Rampengasse: Veruntreuung von Steuergeldern in Aussicht

Zum Thema „Verschönerung der Rampengasse“ habe ich mich bereits geäußert. Wenn die Stadt dort 35.000 Euro für Blumenkübel (Stückpreis: 1.300 Euro) und Sonnenschirme (Stückpreis: 3.750 Euro) ausgeben will, dann ist das in meinen Augen eine Veruntreuung von Steuergeldern. Die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt berichtet heute darüber, dass Verwaltung und Umweltausschuss ernsthaft darüber diskutieren, Kübel und Schirme aufzustellen.

Rampengasse in der Innenstadt: Verschönerung durch Blumenkübel und Sonnenschirme?

Der Witz: Was ist im Herbst und im Winter? Gibt es dann keine Verschönerung der Rampengasse…?

Was das Bild der Rampengasse so traurig macht, das sind die grauen Betonrampen. Und? Wie sollen die verschönert werden?

Meine lieben Mitbürger, ich teile Ihnen hier bloß meine unmaßgebliche Meinung mit. Wenn Sie sich zu der Absicht von Verwaltung und Politik nicht äußern, dann stimmen Sie schweigend zu. Und wenn im Sozialbereich der Stadt mal dringend 35.000 Euro benötigt werden, die dann nicht vorhanden sind, dann wissen Sie wenigstens, wo die geblieben sind: In Kübeln und unter Sonnenschirmen.

Falls Sie heute Abend in den Marstall gehen sollten: Sprechen Sie den Bürgermeister doch mal auf die Rampengasse an!

Bericht aus Hamburger Abendblatt Stormarn

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Januar 2019

8 Gedanken zu „Rampengasse: Veruntreuung von Steuergeldern in Aussicht

  1. Observator

    Warum lässt man den Muschelläufer nicht in die Rampengasse umziehen? Dann wäre die Pepper-Figur doch in der Pepper-Gasse und damit zum Symbol für Ahrensburger Dummheit, die aus dem Rathaus kommt.

  2. Kassandra

    Wie denkt der Umweltausschuss eigentlich über Verschönerung am Lindenhof? Neue Linden in Kübeln? Oder einen riesigen Sonnenschirm über das gesamte Gebäude?

    Und noch eine Frage: Was hat der Umweltausschuss eigentlich mit Sonnenschirmen zu tun? Sollen die vielleicht aufgestellt werden wegen der UV-Strahlung, die durch Umweltschäden verursacht wurde?

  3. Rohde

    Wenn ich das richtig sehe, handelt es sich hier um das erste große Projekt von Bauamtsleiter Peter Kania. Es ist also ein überaus wichtiges Projekt für die Stadt Ahrensburg und ihre Bürger. Sehr viel wichtiger beispielsweise als die Lärmschutzwände an den Bahngleisen. Davon war im Umweltausschuss keine Rede. Schon abgehakt?

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hierzu stellt sich auch meine Frage: Sollte nicht der Rathausplatz schon seit Jahren verschönt werden? Wieso bekommt die Rampengasse plötzlich eine Priorität vor dem Rathausplatz? Und wann beginnt endlich die beschlossene Verschönerung des Rondeels durch den Umzug des Plastikmülls Muschelläufers?

  4. P. Holzer

    Es scheint, als wüsste Ahrensburg nicht wohin mit dem Geld. Hat die Stadt keine Schulden? Und Gastronomie in dieser zugigen Straße ist unmöglich. Wenn Gastronomie, dann müssten dort gläserne Wände aufgestellt werden. Aber warum sollten die Menschen ausgerechnet in dieser Straße sitzen wollen und auf die Rampen gucken!

  5. H.J. Lange

    Hallo P. Holzer,
    sie geben das richtige Stichwort: Glaswände. Tatsächlich wurde die folgende Idee von mir als Architekt bereits durchgespielt – aber leider für Ahrensburg erneut zu visionär (mit Gruß an Peter Egan, WAB):

    Auch der Bereich der östlichen Klaus-Groth-Straße (also incl. Rampenfläche) ist a) Eigentum der Allgemeinheit. b) Dort ist die sog. Straße nach Beschluss der Stadtverordneten (bis auf nicht absehbare Zeit) keine Straße im eigentlichen Sinne mehr. c) Folglich handelt es sich um kostenfreien Baugrund, der d) sofort überbaubar wäre, e) in Teilen so hoch wie die südliche Rand-Bebauung und f) für jede denkbare Funktion und Nutzung: Im unteren Teil naheliegend aus Glas.
    HJL

    1. P.Stein

      Ein Hauptproblem in dem schlechten Image der Rampengasse sehe ich, abgesehen von der architektonisch kalten Atmosphäre, im Klientel welches sich vor dem Eingang zum CCA regelmäßig in den Abendstunden aufhält. Dabei wird auch Alkohol aus den lange öffnenden Lebensmittelanbietern verkonsumiert. So verlottert dieser öffentliche Bereich langsam. Wenn es eine rechtliche Möglichkeit gibt, den Genuß alkoholischer Getränke dort zu verbieten, sollte das meiner Meinung nach genutzt werden.

  6. Torsten Schmidt

    Der Hauptmieter des CCA wird demnächst (oder ist bereits) an chinesische Investoren verkauft. Die Rede ist hier vom Modekonzern C&A. Man muss wissen: Ohne einen Vormietvertrag mit dem damaligen Investor wäre das Einkaufszentrum CCA so niemals gebaut worden. Da hätten schon die finanzierenden Banken ihr Veto eingelegt. Der Hauptmieter Chinese und der Eigentümer des CCA in Übersee angesiedelt, wieso kommt die Stadt Ahrensburg eigentlich dazu, hier wirtschaftspolitisch (mit Steuermitteln) zu fördern, in dem Windbreaker und Schirme angeschafft werden ? Das CCA sollte doch besser den freien Kräften des Marktes überlassen werden. Nach der Insolvenz des CCA könnte die Stadt das Gebäude zu einem dann günstigen Preis erwerben und mit dem zügigen Umbau in eine Wohnimmobilie beginnen. So könnte aus diesem tot geborenen Kind der Frau Pepper doch noch etwas nützliches für die Ahrensburger Bürger entstehen.

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