Fucking CCA: Launige Worte zur Begrüßung von Kunden

Besucher, kommst Du von der Großen Straße ins CCA, dann gehst Du hier seit Jahren durch einen Gang der Hoffnungslosigkeit mit trostlosem Leerstand. Aber kommst Du von der anderen Seite, nämlich von der Rampengasse zum Haupteingang, dann wirst Du dort mit launigen Worten begrüßt wie: „!FUCK ORGAN MAFIA!!!“ Und: „!FUCK YOU ALL!!!“. Das ist ein herzliches Willkommen, das jeden Besucher erfreuen dürfte. So etwas nennt man Corporate Design für die Corporate Identity vom City Center Ahrensburg.

Früher wären solche Schmierereien am City-Center nicht länger als einen Tag zu sehen. Früher, denn da gab es dort einen Erich Lawrenz. Der Mann wirkte nach außen als City-Manager war aber in Wahrheit mehr als das, denn er war die gute Seele des Hauses, quasi Mister CCA.

Erich Lawrenz hat sich um um die Mieter genauso gekümmert wie um die Kunden. Erich Lawrenz hat Veranstaltungen in der Mall organisiert und Laternenumzüge für die Kinder veranstaltet. Erich Lawrenz hat sich als Weihnachtsmann verkleidet und den Kids kleine Geschenke überreicht. Erich Lawrenz hat sich um die Garage gekümmert und – nicht zuletzt – um die Sicherheit und Sauberkeit im CCA und in der Rampengasse. Erich Lawrentz war sich nicht zu schade, sich zu bücken und ein Stück Papier vom Boden aufzuheben, um es im Abfallkorb zu entsorgen. Und Erich Lawrenz war als Manager der Vertreter für das CCA nach außen, der sich immer bemüht hat, auch Kleinunternehmern einen Weg ins Center zu ebnen. (Wo früher ein freundlicher Goldankäufer seinen Stand hatte, steht heute ein verlorener Popcorn-Automat.)

Erich Lawrenz hat nicht nur für das CCA gearbeitet, sondern er hat das CCA gelebt. Von der ersten Stunde an, denn der Mann hatte schon die Bauaufsicht gehabt. Und als die Investoren das Center verkauft hatten, da glaubten die neuen Eigner, ohne Lawrenz auskommen zu können – aber nur für kurze Zeit, denn der Protest der Mieter hat dafür gesorgt, dass der Center-Manager unverzüglich zurückgeholt wurde.

Vor kurzer Zeit ging das CCA wieder in andere Hände über. Die neuen Hausherren sitzen in München. Und sie schickten eine Dame nach Ahrensburg, auf dass diese von Erich Lawrenz eingearbeitet werde, damit sie den Laden danach allein übernehmen soll. Die erste Neueinführung der neuen Managerin: Laute Musik in der Tiefgarage – aber nur für kurze Zeit. Dann war die Musik verstummt, vermutlich auf meinen Hinweis hin, dass allein die Gema sich darüber freuen würde, während das Gedudel in der Garage den Kunden auf den Geist gegangen ist.

Nun ist Erich Lawrenz, der noch das City Center Ulzburg (CCU) managt, nicht mehr im Dienste der bayrischen Besitzer des CCA. Und am Eingang steht: „!FUCK YOU ALL!!!“ Niemanden scheint das zu stören, weder die Mieter noch die Passanten. Aber würde dort nicht „!FUCK ORGAN MAFIA!!!“ stehen sondern „Fuck Mercan Ali!!!“, dann gäbe es einen neuen Umzug durch die Rampengasse mit einem Kicker vom Roten Stern an der Spitze. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. Oktober 2019

Ein Gedanke zu „Fucking CCA: Launige Worte zur Begrüßung von Kunden

  1. Frau Behnemann

    Was ich nicht kapiere ist, dass man hinter die Glaswände vom ehemaligen Schloh-Bereich nicht irgendwelche Sachen ausstellt. Zum Bespiel Autos eines Ahensburger Händlers. Dann wäre es nicht so deutlich, dass dort Leerstand herrscht. Wann kommt eigentlich der Italiener dort hin?

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