Lockdown: Viele Ahrensburger Familienbetriebe müssen schließen, ein Steuerflüchtling darf voll absahnen

Aus den Einschaltquoten, die das Interesse der Szene-Ahrensburg-Leser am Gemischtwarenladen Müller im CCA zeigen, kann ich ablesen, dass das Interesse der Ahrensburger an diesem Thema hoch ist. Und einen Geschäftsmann hat es auf die Palme gebracht, als er in einem Leser-Kommentar zur Verteidigung von Müller lesen musste, dass die Firma in Ahrensburg doch die treuhänderisch verwaltete Lohnsteuer-, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer abführt. Also wie jeder andere Unternehmer auch, der in Deutschland den Schwerpunkt seiner geschäftlichen Aktivitäten hat.

Müller: Seit jeher eine Parfümerie

Der Ahrensburger Ladeninhaber weist allerdings darauf hin: “Richtig ist aber auch, dass Müller die Zahlung von Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Einkommenssteuer in Deutschland vermeidet durch seine Holding und Stiftungskonstruktion in Lichtenstein und Österreich. Außerdem hat er den deutschen Fiskus durch seine Cum/Ex Geschäfte über die Schweizer Bank Sarasin um € 45 Mio. abgezockt.”

Müller hat also nicht nur keine Ertragsteuern bezahlt, sondern der Finanzjongleur hat sich auch noch nicht gezahlte Steuern erstatten lassen. Das ist aus seiner Sicht sehr geschickt. So lässt sich in Deutschland zwar auf Dauer keine staatliche Infrastruktur erhalten, aber was kümmert das den Müllersmann in Österreich und Lichtenstein, wenn in Ahrensburg das Licht ausgeht?!

Müller: nix zu lesen von Drogeriemarkt

Gut, dass die öffentliche Verwaltung die Geschäfte von Erich Müller schützt und den steuerehrlichen Teil der Einzelhändler durch strenge Lockdown-Auflagen praktisch ausschaltet. Gut für Herrn Müller natürlich.

Ich bin nach wie vor überzeugt davon: Würde ein Controller aus der Ahrensburger Verwaltung in Begleitung von Ordnungshütern den Müller-Laden im CCA aufsuchen und ersthaft das Warensortiment kontrollieren, dann müsste der Laden im Lockdown unverzüglich geschlossen werden. Oder Nessler darf komplett öffnen, weil dort auch Lebensmittel wie Schokolade und andere süße Esswaren verkauft werden.

Aus gut unterrichteten Kreisen habe ich schon vor Monaten vernommen, dass Müller seinen Mietvertrag in Ahrensburg nicht in der vorliegenden Form verlängern will, sondern dass das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit nur noch auf einer Etage fortführen will. Es könnte sein, dass die guten Erträge im Lockdown das Unternehmen nun dazu animiert haben, so weiterzumachen wie bisher. Und möglicherweise kommt der CCA-Eigner seinem Mieter auch noch mit dem Mietzins entgegen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Januar 2021

4 Gedanken zu „Lockdown: Viele Ahrensburger Familienbetriebe müssen schließen, ein Steuerflüchtling darf voll absahnen

  1. Coronator

    Wenn Sarach Eier in der Hose hätte, würde er Müller dichtmachen lassen. Das würde ihm landesweite Achtung einbringen mit Berichten in allen Medien. Und er hätte dabei nichts zu verlieren.

  2. M.Schneider

    Es geht leider nicht darum, was ein Herr Sarach möchte. Sondern als was ein Markt eingetragen ist und dieses wird mit der Landesverordnung abgeglichen. Steht dort Drogerie und Müller ist offiziell eine solche, dann kann Müller sogar vor Gericht ziehen.

    Ich kenne mich im Einzelhandel aus und etliche Mischhändler sind seit dem ersten Lockdown plötzlich Lebensmittelhandel. Früher wollte man das (aufgrund der Auflagen) umgehen und nannte sich zb Geschenkehandel oder Kaufhaus. Jetzt lassen sich alle umschreiben auf LEH

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