Kann man von Beruf „Rentner“ sein…?

Um einen Menschen besser beurteilen und einschätzen zu können, ist es von Bedeutung zu wissen, welchen Beruf dieser Mensch gelernt hat bzw. ausübt. Dieses gilt nicht zuletzt für Personen, die sich in der Politik betätigen, wobei ich die Kommunalpolitik in Ahrensburg im Auge habe und hier die Stadtverordneten.

Aus: Wikipedia

Bei einer Befragung auf einem Online-Portal gibt ein Stadtverordneter bei der Frage nach seinem Beruf an: „Rentner“. Das klingt für mich merkwürdig, denn von diesem Beruf habe ich noch nie etwas gehört.

Was benötigt man für eine Ausbildung, um den Beruf eines Rentners auszuüben? Oder ist es tatsächlich so, dass jedem, der ins Rentenalter gekommen ist, der gelernte Beruf aberkannt wird? Ist ein Arzt nicht mehr Arzt von Beruf, wenn er Rentner ist? Und ein Malermeister nicht mehr Malermeister, wenn er im Ruhestand ist?

Für mich als Bürger ist es von großer Bedeutung zu wissen, was ein Stadtverordneter für einen Beruf erlernt oder ausgeübt hat, weil ein Beruf viel über einen Menschen aussagt und nicht zuletzt auch über seine Qualifikation als Politiker. Wenn letzterer z. B. Pensionär ist und von Beruf Lehrer ist, dann weiß ich, dass der in Sachen Schulpolitik kompetenter ist als beispielsweise jemand, der eine Ausbildung als Pharmazeut/in hat. Und wer Betriebswirt ist oder Bankkaufmann, der wird im Finanzausschuss möglicherweise effektiver arbeiten können als ein Werbetexter oder Kraftfahrer.

Kurzum: Ich will wissen, was ein Ahrensburger Stadtverordneter von Beruf ist. Und wenn jemand Pension oder Rente bezieht, dann soll er hinter seinen Beruf einfach “i. R.” setzen.

Postskriptum: Zum Beruf zählt für mich auch Hausfrau & Mutter. Und: Bei Nennung von Berufen meine ich die Ausübung durch Männer genauso wie durch Frauen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2019

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