die Stadtbetriebe Ahrensburg gespendet

  1. Marko

    Moin,
    Ich bin ja generell für Offenlegung von Missständen und finde das wichtig!
    Diese sollten aber dann auch korrekt dargestellt werden.

    In deinem Beitrag beschreibst du eine Situation, die bei vielen Grundstückseigentümern für Verwirrung sorgt. Es gibt jedoch zwei wichtige Punkte, die bei dieser Thematik aus technischer und rechtlicher Sicht präzisiert werden sollten.
    Erstens muss zwischen einer Zisterne und einer Versickerungsanlage unterschieden werden. Eine Zisterne ist als geschlossener Behälter zur Speicherung von Regenwasser konzipiert, um dieses etwa für die Gartenbewässerung zu nutzen. Wenn das Wasser direkt in das Erdreich geleitet wird, liegt technisch gesehen keine Zisterne vor, sondern eine Versickerungseinrichtung, wie beispielsweise ein Sickerschacht oder eine Rigole.
    Gerade das ist für die korrekte Berechnung wichtig!

    Zweitens reicht eine bloße Mitteilung an die Stadtbetriebe in der Regel nicht aus, um Gebührenbescheide zu ändern.

    Die Stadt ist an strenge Vorgaben gebunden und benötigt für eine Reduzierung oder Befreiung der Niederschlagswassergebühr Nachweise (und das ist wie wir alle wissen nicht nur bei der Stadt der Fall, in Deutschland braucht man für alles einen Nachweis).
    Das geht aber ganz einfach durch aktuelle entwässerungspläne, dein Eintrag den du gestellt hast als du die zwei Zisternen eingesetzt hast oder die Bestätigung von dem Fachbetrieb welche deine Rohre frei gemacht hat. Da muss aber klar definiert sein ob und wieviel du in das öffentliche Netz ablässt.

    Wie am Anfang schon gesagt find ich es super wenn Sachen aufgedeckt werden und öffentlich gemacht werden, gerade in der momentanen Situation sollte man aber zumindest bei Fakten bleiben und nicht mit Halbwissen eine hetzte starten.

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    1. Harald Dzubilla Beitragsautor

      Moin und danke schön für diesen sachdienlichen Kommentar! Und richtig: Ich habe die falsche Vokabel gewählt: Nicht „Zisterne“ sondern Versickerungsschacht ist korrekt. Davon habe ich zwei, die hinter dem Gebäude im Boden vergraben und mit Betondeckeln versehen sind. Leider sind diese Betondeckel schon kurz nach dem Bau des Hauses zugeschüttet worden; und ich Dösbaddel habe das irgendwie verdrängt und vergessen, weil ich zur Zeit des Hausbaus noch beruflich eine 70-Stunden-Woche gehabt hatte und mich um sehr viele andere Dinge kümmern musste, sodass ich den Hausbau voll in die Aufsicht eines Bauleiters gegeben hatte, der sich um so etwas gekümmert hat.

      So, und nun hat ein Mitarbeiter der Rohrreinigungsfirma mich gestern darauf aufmerksam gemacht, dass das Regenwasser in eben diese unterirdischen Versickerungschächte fließt und im Erdreich verschwindet. Wer sich nach dieser Kenntnis geärgert hat, war ich, und zwar über mich selbst, denn die Stadtbetriebe können ja nichts dafür.

      Wenn ich als „unbescholtener Bürger“ die Stadtwerke aber darauf hinweise, dass ich mich im vorigen Jahrhundert geirrt habe und man gern bei der Rohrreinigungsfirma nachfragen kann, wenn man mir nicht glaubt, dann erwarte ich, dass man meinen Fehler korrigiert. Aber: Auf meine heutige E-Mail hin glaubt man mir den Sachverhalt nicht und fordert Beweise für meine Versickerungsschächte. Ich habe den Stadtwerken die Einladung gegeben, dass die städtische Firma gern einen Betriebsausflug in meinen Garten machen und sich von der Richtigkeit meiner Angaben überzeugen kann.

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