Haspa schreibt uns Ahrensburgern vor: „Meine Stadt heißt Hamburg“

Werbung soll häufig witzig sein. Manchmal jedoch geht dieser Witz auf die eigenen Kosten der Firma, die diese Werbung veröffentlicht. Und dann gibt es auch Aussagen in der Werbung, die der Betrachter nicht so ganz versteht. Und um letztere Werbung, die ich gerade entdeckt habe, geht es hier.

Da ist zum Beispiel die Haspa in Ahrensburg. Die macht Werbung im Schaufenster und zeigt an: „Wir haben auch am Samstag für Sie geöffnet.“ Und darunter sehen wir ein Ruhekissen. Auf dem steht: „Meine Stadt heißt Hamburg“. Und der Ahrensburger liest das und fragt sich: Was will mir die Haspa damit sagen? Vielleicht, dass meine Stadt nicht mehr Ahrensburg sein soll? Oder was…?

Und dann ist dort die Anzeige von famila im MARKT. Angezeigt wird dort: „famila sponsert Trikotsatz“ mit der Unterzeile: „Die E-Jugend-Handballerinnen des ATSV im neuen Outfit“. Das Dumme daran ist nur: Die Handballerinnen des ATSV werden mit dem Tragen dieser Trikots gezwungen, für famila auch Werbung zu laufen. Denn auf den Brüsten der Spielerinnen steht „famila“ – siehe die nachfolgende Abbildung unten rechts!

Was famila für diese Trikotwerbung an den ATSV zahlt, steht in der Anzeige nicht. Und deshalb vermute ich, dass das Warenhaus nur die Werbemittel zur Verfügung stellt und für die Werbeträgerinnen nix löhnt. Oder bekommen die Damen vielleicht Preisnachlässe bei famila für ihren körperlichen Werbeeinsatz mit voller Brust…?

Ebenfalls im MARKT fand ich eine Anzeige von Frank Hoffmann, einem Immobilienmakler aus Hamburg. (MARKT-Motto: „Hier leb‘ ich, hier kauf‘ ich.“) Und dieser Makler hat seine Anzeige zu einem „Gutschein“ gemacht. Für was dieser Schein gut sein soll? Wir lesen: „für eine kostenfreie Wertermittlung“.

Und dann folgt der Haken! Denn: Die kostenfreie Bewertung einer Immobilie erfolgt „unverbindlich“. Was meint: Der Makler gibt damit gar keine bindende Verpflichtung ab. Wenn Hoffmann Ihnen also erklärt, Ihre Immobilie ist eine Million Euro wert, und Sie ihm freudig den Auftrag zum Verkauf geben, woraufhin er dann aber nur Kunden findet, die keine 300.000 Euro für die Hütte zahlen wollen, dann hat Ihnen der „Gutschein“ weniger geholfen als ein Blatt von einer Hakle-Rolle. Denn dieses Klopapier ist verbindlich weicher als das Zeitungspapier, auf dem der MARKT gedruckt ist.

Zur Ergänzung: Natürlich kann mit „unverbindlich“ auch gemeint sein: „ohne freundliches Entgegenkommen“.

Und dann ist da wieder die Reklame vom Teppich-Atelier in der Großen Straßen – wenn Sie diesen Namen mal in die Suchmaske von Szene Ahrensburg eingeben wollen!

Inhaber Habibi warnt in seiner Annonce vor „dubiosen Wäschefirmen“. Und ich warne vor einem dubiosen Teppichhändler in der Großen Straße in Ahrensburg. Warum? Weil der zur Zeit keine Räumungsverkäufe mit Preisnachlässen annonciert!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Februar 2019

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