Abendblatt-Redakteurin Elvira Maria Nickmann hat etwas entdeckt, und zwar einen neuen Schriftzug an der Fassade vom ehemaligen Restaurant „La Villa Rossa“ in der Manhagener Allee. Hier ist zu lesen: „Myu Myu Sushi & Grill Restaurant“. Und die Elvira Maria erklärt ihrer werten Leserschaft: „Früher wurden dort italienische Spezialitäten serviert“. Und wenn der neugierige Leser beginnt, das nachfolgend Geschriebene zu lesen, um mehr zu erfahren über „Myu Myu“, dann erfährt er erst einmal in der Einleitung von 28 (achtundzwanzig) Zeilen, dass einige Läden in den letzten Monaten in Ahrensburg aufgegeben haben wie auch „La Villa Rossa“.
Nach 16 weiteren Zeilen aus der Vergangenheit des roten Hauses kommt Frau Nickmann zum eigentlichen Thema und schreibt zum Schriftzug „Myu Myu“:
„Der Name ist nicht ganz unbekannt. Im Dezember 2024 hat in der Claus-Ferck-Straße in Volksdorf ebenfalls ein Restaurant mit diesem Namen eröffnet, das gut frequentiert ist.“
Das ist natürlich aufschlussreich. Und so ergibt die Schlussfolgerung von Elvira Maria Nickmann:
„Identische Namen und noch dazu in identischer optischer Aufmachung lassen darauf schließen, dass die beiden Gastronomiebetriebe in irgendeiner Form wirtschaftlich miteinander verknüpft sind – sei es aufgrund des gleichen Inhabers oder weil es sich um ein Franchise handelt.“
Statt des gleichen Inhabers könnte es sich natürlich auch um denselben Inhaber handeln. 😉 Und Nickmanns Elvira Maria ergänzt mit weiterer Vermutung und also lautend:
„Ob auch ein Zusammenhang mit dem gleichnamigen Imbiss im Alstertal Einkaufszentrum besteht, der vietnamesisches Streetfood anbietet, ist hingegen nicht bekannt.“
Und dieses zu erfragen hat sich die schüchterne Redakteurin natürlich nicht getraut. Und das Dumme und gänzlich Ausweglose für die Journalistin ist:
„Keiner der genannten Betriebe hat einen Internetauftritt oder ist auf Facebook oder Instagram.“
Ja, was soll eine Journalistin dann wohl machen!? Und sogleich kommen wir zum Highlight in der Berichterstattung! Wir erfahren:
„Auf Google gibt es mehr als 150 Bewertungen für das Myu Myu in Volksdorf. Im Durchschnitt werden 4,6 von fünf Sternen erzielt, wobei sich anhand der detaillierteren Rezensionen ein durchwachsenes Bild ergibt.“
Hä? Mit einer Sternebewertung von 4,6 bei 5 möglichen „ein durchwachsenes Bild“?! Elvira Maria Nickmann erklärt ihr durchwachsenes Bild wie folgt:
„Zu den Kritikpunkten zählen unter anderem eine auf 90 Minuten beschränkte Verweildauer, wechselhafte Qualität der verarbeiteten Lebensmittel, zu kleine Portionen. und der zu geringe Abstand der Tische. Ist das Lokal voll besetzt, kann das Gespräch mit den Tischnachbarn schon mal anstrengend werden. Auch das Timing und der Service lassen nach Ansicht von einigen Gästen zu wünschen übrig. Natürlich gibt es auch Rezensenten, die in regelrechte Lobeshymnen ausbrechen, was Essen und Ambiente angehen. Doch die Beurteilungen, in denen nicht alles top ist, wirken authentischer.“
Unglaublich die Beurteilung der Autorin, oder?! Und dann schreibt die Redakteurin über die Speisekarte – wohl gemerkt die in Volksdorf! – und folgert daraus:
„Die Speisekarte des neuen Restaurants in Ahrensburg dürfte sich vermutlich kaum oder gar nicht von der des Volksdorfer Äquivalents unterscheiden.“
„Äquivalents“…? Ich kenne nur Äquivalenz. Und dann schließt die Redakteurin ihren großformatigen Output mit geradezu sensationellen Hinweisen, die bis in vietnamesische Nagelstudios führen und also lauten:
„Online finden sich zu dem neuen Myu Myu in Ahrensburg keinerlei Informationen oder Kontaktdaten. Daher gibt es auch keine Angabe, zu welchem Datum die Eröffnung geplant ist. Da es keine Homepage mit einem Impressum gibt, ist nicht bekannt, wer hinter dem Restaurant steht. Neben Nagelstudios und dem Import asiatischer Lebensmittel ist insbesondere die Gastronomie ein Bereich, in den immer mehr vietnamesisch geführte Firmen expandieren.“
Frage des Bloggers: Wie viele „vietnamesisch geführte Firmen“ kennen Sie in Ahrensburg und wie viele vietnamesische Restaurants?
Ja, meine lieben Mitbürger, früher lasen wir die Tageszeitung, um Antworten auf unsere Fragen zu bekommen. Im Abendblatt Stormarn hingegen findet der Leser mehr Mutmaßungen einer Redakteurin als Informationen, die der Leser über ein neues Restaurant haben möchte. Der angeführte Grund: Ohne Homepage mit Impressum kann Elvira Maria Nickmann natürlich auch nicht recherchieren. Und deshalb ist sie an der Fassade in der Manhagener Allee hängengeblieben und wartet auf die Eröffnung vom „Myu Myu“.

Wissen Sie, was das Schlimme ist: Ich habe den Bericht im Abendblatt bis zum Ende gelesen. Zweimal – in Zahlen 2x – erwähnt die Autorin, dass ohne Internet nichts näheres herauszufinden ist.
Und für den Schrott, abgesehen von vielem anderen – bezahlen wir knapp 40€ jeden Monat!
Wenn Kinder Zeitung machen…..
Frau Nickmann erklärt, dass in das italienische Restaurant La Villa Rossa ein neues Restaurant einziehen wird, in dem „frischer Wind“ serviert wird, obwohl sie schon im voraus erklärt, dass der Wind nur durchwachsen ist. 😉