Bürgermeister Michael Sarach lädt die Bürger ein, eine Verkaufsveranstaltung der Flora-Apotheke zu besuchen

Auf der Homepage der Stadt Ahrensburg finden Sie unter „Veranstaltungen“ immer noch die Empfehlung, heute in die Flora-Apotheke zu gehen. Dort erklärt Ihnen eine Heilpraktikerin welche Produkte aus der Flora-Apotheke Sie für eine „Notfall-Apotheke in der klassischen Homöopathie“ benötigen. Darüber hören Sie einen einstündigen Vortrag, für den Sie 15 Euro (!) löhnen müssen. Dafür bekommen Sie von der Heilpraktikerin aber auch eine Einkaufsliste für die „Notfall-Apotheke in der klassischen Homöopathie“.

Diese meine Kritik an Bürgermeister und Verwaltung äußere ich nicht zum ersten Mal. Eigentlich hatte ich gedacht, dass der Verwaltungschef nach meiner diesbezüglichen Frage in der letzten Stadtverordneten-Versammlung soviel Einsicht – um nicht zu erwarten: Vernunft – gezeigt hätte, diese Verkaufsveranstaltung der Flora-Apotheke von der Homepage der Stadt zu nehmen. Aber es ist ja bekannt: Michael Sarach ist beratungsresistent. Und manchmal auch etwas schwer von Begriff, wie die Apotheken-Werbung auf der amtlichen Homepage der Stadt Ahrensburg beweist. 

Natürlich hat der Apotheker geschäftliches Interesse daran, dass seine Werbeveranstaltungen (siehe auch: Bachblüten und Schüßler-Salze!) durch die Stadt promotet werden. Weil das – im Vergleich mit einer Anzeige im MARKT – seinem Geschäft mit frei verkäuflichen Produkten quasi eine amtliche Legitimation verleiht. Und mal ehrlich: Würden Sie von allein auf die absurde Idee kommen, ausgerechnet eine Notfall-Apotheke mit homöopathischen Produkten zu bestücken, wenn Sie vergleichsweise mal an Ihre Auto-Apotheke denken wollen?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Oktober 2020

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