Was will Bürgermeisterkandidat Christian Schubbert? Er will Ahrensburg zurückführen in die Zeit des Rokoko

Auf dem nachstehenden Symbolbild sehen Sie das Ahrensburger Trio Infernal. Genauer: Die Abbildung ist ein von mir überarbeitetes Foto aus dem Stormarn-Teil vom Abendblatt. Und ganz links sitzt ein Mann auf der Bank am Randeel, der am 26. September 2021 kandidieren will, und zwar für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Ahrensburg.

Spezialisten für Ahrensburger Stadtmarkeing

Besagtes Trio Infernal hat im Jahre 2019 die konzeptionellen Überlegungen für ein Marketing-Konzept für die Stadt Ahrensburg mit seiner politischen Mehrheit gestoppt, kurz bevor es fertig war. Kosten für die Stadtkasse, die im Laufe der zweijährigen Arbeit einer Steuerungsgruppe in Zusammenarbeit mit der Beratungsagentur Cima entstanden waren: 62.582 Euro + Zeitaufwand vieler Ahrensburger Bürger, die unentgeltlich mitgearbeitet haben. Und der Witz, der nicht zum Lachen ist: Die drei Parteien, die das Konzept gestoppt haben, waren komplett an der Entstehung mitbeteiligt.

Und dann entwickelte das Trio Infernal eigene Vorstellungen für ein Ahrensburger „Stadtmarketing“ und trug seine Ideen den Lesern vom Stormarnteil im Abendblatt vor. Ich zitiere daraus die Passagen, die Christian Schubbert (Grüne) betreffen, also den Mann, der Bürgermeister von Ahrensburg werden möchte:

„Ein zentrales Anliegen: Das Zentrum soll verkehrsärmer werden. ‚Es wäre ein positiver Image-Effekt für ganz Ahrensburg, wenn der Parksuchverkehr aufhören würde’, so Schubbert. Deshalb sollen die Parkplätze am ‚Dreizack’ Hamburger Straße, Manhagener und Hagener Allee nach und nach verschwinden, die Straßen nur noch für Anlieger und den Lieferverkehr frei sein.“

Und während Geschäftsleute in der Innenstadt und deren Kunden an dieser Stelle schon geschluckt haben, ging der Grüne noch einen Schritt weiter:

„In einem weiteren Schritt könnten die Lohe und die Große Straße folgen. ‚Insgesamt gibt es in der Innenstadt 2000 Parkplätze’, sagt Schubbert. 200 seien von der Umgestaltung betroffen.“

Und dann liefert Werbeartikel-Verkäufer Schubbert seine kreativen Höhenflüge. Ich zitiere:

„Um trotz des zunehmenden Online-Handels bestehen zu können, sei es wichtig, den Menschen ‚Einkaufserlebnisse’ zu bieten, sagt Schubbert. Das könne mit Veranstaltungen wie Konzerten, Kleinkunst, Ausstellungen und Kunsthandwerkermärkten gelingen. ‚In anderen Städten gibt es Kooperationen mit Kunsthochschulen’, so Schubbert.”

Und dann folgte das absolute Highlight Schubbertscher Kreationanie, wie der Mann sich das Stadtmarketing (wohlgemerkt: Stadtmarketing!) von Ahrensburg vorstellt, und zwar:

“Denkbar seien aber auch thematisch dekorierte Pflanzkübel, die immer mal wieder verändert werden. Oder Menschen in Rokoko-Kostümen, die durch Ahrensburg laufen und für Aufsehen sorgen.“

Wenn ich dazu ausgangs mal den großen Komödianten Dieter Hallervorden zitieren darf: “Palim Palim!”

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. März 2021

3 Gedanken zu „Was will Bürgermeisterkandidat Christian Schubbert? Er will Ahrensburg zurückführen in die Zeit des Rokoko

  1. Lena D.

    Mit welcher Begründung ist denn der Entwurf für das Marketingkonzept gestoppt worden? Der ganze Komplex ist sehr dubios.

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