Ich bin gerührt: Roland der Riese gegen Tengelmann

Das 3. Buch Abendblatt berichtet: Roland Wilde, Bürgervorsteher von Ahrensburg und Stadtverordneter in der CDU-Fraktion, will den Einzug von kik und Tedi auf den Blindenhof verhindern. Vermutlich weil er sich schuldig fühlt, denn der Bürgervorsteher hat dafür gestimmt – zumindest indirekt – , dass es dazu gekommen ist, dass Tengelmann mit seinen Billigläden auf dem Wege nach Ahrensburg ist.

Aus: HH-Abendblatt – Symbolfoto: Roland der Riese

Hierzu muss man wissen, dass Roland Wilde persönliche Probleme mit sozialen Medien hat, zu denen auch Szene Ahrensburg gehört. Denn hätte er verfolgt, was hier über den Weg vom Lindenhof zum Blindenhof berichtet wurde, dann hätte er nicht für das Bauvorhaben stimmen dürfen und die Notbremse schon vor längerer Zeit gezogen.

Der Investor hat nach eigenem Bekunden zwei Jahre lang nach einem Mieter gesucht, bevor er seine (zweite) Wahl mit den Tengelmann-Läden getroffen hat. Und ich vermute, dass die Verträge bereits abgeschlossen und die Unterschriften längst getrocknet sind. Und nun will Roland der Riese den Tengelmann zum Tengelmännchen machen und dem Unternehmen erklären, dass dieses die Segel streichen und nicht in die Schlossstadt kommen soll…? Wir dürfen gespannt sein, meine lieben Mitbürger!

By the way: Nach dem Blindenhof steht das nächste Projekt an, für das Bürgervorsteher Roland Wilde mit der CDU gestimmt hat, nämlich das Kopplungsgeschäft Kino/Alte Reitbahn. In meinen Augen droht auch hier ein vergleichbares Fiasko wie auf dem Blindenhof. Vielleicht wäre es dieses Mal vernünftiger, wenn die Stadt Ahrensburg mit dem Investor vorher einen hieb- und stichfesten Vertrag abschließen würde, damit hinterher nichts kommen wird, was man heute schon erahnen kann.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. April 2019

2 Gedanken zu „Ich bin gerührt: Roland der Riese gegen Tengelmann

  1. Torsten Schmidt

    Was ich nicht ganz verstehe : Die Holsteiner Sparkasse (Eigentümer ist die Kommune) hat doch Geld wie Heu. Warum lässt man auswärtige Investoren bei Projekten zum Zuge kommen, die Ahrensburg in Eigenregie auch bewerkstelligen könnte ? Einem Investor kann man nicht mal böse sein, dass er die Spielregeln des Kapitalismus durchzieht. Tja, hätte die Stadt die Kontrolle über den Lindenhof, ließe sich vielleicht ein sozialverträglicher Umzug des Woldmannschen EDEKA arrangieren. Damit wäre dann Platz für einen kleinen Kinosaal mit Option zur Mehrfachnutzung (Abibälle,Parteiveranstaltungen,Hochzeiten etc.) und echtem sozialem Wohnungsbau oben drüber. Damit bliebe der Parkplatz an der Reitbahn erhalten. Ich höre immer das Gejammere über das Verschwinden des alten Ahrensburgs. Warum hat man nicht in dem m.M.n. für Ahrensburg angemessenen Baustil, wie er nur wenige Meter benachbart in der Hagener Allee zu sehen ist, weiter gemacht ? An eine öffentliche Darstellung und die Möglichkeit zum Einspruch durch die Bürger, gegen den umstrittenen Architekturentwurf für das Lindenhofobjekt, kann ich mich nicht erinnern. So entfremdet man die Bürger von Politik und Heimat. Müsste gar nicht sein. – Immerhin versucht sich Herr Wilde jetzt in Schadensbegrenzung. Ich finde das Anerkennenswert. Bei der Schwesterpartei in Bayern geht auch mal etwas schief, diese hat dann aber die menschliche Größe gezeigt, Fehler zu revidieren. 🙂

  2. Pacholsky

    Hat jemand schon etwas vernommen, dass Tengelmann eingeknickt ist, nachdem der Wilde Riese Roland sein Schwert gezückt hat? 😉 Aber mal im Ernst: Wer würde sonst diese großen Flächen belegen, ohne einen Parkplatz zu haben? Auch der Gedanke, dort ein Café zu eröffnen, erscheint mir illusorisch. Was um Bahnhöfen herum läuft, das sind Stundenhotels. 😉 😉 😉

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