Es ist seit ewiger Zeit bekannt, dass man schon Pferde vor einer Apotheke hat kotzen sehen. Was bedeutet: Ein Kotzvorgang in der Stärke von 1 PS. Und gestern sah ich 500 bis 600 PS, die nicht vor einer Apotheke standen, sondern auf dem Parkplatz vor der St. Johanneskirche am ehemaligen Gemeindehaus der Kirchengemeinde in der Rudolf-Kinau-Straße. Das dortige Areal gehört dem Verein Heimat und dient zur Zeit als Unterkunft für Migranten, während es als Bauprojekt umstritten ist.
Was will ich damit sagen? Ich sage, dass dort auf dem Parkplatz hinter der Hecke ein Auto parkt. Genauer: Mercedes S 63 AMG mit OD-Kennzeichen. Dieses Töfftöff kostet als Neuwagen weit über 200.000 Euronen, wofür eine alte Frau ziemlich lange stricken muss, um sich ein solches Automobil leisten zu können; und mit Bürgergeld ist das wohl nicht zu schaffen.
Nein, nein, liebe Leser, ich bin überhaupt nicht neidisch! Mich würde nur interessieren: Wer parkt hier an einem Samstag auf dem Parkplatz der Evangelisch-Lutherischen Kirche hinter der Hecke mit einem 200.000-Euro-Auto? Vielleicht ein Mitglied vom Förderverein St.
Johannes? Oder ein(e Pastor/in der Gemeinde von Dr. Martin Luther? Aber an einem Samstag vor einer Kirche? Oder gehört der Pkw womöglich einem Bewohner der Flüchtlingsunterkunft bzw. einem dortigen Besucher? Eventuell ist es aber auch ein Dienstwagen von einem Mitarbeiter des Vereins Heimat, der dort mal nach dem Rechten geschaut hat?
Fragen über Fragen! Die Wahrheit aber ist: Es geht den Blogger überhaupt nichts an, wer dort an einem Samsttag sein Fahrzeug hinter der Hecke bei der Kirche abgestellt hat.

Es ist dieses das Auto mit dem Stern von Johannes dem Täufer, der nach Ahrensburg gekommen war, um sich das Taufbecken aus seiner Kirche auszuleihen.
Judas, Sie sind ein alter Verräter!
Wißbegierig, wie ich trotz meines gehobenen Alters immer noch bin – werde ich demnächst dort einmal vorbeiradeln, mir das Nummernschild ansehen und schauen, ob sich ein bestimmter Verdacht von mir nicht bestätigt.
Übrigens: Verein der Heimat?
Davon habe ich noch nie etwas gehört.
Ist „Heimat“ inzwischen zumindest bei uns nicht auch schon zu einem „Pfui-Wort“ geworden?
Sie meinen bestimmt „wissbegierig“? 😉 Aber: Wollen Sie ansehen, ob Ihr Verdacht sich tatsächlich NICHT bestätigt? Odre vielleicht doch bestätigt?
Ach, Herr Dzubilla,
ich verweigere mich in manchen Bereichen ganz bewußt der NDR (Neuen Deutschen Rechtschreibung) – so wie ich auch das distanzlose Duzen und Gendern ablehne und nicht jeden Modetrend – in welcher Form auch immer – mitmache.
Was dieses ominöse Luxusmobil betrifft:
Da werde ich mal schauen – gern werde ich dafür in die Pedale treten, weil mir so eine Luxuskarosse nicht zur Verfügung steht.
Sie haben mich neugierig gemacht!
Nun zähle ich einmal Erbsen: „Odre“ – in Zeile2 – wer oder was ist das?
Mit fröhlichen Grüßen von der Insel der Seligen
Sabine Heinrich 😉
Ein Odre ist ein spanischer Weinschlauch – warum? 😉
Es handelt sich beim Fahrer um keinen Besucher der Migrantenunterkunft, weil der Wagen schon seit über zwei Monaten in der Rudolf-Kinau-Straße steht. Ein Bewohner des ehemaligen Pastorats kennt den Fahrer, der angeblich in einem Zimmer in der Migrantenunterkunft wohnt. Die Stadtverwaltung (Fachdienst Soziales) scheint das aber nicht sonderlich zu interessieren, und man freut sich vermutlich darüber, dass ein Flüchtling es in Ahrensburg zu etwas gebracht hat.
Vermutlich ein Startup unter einem guten Stern aus bescheidenen Wohnverhältnissen heraus.
Ist der Mercedes vielleicht eine anonyme Spende für den Förderverein? :–) Hat der Wagen denn ein gültiges KFZ-Kennzeichen?
Komisches Geraune.