Hamburger Abendblatt: Es gibt keine Stormarn-Ausgabe mehr

Abendblatt-Leser, die im Kreis Stormarn wohnen, werden heute aus allen Wolken gefallen sein. Der Grund: In der heutigen Ausgabe finden sie nur noch eine einzige Seite mit dem Rubrikenkopf „Stormarn“. Und diese Seite folgt nach den Seiten für Pinneberg und Norderstedt und steht vor Harburg Stadt & Land und Bergedorf – wenn Sie bitte mal einen Blick auf die Abbildung werfen wollen!

Dazu nur mal einen Vergleich in Zahlen: Pinneberg hat rund 44.900 Einwohner. Im Kreis Stormarn dagegen leben aktuell über 247.000 Menschen. Und allein in Ahrensburg, der größten Stadt im Kreise Stormarn, sind rund 35.000 Bürger zu Hause.

Damit geht die „Mogelpackung Abendblatt“ weiter: Von der ehemaligen „Ahrensburger Zeitung“ ging es geschrumpft zur Stormarneilage und danach zum Stormarnteil auf vier und zuletzt zwei Seiten. Und heute ist die Redaktion bei einer Seite angelangt. Und das bei gestiegenem Copypreis. Was mich wieder mal an Milka denken lässt.

Erinnerungen: Vor einigen Jahren gab es noch ein Impressum einer „Stormarner Redaktion“ vom Abendblatt, wie Sie es nebenstehend sehen können. Und anno damals gab es nicht nur einen Redaktionsleiter, sondern man lese und staune: Es gab sogar einen Redakteur für Sport! Diese „Stormarner Redaktion“ residierte in der Großen Straße in Ahrensburg, wo heute nur noch eine Anzeigenabteilung ihr örtliches Domizil hat. Warum und wozu die dort ist? Keine Ahnung. Vielleicht steht das ja auch nur unten am Hauseingang.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. März 2026

2 Gedanken zu „Hamburger Abendblatt: Es gibt keine Stormarn-Ausgabe mehr

  1. Harald Dzubilla

    POSTSKRIPTUM:

    Und auf der Stormarn-Seite steht ein Bericht aus Ahrensburg von Harald Klix über die Gottesbuden und ein dortiges Konzert nebenan in der Schlosskirche. Damit informiert Reporter Klix seine Lesern (falls es die überhaupt noch gibt) heute, was gestern (!) stattfinden wird, nämlich:

    „Hamburger Allerlei“ lautet das Motto am Sonntag, 8. März. Ab 18 Uhr spannen unterschiedliche Künstler in der Schlosskirche (Am Alten Markt 1-9) einen musikalischen Bogen von Barock bis Jazz, von Johann Sebastian Bach bis Leonard Bernstein. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden zugunsten der Gottesbuden gebeten. Die Musikerinnen und Musiker treten in wechselnden Formationen auf. Mit dabei sind Hibıki Oshima (Violine, Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg), Fiete Felsch (Saxofon und Querflöte, Professor und Mitglied der NDR-Big-Band), Thomas Rohde (Oboe und Englischhorn, Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg) und Anna Somogyi (Orgel und Klavier, Leitung der Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg).

    Frage des Bloggers: Ist es nicht immer wieder schön zu erleben, wie Abendblatt-Stormarn-Leser – und in diesem Fall auch Künstler, die als Gäste kamen – von der Redaktion verhohnepiepelt werden!?

    Antworten

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