Wenn die Donnerzüge durch Ahrensburg rasen werden, dann dürfte das den heutigen Bürgermeister nicht tangieren

Seit ewiger Zeit predige ich, dass Stadt und Politik dringend etwas dagegen unternehmen sollen, dass Ahrensburg nicht zur Transitstadt für kilometerlange Donnerzüge werden wird, die Tag und Nacht durch unser Wohngebiet krachen werden. Wozu hässliche Wände in der Innenstadt aufgestellt werden sollen, die Ahrensburg zerteilen wie einst die Mauer in Berlin eine Stadt geteilt hat – um es mal satirisch auszudrücken. Und was haben sie bis heute dagegen getan, unsere tüchtigen Beamten und fähigen Politiker…?

Sie haben sich mit Mehrheit dafür entschieden, dass ein Kino am Bahnhof gebaut werden soll. Damit die Bürger dadurch abgelenkt werden von Donnergeräuschen und schrecklichen Wänden. Denn wer ins Kino geht, der wird abschirmt vom Lärm der Schiene. Und die optische Wahrnehmung der Kinobesucher ist das Geschehen in Hollywood und anderen Filmstädten dieser Welt.

Ich habe von Beginn an vor dem unnötigen Bau der S-Bahn-Linie gewarnt, weil nur die es möglich macht, dass der Güterfernverkehr zwischen Italien und Skandinavien durch unsere Stadt rasen kann. Aber es gab und gibt immer wieder Klugscheißer Besserwisser, die sich vehement für die S-Bahn eingesetzt haben. Nun werden sie ihre Belohnung bekommen: Rasende Donnerzüge durch die Transitstadt Ahrensburg bei Tag und auch bei Nacht. Und dazu gruselige Lärmschutzwände, die vor dem Lärm nicht einmal schützen werden. Dagegen ist der heutige Fluglärm nur Pipifax.

Das 3. Buch Abendblatt berichtet heute, dass die Bahn beim Lärmschutz nicht nachrüsten will. Was der Bürgermeister von Ahrensburg dagegen tun will, darüber wird nicht berichtet. Meine Vermutung: Er wird rechtzeitig ins schöne Schwerin zurückkehren, wo er – wenn man den Angaben im Internet glauben kann – immer noch seinen Wohnsitz hat. Warum also sollte der Ahrensburger Bürgermeister in vorderster Front für das Wohl der Bürger unserer Stadt kämpfen, bloß weil diese ihn gewählt haben…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. April 2019

Ein Gedanke zu „Wenn die Donnerzüge durch Ahrensburg rasen werden, dann dürfte das den heutigen Bürgermeister nicht tangieren

  1. Kasimir Knoll

    Das Besondere an den Bürgern von Ahrensburg, ist, dass sie vorher nicht so genau hinhören und hinsehen und erst hinterher, wenn das Kind im Brunnen liegt, den Mund aufmachen und schimpfen. Und die Leute von der Abendblatt-Redaktion hätten hier die Chance als Sprachrohr für eine bürgerliche Mehrheit zu fungieren und damit vielleicht auch neue Leser zu gewinnen. Aber stand “Dampf” in die Geschichte zu bringen, üben sie sich in braver Berichterstattung nach dem Motto: Es kommt sowieso alles so, wie es sowieso alles so kommen wird.

    Wäre Donald Trump der Bürgermeister von Ahrensburg, er würde über eine Mauer vor den Gleisen nachdenken mit einem Tor, durch das nur Regio-Züge fahren können. (Was natürlich nur als Joke gemeint ist. Ähnlich wie der Vorschlag von Bürgermeister Michael Sarach, der die Gleise für die Güterzüge einfach tieferlegen wollte.)

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