Ahrensburg im NDR: Schwellenangst beim Bürgermeister

Über die Mülltonnen mit 30-km-Aufklebern im Buchenweg habe ich bereits hingewiesen. Jetzt hat sich auch der NDR dieses Themas angenommen. Und man hat unseren Herrn Bürgermeister dazu befragt. Michael Sarach erklärt sinngemäß: “Die Raserei in der verkehrsberuhigten Straße liegt daran, dass dort zu wenig Gegenverkehr vorhanden ist.“ Ja, so einfach ist das.

Natürlich wären Pflanzenkübel mit Schwellen auf der Fahrbahn eine sinnvolle Lösung. Aber Pflanzenkübel in der Rampengasse sind natürlich wichtiger. Und keine Schwellenangst herrscht in der Stadt davor, die Straßen für über 60.000 Euro überprüfen zu lassen, allerdings nur die Namensschilder auf irgendwelche Schadstellen.

Ach ja, und die Kinder im Buchenweg sollen sich jetzt auf die Straße stellen und die Raser stoppen, um ihnen Saures zu geben, sprich Zitronen ins Fahrzeug zu reichen. Sehr witzig, in der Tag.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. November 2020

2 Gedanken zu „Ahrensburg im NDR: Schwellenangst beim Bürgermeister

  1. Szene-Leser

    Bitte seien Sie vorsichtig mit baulichen Anforderungen an die Stadt. Das kann zu teuren Straßen-Ausbaubeiträgen führen.

    Was wirklich hilft:

    – Raser persönlich ansprechen. Oft sind es junge Leute, die gar nicht wissen, was sie anrichten können.

    – Straße verengen: wenn erlaubt: Parken Sie Ihre Autos auf der Straße statt auf dem Grundstück, möglichst alternierend, also einer links, der nächste rechts. Dabei immer an die Parkregeln halten, also in Fahrtrichtung rechts, in Spielstraßen auf gekennzeichneten Flächen.
    Unsere Raser haben getobt, von sich aus den Kontakt gesucht und man konnte im Gespräch erklären, warum man das macht. Sehr sehr erfolgreich! Es Parken seit Jahren immer einige auf der Straße, mal hier, mal da – so tritt auch kein Gewöhnungseffekt ein.

    – Mülltonnen noch näher an die Straße oder auch mal ein – zwei Stunden auf die Straße. Mal der eine, mal der andere Anwohner. Dann muss man keine Aktion verabreden.

    – Kinder bemalen Sonntags die Straße mit bunter Kreide, schön kräftig, bunt, aber viel rot, alle 70-100 Meter. Das wirkt fast wie ein ‚Kissen‘, hält ein paar Tage und bringt die Fahrer zum Nachdenken. (Natürlich unter Aufsicht!!! Und nicht mit dauerhafter Farbe)

    – Umrisse von ‚Leichen‘ mit Kreide auf die Straße malen hilft auch.

    1. Mobiler Bürger

      Grundsätzlich gute Ideen. Aber bitte keine “parkenden” Tonnen auf die Straße stellen. Das ist laut StGB §315b (1) ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (Hindernisse). Also damit besser nur auf den Bürgersteig bleiben. Wechselseitig parkende Auto hingegen sind natürlich erlaubt und geeignet.
      Aber auch schön, dass Herr Dzubilla diesem Thema weiterhin eine Sparte widmet.

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