Detlef Steuer, Stadtverordneter WAB, behauptet: Ohne S 4 gibt’s keinen Lärmschutz für Ahrensburg

Nachdem ich seit Monaten und Jahren gebetsmühlenartig auf das Horrorszenario eines Transitgüterverkehrs durch Ahrensburg hinweise, hat sich der Kreis Stormarn nun endlich zu einem Schulterschluss mit den betroffenen Städten und Gemeinden entschlossen. Ein Arbeitsausschuss wurde gebildet. Und im Verkehrsausschuss des Kreises erneuerten mehrere Abgeordnete ihre Forderung nach Alternativstrecken z. B. entlang der A1.

Das 3. Buch Abendblatt berichtet: „Unterdessen wollen auch Ahrensburgs Stadtverordnete stärkeren Druck auf die Deutsche Bahn ausüben. Sie haben einstimmig eine weitere Resolution zum Thema Lärmschutz verabschiedet. Im Unterschied zur ersten aus dem Jahr 2017, die sich auf die S 4 bezieht, geht es diesmal speziell um die Auswirkungen des Fehmarnbelttunnels.“

Diese Resolution wurde gestern von der WAB als Antrag in die Stadtverordneten-Versammlung eingebracht – siehe die Abbildung! Dieser Antrag ist eine lobenswerte Tat, auch wenn das schon vor Monaten hätte passieren müssen. Und es ist zu hoffen, dass die Ahrensburger Verwaltung das Papier nicht nur weiterreicht und sich dann entspannt zurücklehnt – so geschehen bei der ersten Resolution – sondern dass man auch aktiv darangeht, den Kreis beim gemeinsamen Vorgehen zu unterstützen.

Zur Erinnerung: Die Ahrensburger Einwohnerversammlung zu diesem Thema war am 26. September 2017 im Alfred-Rust-Saal! Und hier hat ein Einwohner bereits klar und deutlich auf Alternativen zur geplanten Durchfahrt durch Ahrensburg hingewiesen.

Und dann schreibt das 3. Buch Abendblatt: „Detlef Steuer (Wählergemeinschaft WAB) spricht angesichts der hohen Lärmschutzwände von einem ‚Gefängnis-Feeling‘, sagt aber auch: ‚Es wäre ein Horrorszenario, wenn die S 4 nicht gebaut wird. Dann bekommen wir gar keinen Lärmschutz.'“

Impressionen für ein Horrorszenario durch Ahrensburg

Wir erinnern uns: Die S 4, die wir Ahrensburger nicht benötigen, wird gebaut, damit die bestehenden Gleise frei werden für Transitgüterzüge, die dann unaufhaltsam zwischen Skandinavien und Italien durch Ahrensburg donnern können. Und das ist das wirkliche Horrorszenario, gegen das gekämpft werden muss. Und nicht für den Bau der S 4, die lediglich der Köder ist, mit dem die Bahn dem Regionalverkehr die vorhandenen Gleise wegnehmen will.

Aus meiner Sicht ist es so: So lange es keine S 4 auf zusätzlichem Gleis gibt, so lange können auch die Donnerzüge nicht durch Ahrensburg brausen. Das konnten sie übrigens auch in Vergangenheit nicht und können es bis heute nicht, was mich als Bürger eigentlich nie gestört hat. Sie vielleicht…?

Fazit: Der beste Lärmschutz für Ahrensburg ist, wenn die Donnerzüge nicht mitten durch unsere Stadt rasen werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Juni 2019

2 Gedanken zu „Detlef Steuer, Stadtverordneter WAB, behauptet: Ohne S 4 gibt’s keinen Lärmschutz für Ahrensburg

  1. Olaf B.

    Und hier würde ich mir wünschen, dass Herr Steuer sein Horrorszenario noch einmal mit eigenen Worten genauer ausführt, denn erstens traue ich dem 3. Buch Abendblatt nicht mehr und zweitens gehört Herr Steuer erfreulicherweise zu den (wort)führenden Politikern in Ahrensburg:
    (Zitat) „Detlef Steuer (Wählergemeinschaft WAB) spricht angesichts der hohen Lärmschutzwände von einem ‚Gefängnis-Feeling‘, sagt aber auch: ‚Es wäre ein Horrorszenario, wenn die S 4 nicht gebaut wird. Dann bekommen wir gar keinen Lärmschutz.’“
    Um es hier noch einmal deutlich zu sagen: Dichterer Takt der Regio-Züge wird benötigt, auf bestehender Strecke. Auf einer neuen Trasse, z.B entlang der ohnehin lärmenden Autobahn A1, müssen dann die Donnerzüge fahren. Punkt.

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