Wöchentliche Umweltbelastung im Hausbriefkasten

An jedem Wochenende habe ich eine Beschäftigung, die zwar unnötig ist, aber dennoch erledigt sein muss. Es beginnt mit der Leerung meines Briefkastens, wo ich einen Packen Prospekte finde, die in eine Kunststofffolie eingeschweißt sind. Diesen Packen hole ich ins Haus, reiße die Folie auf und stecke sie in den Gelben Sack. Und die Prospekte kommen ungelesen in die Blaue Tonne. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Über Plastiktragetaschen regt man sich zu Recht auf. Aber sie erfüllen für den Kunden immerhin einen Zweck und lassen sich mehrfach nutzen. Aber die Folie der Prospektsammlung ist so überflüssig wie das Plastikmonstrum auf dem Ahrensburger Rondeel: Kunststoff zum Entsorgen. Und man könnte die Prospekte auch ohne umweltfeindlichen Kunststoff verteilen, entweder lose oder mit einer Papierbanderole, wenn’s denn unbedingt sein muss, dass die Dinger in einem Packen beim Empfänger landen.

Auch das bedruckte Papier, das ich ungelesen zum Recycling gebe, ist eine Resourcenverschwendung, wenn der Empfänger die Prospekte gar nicht haben will, weil dieses Papier selbst fürs Klo ungeeignet ist. Und wer die Angebote studieren will, der kann das auch online machen. 

Ich habe schon vor Jahren versucht, die Zustellung zu verhindern. Das ging nicht. Es sei denn, man lässt sich auf eine Robinson-Liste setzen. Dann aber bekommt man auch Werbesendungen nicht, die man u. U. bekommen möchte. Und ich habe durchaus nichts gegen Werbung. Sondern nur was gegen Umweltbelastung.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Juli 2019

4 Gedanken zu „Wöchentliche Umweltbelastung im Hausbriefkasten

  1. Torsten Schmidt

    Während der einfache Bürger demnächst Benzinpreiserhöhungen von mindestens 37 Cent klaglos hinzunehmen hat, können sich diese Unternehmen per Antrag von Steuererhöhungen (siehe Stromsteuer) befreien lassen. Da spielt es dann auch keine Rolle ob die von Herrn Dzubilla beschriebene Werbebelästigung überhaupt zusätzliche Konsumenten generiert. Hier läuft etwas gewaltig schief. Wäre eigentlich ein Thema für die Grünen des Kreises Stormarn. Man könnte mal die ganze Werbung eines Jahres (dann ab 1.1.2020) sammeln, um anschaulich zu demonstrieren welche Ressourcenverschwendung hier betrieben wird. Den Haufen Webemüll mal öffentlichkeitswirksam mit Funk und Presse auf dem Rondeel präsentieren. Gutes und wichtiges Thema gefunden Herr Dzubilla ! Danke !

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Das bedarf einer Klarstellung: Ich halte Werbung für die Wirtschaft für überaus wichtig. Ich tadele nur schlechte Werbung und „Werbemüll“ wie z. B. die Folienverpackung für Prospekte.

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