Sparkasse Holstein: Werbung als Mäzenatentum verkauft

Heute bringt der MARKT eine redaktionell aufgemachte Werbung für die Sparkasse Holstein. Diese Werbung ist aber nicht mit dem Wort „Anzeige“ gekennzeichnet. Und in dem Beitrag geht es um die Werbung, die von der Sparkasse Holstein in eigener Sache gemacht wird, und zwar alle Jahre wieder.

Frei aus MARKT

Genauer: Trikotwerbung. Was bedeutet: Kinder müssen auf ihrer Sportbekleidung den Werbeaufdruck „Sparkasse Holstein“ tragen. Aber nirgendwo steht geschrieben, was diese Kinder, bzw. deren Eltern oder der Sportverein dafür von der Sparkasse Holstein bekommt. Klar, die Trikots bekommen die Kinder, bzw. der Verein. Aber das sind Werbemittel. Und die Kinder sind die Werbeträger für die Sparkasse Holstein, ohne dass das Kreditinstitut dafür auch nur einen Cent zahlt.

Nein, es ist nicht das erste Mal, dass ich das reklamiere. Ich will mit meinen Hinweisen erreichen, dass die Sparkasse endlich in ihre Sparkasse greift und dem Verein einen Geldbetrag für Trikotwerbung zahlt. Denn die Trikots sind in meinen Augen kein Mäzenatentum sondern knallharte Wirtschaftswerbung der Sparkasse Holstein. Diese Werbung funktioniert nach der bekannten Werberegel: „Streichle die Kinder, dann gewinnst Du die Eltern!“

Und die Redaktion vom MARKT muss sich fragen lassen, warum sie diese redaktionell gestaltete Werbung nicht als Werbung gekennzeichnet hat.

Ausgangs noch eine Frage: Angenommen, es gibt Eltern, die nicht damit einverstanden sind, dass ihr Kind als Werbeträger für die Sparkasse auftritt – darf dieses Kind dann nicht mehr mitspielen in der Mannschaft…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. September 2019

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