Stört sich außer dem Blogger niemand an der dämlichen Verbindung U-Bahn Ahrensburg-West und Bus?

Was nützt dem Mensch ein Paar Schuhe, bei dem der eine der beiden Treter zwei Nummern zu klein ist? Diese Frage kam mir in den Sinn mit Blick auf den ÖPNV in Ahrensburg, und zwar auf den Busverkehr, der im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) integriert ist, und wo Bürgermeister Eckart Boege stolz ist wie Bolle, dass die Busse in unserer Stadt alle mit E-Betrieb fahren.

Aber was nützt dem HVV-Kunden auch ein elektrisch betriebener Bus, wenn dieser vom U-Bahnhof Ahrensburg-West abfährt immer genau zwei Minuten, bevor der Mensch mit der U-Bahn aus Hamburg am U-Bahnhof eintrifft?! Und das ist nicht nur zu einer Zeit der Fall, sondern zu vielen Zeiten und regelmäßig. Und es ist nicht nur ein Bus, sondern es sind deren zwei, die am U-Bahnhof halten und immer genau dann abfahren, wenn sich die U-Bahn nähert – siehe Foto! Man könnte fast denken, dass die Busfahrer sich einen Spaß daraus machen, die Kunden an der Straße warten zu lassen.

Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich bin Leidtragender dieser Taktung: Regelmäßig muss ich meine Frau am Abend mit dem Auto von der U-Bahn-Station abholen, weil sie sonst dort an der Bushaltestelle herumstehen und auf den nächsten Bus warten müsste. Natürlich liegt der Fahrplan nicht in Händen der Busfahrer, die es auf dieser Strecke ohnehin schwer genug haben, weil die Stadt nicht in der Lage ist, die Straßen hier entsprechend herzurichten. (Immerhin hat der Bürgermeister mir Ende vergangenen Jahres mitgeteilt, dass die dortige Straße derzeit von der Verwaltung vollständig überplant wird – Stand: November 2025.)

Was mich interessiert: Bin ich der einzige Bürger, der sich über diese miserable Verbindung U-Bahn/Bus aufregt, weil alle Bahnfahrer entweder mit Auto, per Fahrrad oder mit Taxi zum U-Bahnhof West kommen? 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Februar 2026

6 Gedanken zu „Stört sich außer dem Blogger niemand an der dämlichen Verbindung U-Bahn Ahrensburg-West und Bus?

  1. Peter Körner

    … oder wenn man rund 40 Minuten auf den nächsten Zug nach Bad Oldesloe warten muss. Jetzt haben wir in Ahrensfelde zwar den 269er, aber mit dem PKW bin ich fast eine Stunde schneller und das ohne Geschwindigkeitsüberschreitung. Nachts und Sonntags sind wir vom ÖPNV so gut wie abgehängt. Wenn Busse öfter fahren, werden sie auch mehr genutzt

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  2. Der Spatz vom Rathausdach

    Könnte es vielleicht der Fall sein, dass man diesen Fahrplan im Rahmen von HVV HOP eingeführt hat, um die Quoten dieser Geldverbrennungsmaschinerie zu erhöhen, um deren Daseinsbestand zu ermöglichen?

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  3. B. Nuppnau

    Bin auch betroffen. Bei diesem Wetter macht das Warten auf den Bus besonders viel „Spaß“. Zum Glück kann man sich wenigstens im U-Bahnhof unterstellen. Aber dort ist es auch nicht grade gemütlich. Die Busverbindungen vom Regio-Bahnhof sind besser.

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  4. Rolf S. Pahlke

    Der eingeborene Ahrensburger beschwert sich darüber nicht, er nimmt es als gottgegeben. Und diejenigen Bürger, die ihre Fäuste ballen über das, was in der Stadt passiert, die machen das in ihren Hosentaschen. Darum kann die Verwaltung auch tun, was der Bürgermeister will.

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  5. Ute Inga

    Letzten Herbst bin ich aus der Nähe von U-Bahnhof Berne in die Siedlung Daheim gezogen. Dort hatte ich 3 min Fußweg zum Bus und 8 min zur Bahn. Das ist im HVV Luxus. Früher habe ich in HH-Duvenstedt gewohnt und musste mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle fahren. Ich glaube, die Leute sind einfach nichts Besseres gewöhnt. Ich stamme aus Wiesbaden, wo es zwar keine Bahnen, aber ein hervorragendes Busnetz gibt. Die Ahrensburger lassen sich zu viel gefallen, statt der Kommunalpolitik Feuer zu machen!

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  6. Lionel Hutz

    Die Busanschlüsse sind eine Tragödie.

    Die Abstimmung mit den Regionalbahnen sieht so aus, dass die betreffenden Busse um .12 bzw. 42 am Bahnhof ankommen, während die Regionalbahnen nach Hamburg um .25 und .55 abfahren. Man hat also 13 (!) Minuten Wartezeit, wo 3 Minuten reichen würden. Für Pendler ein extremes Ärgernis, weil dies die Fahrtzeit massiv verlängert. In der Gegenrichtung sieht es nicht viel besser aus.

    Das Auto ist keine Alternative, weil das P+R-Parkhaus Alter Lokschuppen durch die Dauerbelegung mit Anwohnern so belegt ist, dass spätestens ab 7.00 Uhr morgens kein Platz frei ist.

    Ich fahre üblicherweise mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Falls ich mal auf den Bus angewiesen bin, muss ich morgens 20 Minuten eher los, um dann, wie gesagt, 13 Minuten davon am Bahnhof rumzustehen.

    Mit den Anschlüssen Bus/U-Bahn muss man gar nicht erst anfangen: Da die Busse, „abgestimmt“ auf die Regionalbahn, einen 30-Minuten-Takt bedient, die U-Bahn alle 20 Minuten fährt, sind die Fahrzeiten 0 kompatibel – und eine Abstimmung auf Bus- und Regionalbahn kaum kombinierbar.

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