Stadt Ahrensburg, wo ein nachweisbar nicht benötigtes Klosett vordringlicher ist als beheizte Klassenräume für Schulkinder

Wer schulpflichtige Kinder in Ahrensburg hat, der kennt auch die Probleme an Ahrensburger Schulen, speziell im Schulzentrum Am Heimgarten: Zu wenig Klassenräume, und die können teilweise nicht ausreichend beheizt werden. Heute berichtet das 3. Buch Abendblatt darüber in seinem Aufmacher „Die Mängelliste der Ahrensburger Schulen“ – siehe die Abbildung! – wo über das Meeting vom Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss informiert wird.

aus: Hamburger Abendblatt

Schulleiter, Eltern und Lehrer haben ihrem Ärger Luft gemacht. Obwohl es doch ausreichend Räume in Ahrensburg gibt, die leerstehen. Zum Beispiel den Alten Speicher am Marstall, der mit viel Geld angekauft wurde und weiterhin vor sich hin rottet. Oder die Marstall-Galerie auf demselben Gelände, die unsinnig beheizt wird, obwohl dort kaum ein Mensch hineingeht. Auch hier fließt letztendlich städtisches Geld hinein.

Natürlich können diese beiden Gebäude nichts an der Schulmisere der Klassenräume ändern; ich will damit nur sagen, worauf die Stadtverordneten ihr Augenmerk in Vergangenheit gerichtet haben. Und nun ist es in die Zukunft gerichtet. Aber nicht das Schulzentrum Am Heimgarten soll vorrangig Nutznießer sein, sondern die Innenstadt soll „verschönert“ werden. Zum Beispiel die Große Straße, die vor Jahren schon einmal „verschönert“ wurde.

Wenn die Stadt jetzt erklärt, sie habe kein Geld für die Schulen, dann gebe ich nur zwei Stichworte: „Luxus-Klo“, das in Vergangenheit viel Geld gekostet hat und nun völlig unnötigerweise neu errichtet werden soll für 150.000 Euro. Und: „Stadtmarketing“, das nicht arbeitet aber rund eine halbe Million städtisches Geld verschlungen hat und das bis zum heutigen Tage weiter tut.

Außerdem: Die Stadtwerke Ahrensburg verdienen viel Geld. Damit finanziert der Bürgermeister als letztendlich Verantwortlicher sein Hobby, nämlich ahrensburg24. Genauso wie der städtische Kämmerer vordem schon die Remittendenblätter „Rathaus-Journal“ und „Ahrensburg-Magazin“ finanziert hat durch mehr als großzügige Unterstützung mit dem Geld der Stadtwerke. Zählt man die Gelder hier und dort zusammen, ergibt das schon einiges an „Heizung“ für die Schule.

Nur der Vollständigkeit halber erwähne ich in diesem Zusammenhang auch den ganzen Unfug mit dem Erlenhof, denn ohne dieses Prestige-Objekt hätten u. a. die Schulen in Ahrensburg heute weniger Probleme.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Februar 2018

13 Gedanken zu „Stadt Ahrensburg, wo ein nachweisbar nicht benötigtes Klosett vordringlicher ist als beheizte Klassenräume für Schulkinder

  1. Alber-J

    Die „große Straße verschönert….“ ?????
    lächerlichhhhhhhhh…diese Straße ist seit dem Bau des CCA und der Beruhigung des B 75 zur toten Straße verkommen,da ist auf dem Friedhof nachts um 24 Uhr mehr los als in der großen Straße tagsüber!!!!!

    Es ist traurig zu sehen wie sich diese Straße ,wo früher richtig leben war ,sich in den letzten 10 Jahren soooo negativ entwickelt hat.
    Der Name dieser Straße sollte umgeändert werden in „die TOTE Straße “ !

  2. Rüdiger

    Wenn die Große Straße demnächst zum zweitenmal „verschönert“ wird, werden alle Parkplätze, die man dort vor 10 Jahren mit Millionen von Steuergeldern gebaut hat, wieder herausgerissen. Danach wird es in der Großen Straße abends noch toter sein als tot, denn dann bleiben auch in den Restaurants die Kunden weg. Ahrensburg wird Stück für Stück kaputtsaniert .

    1. Martens

      Aber dafür soll doch die S-Bahn gebaut werden, damit die Menschen nach Hamburg fahren können. Und die Schüler sollen ebenfalls zu HH-Schulen fahren, wo es genug und beheizte Klassenräume gibt. Passt doch!

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Bestimmt. Und dann wird jeder Klo-Besuch im Winter von der Stadt mit 56,70 EUR bezuschusst. Also, Leute: Geht nur im Sommer auf diese Toilette, damit es für die Stadt günstiger wird! 😉

  3. Frank B.

    Für die 76 Millionen Euro, die für die „Stadtsanierung“ verpulvert werden im Laufe der kommenden Jahre, könnte man in Ahrensburg sämtliche Schulen und Kitas sanieren und auf den neuesten technischen Stand bringen. Man könnte die Kitas kostenlos anbieten, man könnte fantastische Ganztagssschulen planen mit hervorragenden Nachmittags – und Freizeitangeboten usw. usf. ……

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Frank B. – darüber sollten wir demnächst mit den Kandidaten sprechen, die im Wonnemonat Mai für das Ahrensburger Stadtparlament kandidieren. Sie werden auf dem Rondeel stehen, und der eine oder die andere wird sogar an unser Haustür klingeln. Woraus Sie erkennen: Wir Bürger haben es selbst in unserer Hand, was in Ahrensburg passiert…! 😉

  4. Der Spatz vom Rathausdach

    Danke Herr Dzubilla! Ihr Blog ist das einzige Medium in Ahrensburg, das nicht nur auf Auswirkungen hinweist, sondern auch die Ursachen nennt bzw. Wege für Lösungen aufzeigt. Kein Wunder, dass die Stadtwerke keine Werbung auf Ihrem Blog machen und der Bürgermeister vermutlich behauptet, er würde Szene Ahrensburg gar nicht kennen, denn Sie berühren den Nerv der Verantwortlichen. Ich darf Ihnen dazu versichern, dass Ihr Blog im Rathaus sehr, sehr aufmerksam beachtet wird. Haben Sie eigentlich noch nie Post von der Rechtsabteilung der Stadt bekommen?

  5. Petra

    Das ganze Stadtsanierungsprogramm ist der kostspieligste Unsinn, den die Stadtverordneten je genehmigt haben. Im Grunde werden hier für ein bisschen Rathaussanierung und die Neupflasterung einiger Innenstadtbereiche 76 Millionen Euro einfach so aus dem Fenster geworfen. Dafür könnte man sämtliche Schulen und Kitas auf Vordermann bringen und auch noch sämtliche kaputte Straßen in Ahrensburg sanieren. Und dann wäre immer noch Geld übrig von den 76 Millionen. Dieses Geld sollte man zum Wohle der Bürger und ausgeben , statt der Pflasterindustrie viele Millionen in den Rachen zu werfen.

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