Wie der Einzelhandel fürs Offline-Shopping wirbt

Gestern war ich im AEZ in Poppenbüttel, wo ich im Shop mit dem angebissenen Apfel gewesen bin, richtig: Apple. Und als ich durch die Mall des Einkaufscenters gewandelt bin, waren meine Gedanken beim Stadtforum von Ahrensburg. Denn ich habe dort Poster gesehen und mich gefragt: Warum macht das Stadtforum so eine sachdienliche Kampagne nicht in Ahrensburg?! Meiner Meinung wäre das sinnvoller als alte Autos in die Stadt kommen zu lassen oder auswärtige Weinhändler zu unterstützen in der Hoffnung, dass dann die Verbraucher am Ort einkaufen.

In der Digital Mall im AEZ sah ich den Hinweis an die Kunden: „Online finden. Offline schoppen.“ Und warum das Sinn macht, konnte man dem nebenstehenden Plakat entnehmen, wo die Frage gestellt wird: „Falsche Größe bestellt?“ Und das Bild mit der jungen Dame in der zu engen Hose verrät mehr als Worte: Ärger über den Fehlkauf, Hose einpacken, zur Post bringen und hoffen, dass die Rückgabe bzw. der Umtausch auch reibungslos klappt.

Wer dagegen offline shoppt, hat die Ware in der Hand und kann die Qualität auch fühlen. Und er bzw. sie kann anprobieren, vergleichen und kaufen, wenn er rundum zufrieden ist. Und der Kunde kann sich fachlich beraten lassen, Und sollte es mal der Fall sein, dass man trotzdem umtauschen möchte, dann wird kaum ein Geschäft das ablehnen.

Dann aber sah ich zwei Poster aus dieser Kampagne im AEZ, wo ich grinsen musste. Und weshalb ich Ihnen diese Botschaften nicht vorenthalten will:

Hier ist auf dem linken Plakat zu lesen: „Einfach verfügbare Produkte online finden…“ und auf dem rechten: „…und vor dem Kauf im Center anprobieren.“ – siehe die Abbildungen!

Und genau das ist es, was die Händler so lieben wie Ladendiebstahl, denn hier wird gesagt: Bevor Sie eine Ware online kaufen, können Sie diese im Center anprobieren. Das kennen speziell Händler speziel auch von erklärungsbedürftigen Produkten, wo die Interessenten in den Laden kommen, sich ausführlich beraten lassen und am Ende sagen: „Vielen Dank für Ihre freundliche Beratung – ich muss mir den Kauf noch einmal überlegen!“ Und der Händler weiß in diesem Moment: Das war ein Nassauer, der sich die Beratung geschnorrt hat, um dann das Produkt im Internet irgendwo günstiger zu bestellen.

Gemeint ist mit den beiden Postern im AEZ natürlich, dass man die Produkte online finden und Klamotten nach der Anprobe im Center auch dort kaufen soll. Aber kommt diese Botschaft plakativ auch so rüber wie sie von den Werbern gemeint ist…? Beim Konsumenten ist es in aller Regel so, dass er das versteht, was er verstehen möchte und was sein Tun bestätigt. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Oktober 2019

3 Gedanken zu „Wie der Einzelhandel fürs Offline-Shopping wirbt

  1. Horst Hausmann

    Heutzutage ist es ja nun so, dass xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    Hinweis von Administrator: Szene Ahrensburg ist ein Blog, dessen Betreiber sich für eine liebens- und lebenswürdige Innenstadt von Ahrensburg einsetzt, in der die Bürger viel Freude am Verweilen und Einkaufen haben. Weil der Kommentator das aus seiner persönlichen Erfahrung heraus anders sieht, werde ich eine Freischaltung seines Kommentars nicht vornehmen. 🙁

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Durchaus tue ich das. Aber angenommen, jemand betreibt ein Blog für vegane Ernährung, und dann kommt ein Kommentar, der das als Unfug bezeichnet und einen Vortrag schreibt, wie toll doch Steaks, Schnitzel und Bratwürste schmecken. Ich bin sicher, der Admistrator dieses Blogs wird es nicht freischalten sondern in die Troll-Tonne werfen. Und genau das habe auch ich getan.

      Zur Erläuterung: „Horst Hausmann“ zum Beispiel erklärt, dass die Menschen heute kein Stadtfest mehr haben wollen, weil sie lieber an die Ostsee fahren und Stadtfeste nur noch online genießen möchten. Das sagt er zwar so nicht direkt, bringt es aber mit seinem Kommentar indirekt genau so zum Ausdruck. Und ich gebe ihm die Freiheit für seine Meinung – – – aber bitte schön nicht in meinem Blog.

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