Warum wir Ahrensburger Bürger der Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt nicht trauen können

Heute berichtet das 3. Buch Stormarn über die „Marke Ahrensburg“ und zwar: „So denken die Bürger“. Toll, sagt sich der naive Leser, da hat die Zeitung also eine repräsentative Umfrage unter den Einwohnern von Ahrensburg gemacht, um zu erfahren, was diese mehrheitlich über ihre Stadt denken! Wozu ich in Erinnerung rufe, dass unsere Stadt rund 34.000 Einwohner hat.

aus: Hamburger Abendblatt

Und was glauben Sie, wieviele von diesen 34.000 Einwohnern die Redaktion der Stormarn-Beilage vom Hamburger Abendblatt befragt hat, um darüber zu informieren, was „die“ Bürger denken…?

Sie müssen nicht nachschauen und zählen: 10 (zehn) Menschen wurden befragt, die noch nicht mal alle aus Ahrensburg stammen, um zu verbreiten, wie und was „die Bürger“ denken!

Das kann man gut und gern als Manipulation bezeichnen. Wobei auch erklärt wird: „Viele Bürger wünschen sich zudem ein Kino“. Eine Behauptung, die in Vergangenheit regelmäßig von der Redaktion verbreitet wird, ohne dass es dafür eine repräsentative Umfrage gibt. Klar, ein Kino könnte möglicherweise seine Programm-Anzeigen im 3. Buch Stormarn schalten. Dass aber ein Kino in Ahrensburg sich nicht rechnet, hat der potentielle Betreiber schon im Vorwege erklärt. Und der vorherige Kino-Betreiber hat das „Mini-&-Maxi“, das mal dort war, wo heute das CCA ist, schon früher aufgegeben als er das hätte tun müssen, weil sich der Kino-Betrieb in Ahrensburg nicht gelohnt hat.

Und in dem Beitrag wird ebenfalls behauptet, dass Ahrensburg ein neues „Konzept zum Stadtmarketing“ erstellt hat. Davon jedoch ist Ahrensburg noch meilenweit entfernt. Auch die wiederholte Behauptung der Redaktion, dass Ahrensburg bereits einen neuen „Slogan“ hat, ist absolute Irreführung der Leser. Richtig ist, dass Ahrensburg innerhalb von drei Jahren nicht mehr geschafft hat, als eine Bestandsaufnahme zu machen, ergänzt mit Empfehlungen auswärtiger Berater, die zwar von zusätzlichen Mitarbeitern in der städtischen Verwaltung und vom Einsatz einer Werbeagentur reden, aber die Kosten dafür wohlweislich verschweigen mit Ausnahme ihrer eigenen Honorare, die aber noch lange nicht am Ende sind.

Klar, was ein Stadtmarketing inkl. Werbung kostet, kann man nicht ausrechnen, wenn man noch keine Konzeption vorliegen hat. Aber eine grobe Schätzung abzugeben, in welchem Rahmen man sich bewegt, dürfte ja wohl nicht zu viel verlangt sein.

Last but not least: In der Wirtschaft starten Marketing und Werbung für ein Produkt, wenn dieses marktreif ist. Dass das Produkt Ahrensburg seine komplette Marktreife noch nicht erlangt hat und überdies auch keinen tätigen Marketing-Chef hat, weiß jeder Bürger, der offenen Auges durch seine Stadt geht, bzw. Szene Ahrensburg liest.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Juni 2018

Ein Gedanke zu „Warum wir Ahrensburger Bürger der Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt nicht trauen können

  1. Noch-HA-Abonnent

    Ich frage mich schon lange, warum das Abendblatt ständig diese Meinungsmache betreibt. „Ahrensburg will“, „Ahrensburg hat“, „Ahrensburg wird“. Warum bringt die Redaktion nicht eine Kolumne, wo die Mitarbeiter der Zeitung ihre Meinung oder die der Redaktion veröffentlichen, statt dass man ständig suggeriert, man würde die Meinung der Bürger verbreiten?!! Diese Handlungsweise ist unsauber. Und ich hoffe, der Chefredakteur in Hamburg erfährt das endlich mal.

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