Stadtverordneter Uwe Gaumann (CDU): Bevor ein Kino und die Bebauung der Alten Reitbahn kommen, sollen erst einmal die Bürger dazu angehört werden!

Da das Anzeigenblatt MARKT nur eine begrenzte Zeit online ist und die Beiträge danach im Nirwana verschwinden, halte ich einen Artikel von heute fest, und zwar die Werbekolumne für Politiker und Parteien, die diesmal verfasst worden ist von Uwe Gaumann, Stadtverordneter der CDU-Fraktion in Ahrensburg – siehe die Abbildung!

Aus: Anzeigenblatt MARKT

Gaumann erklärt in seinem Beitrag deutlich, dass mit dem Investor von Alter Reitbahn und Kino ein Kopplungsgeschäft erfolgt ist, das man auch als Nötigung bezeichnen könnte. Und der Stadtverordnete erklärt des weiteren, dass es eine „politische Entscheidung“ gewesen ist, ob man ein Kino nach Ahrensburg holen möchte. Was meint: Es war keine „Volksentscheidung“.

Dass ein Investor, der ein Grundstück besitzt und darauf ein Kino bauen will, dafür eine politische Entscheidung benötigt, ist mir neu. Und dass man dieses Kino auch auf dem Lindenhof hätte bauen können, sei nur am Rande erwähnt.

Und dann schreibt Gaumann wider besseres Wissen: „Schaffung von ausreichend Besucherstellplätzen und öffentlichen Parkplätzen“. Wo diese ausreichenden Plätze entstehen sollen, verrät der Stadtverordnete jedoch nicht. Und Leser von Szene Ahrensburg wissen, dass mit dem Projekt Alte Reitbahn weitaus mehr öffentliche Stellplätze verschwinden werden als neue entstehen sollen.

Was mich gewundert hat, ist folgender Passus in der Kolumne und also lautend: „Vor dem ersten Spatenstich wird noch viel über Einzelheiten der beiden Projekte diskutiert werden. Die Aufstellungsbeschlüsse werden entsprechend der politischen Beschlussfassung umgesetzt und die Unterrichtung der Öffentlichkeit wird in Form von Bürgeranhörungen durchgeführt werden.“

Was hat diese Botschaft zu bedeuten? Ich lese daraus ab, dass das ganze Vorhaben noch gar nicht in trockenen Tüchern ist. Denn wozu sollte es sonst wohl Bürgeranhörungen geben, die ja eine reine Farce wären, wenn alles schon beschlossen wäre wie es den Anschein gehabt hat.

Aber wie eingangs gesagt: Ich halte die Ausführungen von Gaumann hier fest, damit wir das später mal alles nachlesen können.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. April 2019

3 Gedanken zu „Stadtverordneter Uwe Gaumann (CDU): Bevor ein Kino und die Bebauung der Alten Reitbahn kommen, sollen erst einmal die Bürger dazu angehört werden!

  1. Torsten Schmidt

    Was für den neuen EDEKA an der Reitbahn gelten muss, wird beim geplanten Kino am Bahnhof mit keinem Wörtchen erwähnt: Die Schaffung von Parkplätzen. Situationsbedingt am Bahnhof natürlich in Form einer Tiefgarage mit 300 Stellplätzen für die Kinobesucher. Das treibt natürlich die Baukosten in die Höhe. Verträgt sich das mit einem angemessenen Preis für eine Kinokarte (in der auch die Baukosten für die Tiefgarage enthalten sind) ? Ich denke Nein. Kinobetreiber haben bundesweit mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen. Da können nicht auch noch die Preise für die Kinokarten steigen. – Das man versucht, Kinobesucher dazu zu verleiten ihr Auto im benachbarten P&R-Parkhaus abzustellen, empfinde ich als ganz miese Taktik. Konflikte sind hier vorprogrammiert. So gesehen, unter Betrachtung der nicht gelösten Parkplatzsituation, dürfte es keine Baugenehmigung für das Kino geben. Wenn alles nach Recht und Gesetz zugeht …….

  2. Kassandra

    Klaro werden die Bürger angehört. Und danach lesen die Christ-Demokraten ihnen auch noch was aus der Bibel vor – allerdings nicht das Kapitel über den Turmbau zu Babel. Und dann predigen sie zu den Menschen in der Stadt: „Euer Wort in Gottes Ohr! Hosianna & Halleluja, der Investor sei mit euch! Amen.“

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