Ahrensburg und seine Deppen-App 2 go: Regionalnews aus Frankreich

Homepage Ahrensburg: Wichtige Mitteilung der Stadt an ihre kranken Bürger

Sie kennen alle den alten Spruch, der da lautet: Jeder blamiert sich so gut er kann. Und die Stadt Ahrensburg – sprich: Verwaltung – kann das sogar sehr gut. Nicht nur mit ihrer Homepage, wo es heute um Darmprobleme geht, also ein Thema, das auf jede Homepage einer Stadt gehört, bevor die Bürger womöglich in die Hosen machen – siehe die Abbildung links! Und ich bin sicher, dass der Bürgermeister heute Abend in der Flora-Apotheke sitzt, um dort zu erfahren, was er gegen seine ständige Verstopfung unternehmen kann. Oder gegen Durchfall, der vielen Bürgern in der Stadt echt stinkt.

Homepage Ahrensburg vom 3. Dezember 2018

Aber Scherz beiseite – nicht nur mit ihrer Homepage kann sich eine Stadt blamieren, sondern auch mit ihrer App. Und App ist in Ahrensburg die Kurzform von VerÄPPelung. Dafür verantwortlich in der städtischen Verwaltung ist Angelika Andres, die in einem Container neben dem Rathaus sitzt und Däumchen dreht. Und als ich heute auf die Homepage meiner Heimatstadt gegangen bin und dort auf das Logo Ahrensburg2go geklickt hatte, da öffnete sich ein Fenster mit dem Hinweis, dass in Ahrensburg eine Blue Night stattfindet, die bereits vor zwei Tagen stattgefunden hat – siehe die Abbildung oben rechts! Ja, so aktuell ist sie, die App der Schossstadt.

Aber weil ich Regionalnews lesen wollte, habe ich auf die mobile App Ahrensburg2go gedrückt, die ich auf meinem iPhone gespeichert habe. Und dann hatte ich die Regionalnews im Blick: „FAQ: Wer sind die ‚Gelbwesten‘?“ – siehe die Abbildung links!

FAQ steht für Frequently Asked Questions, also häufig gestellte Fragen. Zwar hatte ich mir die Frage nach „Gelbwesten“ nicht häufig gestellt, zumal ich glaubte, damit wäre die Dienstbekleidung der Gelben Engel vom ADAC gemeint. Denn die sind ja regional bei uns in Ahrensburg im Einsatz, wenn man sie ruft.

Aber haste gedacht! Richtig ist, dass mit „Gelbwesten“ die Demonstranten in Frankreich gemeint sind. Und genau deshalb gibt es die Information darüber auf der App der Stadt Ahrensburg unter „Meine Regionalnews“.

Und  an zweiter Stelle stehen „Meine Events“ mit dem Hinweis: „Auf Sand gebaut“. Hier geht es nicht um Entscheidungen der Ahrensburger Stadtverordneten, sondern um eine Ausstellung von historischem Spielzeug im Schoss Ahrensburg.

An dritter Stelle kommen dann „Meine Angebote“, obwohl ich gar keine Angebote machen will. Und ob Sie es glauben oder nicht: Hier macht die Ahrensburger Dessous-Boutique Mompti ihre Angebote für mich, nämlich Lingerie. Und wer den Laden in der Hagener Allee kennt, der weiß auch, warum man Mompti die Ahrensburger Apotheker-Boutique nennt.

Daraufhin habe ich die Ahrensburg-App geschlossen, die für mich als Bürger echt zum Fremdschämen ist. Ahrensburg2go. Auf Deutsch: Ahrensburg zum Weglaufen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Dezember 2018

Ein Gedanke zu „Ahrensburg und seine Deppen-App 2 go: Regionalnews aus Frankreich

  1. Frau Behnemann

    Müssen wir eigentlich für die app bezahlen? ich habe noch niemanden gefunden, der das nutzt. Wieder mal so ne reine Alibinummer der Stadt.

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