Was sehen Sie auf der nachfolgenden Abbildung links? Sie sehen dort sechs Baumstümpfe. Diese stammen von gesunden Linden aus der Hamburger Straße, die vor sechs Jahren auf Geheiß der Stadtverwaltung mit der Kettensäge flachgelegt wurden. Die Stadt versprach damals, dass neue Bäume gepflanzt werden im Rahmen der Erneuerung der Hamburger Straße. Die Frage des Bloggers beim damaligen Bürgermeister Michael Sarach, wie lange es wohl dauern würde, bis die nachgesetzten Bäume die Höhe der gefällten Linden haben, beantwortete der Leiter der Verwaltung schriftlich wie folgt:
„Die neu zu pflanzenden Bäume werden bei Lieferung eine Höhe von etwa 4 bis 4,5 Metern haben. Bis zum Erreichen der Höhe der gefällten Bäume von 12 bis 15 Metern werden etwa 20 Jahre vergehen.“
Hierzu der aktuelle Stand: In der Hamburger Straße hat sich sechs Jahr später nichts getan. Und seit vier Jahren haben wir einen neuen Bürgermeister: Eckart Boege, einen Quereinsteiger, der seit vier Jahren als Praktikant im Rathaus tätig ist.
So weit die Einleitung zu einem Bericht, den ich im Anzeigenblatt MARKT an diesem Wochenende gefunden habe – siehe rechts! Im Foto erkennen wir dort zwei Personen mit Gießkannen und der Bildunterschrift: „Martina Grote und Eckart Boege beim Anpflanzen ein Zitterpappel, dem Baum des Jahres 2026“. Dazu die Überschrift: „Baum des Jahres 2026 in Ahrensburg gepflanzt“ und „Bürgermeister Eckart Boege greift zu Schaufel und Gießkanne für eine Zitterpappel“.
Im Fließtext ist dann etwas anderes zu lesen, nämlich dass Bürgermeister Eckart Boege „symbolisch“ (!) zu Spaten und Gießkanne gegriffen hat. Und der Bürger fragt sich: Wieso werden der Bürgermeister und eine Mitarbeiterin aus dem Fachdienst Grünflächen und Klimaschutz als Protagonisten ins Bild gerückt und nicht die Mitarbeiter vom Bauhof, die diese Arbeit nicht symbolisch sondern tatsächlich geleistet haben? Und: Waren die zwei Rathausmitarbeiter dort während ihrer bezahlten Arbeitszeit tätig oder – hoffentlich! – erst nach Dienstschluss…?
Wie deutlich zu erkennen ist, handelt es sich hier nicht um einen Baum, der in die Hamburger Straße gesetzt wurde. Woraus ich schließe: Das ganze Theater mit der Zitterpappel im Anzeigenblatt ist nur ein PR-Bericht fürs Rathaus und somit ein Ablenkungsmanöver von den Linden in der Hamburger Straße – siehe Abbildung oben links!

Dieser Blogeintrag passt zum heutigen Tag, denn es ist der Weltlachtag! 🙂
Und wer ist Schuld daran, dass wir nach 6 Jahren statt neuen Linden nur Blumenkübel sehen? Na wir bekloppten Bürger, weil wir ja unbedingt Ersatz-Parkplätze haben wollten und nicht bereit waren auf ein Lastenrad umzusteigen, um damit dann bei 5 Grad und Regen unsere Einkäufe nach Hause zu befördern.
Ich bin dafür, dass 2027 die Hamburger Str. komplett neu gestaltet wird, das sollte auch möglichst lange dauern, mit vielen Verzögerungen. Wenn das erledigt ist, haben die Geschäftsleute 1-2 Jahre sich von den Einbußen zu erholen oder sie haben aufgegeben. Dann kann.es mit dem Bau der S4 gerne losgehen, die restlichen Geschäfte geben auf. Politik und Verwaltung feiern dann, endlich hat sich das lästige Thema Stadtplanung erledigt, was für eine Wohltat.
Die Blume des Jahres wurden übrigens gaaaaanz hinten am Regenrückhaltebecken gepflanzt…..