Die Träume des Pharao von Ägypten und die Träume von Bürgermeister und Verordneten der Stadt Ahrensburg

Aus der Bibel kennen wir die Träume des Pharao von den sieben fetten und den sieben mageren Kühen im alten Ägypten. Es ist eine Symbolik, die den Menschen sagen soll, dass man in guten Zeiten sammeln und sparen soll, um durch schlechte Zeiten zu kommen. Für die Eichhörnchen, die im Sommer sammeln, um im Winter ihre Nahrung zu haben, ist das eine Binsenweisheit. Doch bei vielen Menschen geht diese Weisheit in die Binsen.

Wer Szene Ahrensburg in den letzten Jahren verfolgt hat, der weiß, dass ich Stadt und Politik immer wieder davor gewarnt habe, Geld auszugeben, das die Stadt gar nicht hat. Damit habe ich nicht gemeint, dringende Investitionen für Schulen, Kitas und den allgemeinen Sozialbereich zurückzustellen. Sondern ich habe deutlich gesagt, dass die Stadt weder ein neues Luxus-Klo benötigt noch einen Alten Speicher kaufen musste, der eine Ruine ist. Wir benötigen weder ein Dusch- und Umkleidehaus für 1,2 Millionen Euro noch eine Tiefgarage mit urbanem Stadtpark und Skaterbahn, was nach meiner Schätzung nicht unter 14 Millionen Euro zu haben ist. Und die gewaltigen „Verschönerungen“, die in der Innenstadt geplant sind, seien nur der Vollständigkeit halber erwähnt, zumal sie sich angesichts der staatlichen Gelder ohnehin erst einmal erübrigen werden.

Nun kommen die mageren Jahre. Und ich verspüre überhaupt keine Genugtuung, dass ich Recht bekommen habe auf das, was ich in Vergangenheit geschrieben habe. Aber ich hoffe, dass Verwaltung und Politik wenigstens daraus lernen. Zum Beispiel dass „öffentliche Fördergelder“ nicht vom Staat in der Bundesdruckerei gefördert und nur aus einem Bankautomaten in Ahrensburg gezogen werden müssen. Gelder des Landes und des Bundes sind genauso Steuergelder wie die Einnahmen der Stadt durch ihre Gewerbesteuerzahler.

Und Familie Levenhagen & Co. sollen in ihrer derzeitigen Selbstbeschränkung endlich überlegen, ob sie statt für ein Kino sich nicht lieber für ein Krankenhaus einsetzen sollten. Und statt sich für ein Einkaufszentrum im Gewerbegebiet stark zu machen, lieber die inhabergeführten Läden in der Innenstadt stärken sollten, denn die sind es jetzt, die Hilfe der Stadt benötigen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. März 2020

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